Im Grimme Lab erscheinen mehrmals pro Jahr ausführliche Multimedia-Dossiers zu Themen der Digitalen Gesellschaft. Ziel des Grimme Lab ist es, gesellschaftliche Teilhabe mit digitalen Ideen für eine analoge Welt sichtbar zu machen und zu unterstützen. Zu diesem Zweck werden aktuelle Medientrends darauf untersucht, wie sie das Zusammenleben vor, auf und jenseits von Bildschirmen beeinflussen. Wie digitale Medien Hilfe leisten können, beschreibt das erste Dossier „Flüchtlingshilfe: medial vernetzt & online sichtbar“. Es gibt einen Überblick über die Vielfalt der Medienangebote von Projekten und Initiativen, die sich an die Menschen richten, die im Zuge von Krisen in ihrer Heimat nach Deutschland kommen, sowie an die Fülle derer, die diese Menschen unterstützen.

 

 

 

Mit einer Fachtagung gaben die Landesanstalt für Medien NRW (LfM), die Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Landesstelle NRW e. V. (AJS) und das LVR-Landesjugendamt Rheinland (am 1. Juli 2016) in Köln Empfehlungen für die praktische Arbeit mit Jugendlichen. Die Tagung mit rund 270 Teilnehmern richtet sich dabei an pädagogische Fachkräfte aus Schule und Jugendhilfe. Hier gab Aycha Riffi auch Einblicke in das Projekt BRICkS - Building Respect on the Internet by Combating Hate Speech.

Bei den „Medienfrauen NRW“ diskutieren erfolgreiche Medienfrauen mit den Teilnehmerinnen über Erfolgsrezepte im Job und über Voraussetzungen, Erfahrungen und Bedingungen in der Ausbildung von Medienberufen. Neben Podien geben Workshops einen intensiven Einblick in die Praxis: Vor der Kamera stehen, ins Mikrofon sprechen, Social Media nutzen oder an Überschriften feilen. Erfahrene Referentinnen erzählen, wie sie wurden, was sie sind, und geben dem Medien-Nachwuchs konkrete Tipps für den eigenen Berufsweg. Sie finden in diesem Jahr am 3. November im Kölner KOMED statt.

 

Mit den Sommerferien stehen bei Lehrerinnen und Lehrern die Vorbereitungen für das kommende Schuljahr an. Pünktlich zur Ferienzeit veröffentlicht das Internet-ABC fünf grundlegend überarbeitete Lernmodule. Sie helfen Kindern ab Klasse drei bis sechs dabei, sich besser zu orientieren, wenn sie im Netz unterwegs sind.  Interaktiv und spielerisch informieren die Module über die ersten Schritte im Internet, über die Technik hinter WWW und WLAN, über das Recherchieren, über Smartphones und Tablets sowie über die Gefahren im Netz. Die Lernmodule eignen sich einerseits sehr gut für den Schulunterricht. Zu jedem Online-Modul hat das Internet-ABC zudem Lehrermaterialien entwickelt, die neben einem Verlaufsplan und Tipps für die Gestaltung der Unterrichtseinheit auch Arbeitsblätter enthalten, mit denen die Online-Inhalte offline erarbeitet werden können. Andererseits bieten sich die Lernmodule auch für eine gemeinsame Tour von Eltern und Kindern an. Die Module sind komplett vertont, Videos erklären schwierige Themen, kleine Übungen vertiefen das Gelernte und Merklisten zum Ausdrucken können an einer Pinnwand im Kinderzimmer angebracht werden.

 

Der Ende November 2015 erschienene Band 3 der Schriftenreihe zur digitalen Gesellschaft des Landes Nordrhein-Westfalen bündelt Reflexionen, Positionen und Ansätze zum Umgang mit der gesellschaftlichen Revolution Big Data aus Perspektiven der Medienbildung und der medienpädagogischen Forschung – mit Beiträgen von Sandra Aßmann und Valentin Dander (Universität zu Köln), Niels Brüggen (JFF - Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis), Harald Gapski (Grimme-Institut), Petra Grimm (Institut für Digitale Ethik/HdM) und Birgit Kimmel (LMK/EU-Initiative klicksafe), Christopher Koska (Hochschule für Philosophie München), Gerda Sieben (jfc Medienzentrum), Stefan Selke (Hochschule Furtwangen) und Isabel Zorn (TH Köln).

Jeder kann heute seine Botschaften direkt und weltweit im Internet veröffentlichen – eine neue Dichte und Dynamik gesellschaftlicher Kommunikation entsteht. Nutzen und Risiken sind jedoch untrennbar miteinander verknüpft. Entstehen durch vermeintliche Anonymität im Netz immer neue Extremformen in der Medienkommunikation? Welche kreativen Antworten bietet die Medienbildung, um z. B. für radikale Botschaften, Cybermobbing oder Spielsucht zu sensibilisieren und Gegenprogramme zu entwickeln? Diese und weitere Fragen diskutieren Bürger(innen), Politiker(innen), Medienbildner(innen) und Expert(inn)en auf dem Tag der Medienkompetenz am 28. November 2016 im Landtag NRW in Düsseldorf. Unter dem Motto „Medien extrem …“ greift der sechste Tag der Medienkompetenz aktuelle und herausfordernde Aspekte aus der digitalen Welt auf: „…radikal“, „…emotional“ und „…spielerisch“. Weitere Themenaspekte sind: „Medien extrem …inklusiv“, „…offen“ und „…gesund“. Der Aktionstag, zu dem der Landtag und die Landesregierung einladen, bietet mehrere Foren und eine Ausstellung mit Informations-, Spiel- und Interaktionsangeboten zu Medienbildungsthemen, Kurzfilmen sowie Diskussionsmöglichkeiten mit den Abgeordneten aller Parteien.

 

Nach rund 50 Ausgaben zu immer wieder neuen Aspekten der Mediengesellschaft, die sich mit Frauen, Senioren, Migranten im Netz, mit Open Content, Games und Kommunikation, mit Gesundheit, Weiterbildung und Selbstvermarktung befassten, zieht die Broschürenreihe – ihrem Gegenstand angemessen – gänzlich ins Netz um. Die ersten fünf Publikationen sind nun online. Wer sich für „Hypes und Trends in der digitalen Welt“, „Arbeiten in der digitalen Welt“, „Digitale Teilhabe“, „Streaming – live und mobil“ oder „Das Smartphone als Krankmacher“ interessiert, findet neben einer Einführung ins jeweilige Thema ausführliche Hinweise auf weitere Veröffentlichungen, auf Akteure, Projekte und gute Beispiele der Umsetzung.