Pressemeldungen

11.01.07

Bert-Donnepp-Preis für einen "medialen Marathonläufer"

Jörg Wagner erhält den Deutschen Preis für Medienpublizistik für das "radioeins"-Medienmagazin (rbb-Hörfunk).


Die Jury hat entschieden: Der Bert-Donnepp-Preis geht für das Jahr 2006 an Jörg Wagner, Redakteur und Moderator des "radioeins"-Medienmagazins im rbb-Hörfunk. Die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung - 1991 vom Verein der "Freunde des Adolf-Grimme-Preises" als Deutscher Preis für Medienpublizistik gestiftet - wird am 13. Februar 2007 im Regierungspräsidium in Düsseldorf vergeben. Monika Piel, die als designierte WDR-Intendantin im April die Nachfolge von Fritz Pleitgen antreten wird, hält die Laudatio auf den Preisträger.

Das Medienmagazin der rbb-Radiowelle "radioeins" bezeichnet die Jury in ihrer Begründung als "funkische Spitzenleistung des deutschen Medienjournalismus". Tabus gebe es dabei nicht, auch der eigene Arbeitgeber - das öffentlich-rechtliche System - werde kritisch widergespiegelt. Wagner, der einen sehr persönlichen Stil der Präsentation pflege, sage "klar und deutlich, wenn eine hochmögende Medientagung mal wieder nichts gebracht hat". Dass sich in der Sendung regelmäßig die Großen der Branche äußerten, verschaffe der rbb-Sendung auch einen Nachrichtenwert.

Der in Ostberlin geborene Jörg Wagner (Jahrgang 1959) wirkte schon als Kind im DDR-Kinderfunk mit und fand später als diplomierter Theaterwissenschaftler zum Radio zurück. Hier, so die Jury, sei er "hörbar mit Leidenschaft und guter Laune bei der Sache". Er gebe sein eigenes Interesse glaubhaft an die Hörer weiter und achte akribisch auf eine radiophone Gestaltung des Medienmagazins. Dass es im Internet-Angebot des rbb überall als Podcast gehört werden kann, bezeichnet die Jury als "Glück und keine Kleinigkeit".


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Katrin Jurkuhn
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