Auch 2015 gab sich die Branche in Marl ein Stelldichein: Rund 900 Gäste waren in der Stadt des Qualitätsfernsehens zur Preisverleihung des renommiertesten deutschen Fernsehpreises geladen. Senderchefs, Regisseure, Autoren, Produzenten und Darsteller feierten die Preisträger und ihre Branche. Dabei stand die Verleihung des 51. Grimme-Preises in diesem Jahr natürlich auch im Zeichen des Flugzeugabsturzes in Frankreich, dessen Opfern – viele aus Marls Nachbarstadt Haltern – bei der Preisverleihung gedacht wurde. Mehr

Die Mitschnitte der TV-Sendung und des Livestreams sowie diverse Einspielfilme sind in der 3sat-Mediathek verfügbar. Noch mehr Bewegtbild zum 51. Grimme-Preis findet sich unter Grimme.tv

 

 

Das „Grimme-Forschungskolleg – Medien und Gesellschaft im digitalen Zeitalter“ wird sich mit aktuellen Fragen digitaler Kommunikationskulturen und der Rolle der Medien in gesellschaftlichen Wandlungsprozessen auseinandersetzen. Als gemeinsam vom Grimme-Institut und der Universität zu Köln getragene Unternehmung bündelt das Grimme-Forschungskolleg fächerübergreifende wissenschaftliche Kompetenzen, mediale Diskurserfahrungen und praxisorientierte Zugänge zum Mediensystem.

Was ist Formatfernsehen? Wie schaffen es neue Programmideen, sich im umkämpften Markt zu behaupten? Welche Bedeutung hat das Multiscreen-Fernsehen für die Entwicklung einer Programmidee? Bei der Summer School „Fernseh- und Programmentwicklung 2015“ werden diese Fragen und mehr mit Experten der Branche diskutiert und Strategien zur Umsetzung entwickelt, welche die Grimme-Akademie und die Hamburg Media School (HMS) vom 06. bis 10. Juli 2015 in der HMS gemeinsam veranstalten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen in Vorträgen, Diskussionen, Fallstudien und praktischen Übungen systematisch alle Arbeitsschritte, die für die Entwicklung und Umsetzung eines TV-Formats notwendig sind – von der Ideenentwicklung, der Bedarfsanalyse, über rechtliche Fragen, bis hin zum erfolgreichen Präsentieren und Pitchen der eigenen Idee.

 

 



„Inklusion im Fernsehen“ ist ein heikles Feld, aber selbst Comedy-Formate müssen hier nicht peinlich wirken. Das belegte die gleichnamige Veranstaltung der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und der Grimme-Akademie – in Kooperation mit „die medienanstalten“ und „Sozialhelden e.V.“ – vom 17. März 2015. Über einhundertdreißig Medienschaffende, Journalistinnen und Journalisten aus dem Bereich Film- und Fernsehen, aber auch Kolleginnen und Kollegen anderer Medien sorgten für eine gut besuchte Veranstaltung, die im Haus der RTL-Mediengroup in Köln stattfand. Mehr 

Eine Menge ist passiert, seit vor fast genau zehn Jahren YouTube gegründet wurde und im Folgejahr an Google ging: Sich aus Perspektive der Medienbildung dem Phänomen zu widmen, drängt sich damit auf. So nehmen Lars Gräßer (Grimme Institut) und Markus Gerstmann (ServiceBureau Jugendinformation Bremen), die „Heftmacher“ der MERZ-Ausgabe 1/2015, Webvideo unter der Medienbildungsperspektive in den Blick, wofür sie – neben eigenen Beiträgen – zahlreiche Gastautor(inn)en gewinnen konnten und Interviews mit Branchengrößen geführt haben. Mehr unter...

31.12.1889 - 27.08.1963


Wir feiern in diesen Tagen den 125jährigen Geburtstag Adolf Grimmes. Das sollte mehr als ein Ritual sein. Sein Denken kann uns noch heute als Inspirationsquelle dienen – oder sollte man besser von einer Mahnung sprechen?Er wies immer wieder darauf hin: Der Rundfunkteilnehmer kann, so Grimme 1948 in seiner Antrittsrede als Generaldirektor des NWDR,  „erwarten, daß der Rundfunk den Willen zur Qualität besitzt […] Der Rundfunk darf deshalb, wenn er dieser seiner Sendung als Erzieher zum Qualitätsgefühl treu bleiben will, nicht der verführerischen Jagd nach Popularität verfallen.“  Für uns klingt das heute wie der Aufruf zur Programmgestaltung jenseits der Quote. So war der Rundfunk für Adolf Grimme vor allem ein Instrument der politischen Kultur, der die Grundprinzipien des demokratischen Zusammenlebens vermittelt, ohne selbst Machtinstrument der politischen Parteien oder sonstiger „parteipolitischer Gebilde“ zu sein.

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