Guter Rat ist Grimme
Der Beirat für den Grimme-Preis und den Grimme Online Award
Lauter Originalgenies, das wären die Grimme-Leute manchmal sicher gerne. Jeder originell, jeder über alle Grenzen einfallsreich, jeder auf allen möglichen und unmöglichen Gebieten kundig, jeder zu jeder denkbaren Minute unendlich kreativ, begabt sowohl im wilden Denken als auch im sicheren Planen. Schön wär’s.
Weil es aber so in der Welt nicht zugeht, ist es noch schöner, wenn man Menschen um sich weiß, die dem eigenen Tun mit gutem Rat beiseite stehen. Die genau jene Einfälle haben, die ein manchmal gedanklich auf der Stelle tretendes Projekt wieder beflügeln. Die genau jene kritischen Augen haben, welche die dunklen, morschen, unlogischen Stellen entdecken, die auch beim gut vorbereiteten work in progress nicht ausbleiben.
Gut dran ist mithin jede Einrichtung, die auch gut beraten wird. Nicht unbedingt von den KPMGs dieser Welt, sondern von Köpfen, die ihren Rat und ihre Ideen nicht gegen Geld hergeben, sondern aus Lust an der Sache; und die ihr Engagement von Zielen ableiten, welche gemeinsame sind, hier: die Medienqualität zu fördern.
Zum Grimme-Institut gehört ein Gremium, das diesen Zielen folgt: der Beirat für den Grimme-Preis und den Online Award. Dieser Beirat agiert, nach dem Modell und Vorbild vieler Institutionen, indem er, wie es der Name sagt, berät – in aller Freiheit, in aller Unabhängigkeit. Die Preis-Veranstaltungen liegen ganz in der Hand des Instituts.
Naheliegend war und ist es, die beiden Preis-Unternehmungen in ein gemeinsames Beratungsfeld aufzunehmen. Denn beide Preise, so spezifisch auch ihre Medienfelder sind, können gar nicht mehr separiert gesehen werden. Wenn Konvergenz mehr als ein Schlagwort ist, dann müssen natürlich auch die Grimme-Preisaktivitäten konzeptionell eng aufeinander bezogen werden.
Die Mitglieder des Beirats
Ulrich Aengenvoort, Jahrgang 1956, ist seit 2001 Direktor des Deutschen Volkshochschul-Verbandes, der 16 LAndesverbände und bundesweit mehr als 1000 Volkshochschulen umfasst. Aengenvoort war zuvor Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Er ist stellvertretender Aufsichtsrats-Vorsitzender des AGI.
Ute Biernat, Jahrgang 1960, ist seit 2000 Geschäftsführerin von Grundy Light Entertainment und Grundy Schweiz. Sie hat Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft studiert und arbeitete als freie Autorin und Redakteurin u.a. für das neuseeländische TV3 sowie in den USA für Sender wie CNN, CBS und ABC. Bei Grundy TV stieg sie 1996 als Executive Producer ein.
Anette Borkel, Jahrgang 1961, ist an der Hamburger Volkshochschule zuständig für Programmqualität. Ihr Schwerpunkt ist die Gesundheitsbildung. So ist sie auch Vorsitzende des Bundesarbeitskreises Gesundheit und Umwelt beim DVV. Die studierte Germanistin, Medienpädagogin und Volkskundlerin ist langjähriges Jury-Mitglied beim Adolf-Grimme-Preis.
Prof. Dieter Gorny, Jahrgang 1953, leitet das Themenfeld Kreativwirtschaft im Leitungsgremium von RUHR.2010, welches das Projekt der Kulturhauptstadt Essen vorbereitet. Gorny ist außerdem Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie und Professor für Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Düsseldorf.
Erdmann Linde, Jahrgang 1943, war zuletzt bis 2006 Chef des WDR-Landesstudios in Dortmund. Der gelernte Stahlbauschlosser studierte Sozialwissenschaften, Politik und Publizistik an der Ruhr-Universität Bochum. Er prägte lange Zeit das Kommunale Kino an der Volkshochschule Dortmund, die er von 1981 bis 1984 als stellvertretender Direktor führte. Auch das Kabelpilotprojekt Dortmund wurde von ihm mit auf den Weg gebracht und geleitet.
Prof. Dr. Konrad Scherfer, Jahrgang 1969, ist Professor für Medienwissenschaft an der Fachhochschule Köln. In seiner Promotion untersuchte er die Qualitätskriterien deutscher Fernsehpreise. Er war Wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Siegener DFG-Sonderforschungsbereich Bildschirmmedien und Online-Redakteur für den SWR.
Prof. Dr. h.c. Michael Schmid-Ospach, Jahrgang 1945, ist Geschäftsführer der Filmstiftung NRW und Vorsitzender des Grimme-Aufsichtsrates. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Psychologie arbeitete er als Redakteur u.a. bei epd/Kirche und Rundfunk. Er leitete die WDR-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und war Programmbereichsleiter Kultur und Wissenschaft Fernsehen sowie stellvertretender Fernsehdirektor des WDR.
Dr. Ingrid Schöll, Jahrgang 1956, ist Direktorin der Volkshochschule in Bonn. Sie studierte Germanistik und Geschichte. Zu ihrem Themenbereich gehört Marketing für Weiterbildungseinrichtungen. Sie ist u.a. Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung und langjähriges Jurymitglied beim Adolf-Grimme-Preis.
Das Institut ist im Beirat mit dem Direktor , Uwe Kammann, und den beiden für den Adolf-Grimme-Preis und den Grimme Online Award zuständigen Referenten, Dr. Ulrich Spies und Friedrich Hagedorn, vertreten.
