Hier finden Sie weitere Bilder vom Presseempfang und der Preisverleihung bei flickr.

Grimme-Preisverleihung 2015

Rund 900 Gäste feiern in Marl die Preisträger

 

 

Auch 2015 gibt sich die Branche in Marl ein Stelldichein: Rund 900 Gäste werden in der Stadt des Qualitätsfernsehens zur Preisverleihung des renommiertesten deutschen Fernsehpreises erwartet. Senderchefs, Regisseure, Autoren, Produzenten und Darsteller feiern die Preisträger und ihre Branche. Dabei steht die Verleihung der 51. Grimme-Preise in diesem Jahr natürlich auch im Zeichen des Flugzeugabsturzes in Frankreich, dessen Opfern – viele aus Marls Nachbarstadt Haltern – bei der Preisverleihung gedacht wird.

 

„Dieses Fernsehjahr war in ganz besonderer Weise vielfältig und zeigt erfreuliche Ansätze zu programmlichen Innovationen“, kommentiert Grimme-Direktorin Frauke Gerlach. Insgesamt werden in den drei Wettbewerbskategorien Fiktion, Information & Kultur sowie Unterhaltung zwölf Preise für herausragende TV-Produktionen vergeben. Dazu kommt der Sonderpreis des Landes NRW sowie die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbands (DVV), die in diesem Jahr an Ina Ruck (WDR) und Dietmar Ossenberg (ZDF) für ihre Leistungen als Auslandskorrespondenten verliehen wird.

 

2015 gibt es außerdem eine Premiere beim Grimme-Preis: Zum ersten Mal in der Geschichte der TV-Auszeichnung wird mit EinsLIVE-Wellenchef Jochen Rausch ein waschechter Radiomann mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet. Rausch erhält den Preis stellvertretend für die WDR-Innovationsredaktion und den Input von EinsLive bei der Entwicklung der WDR/EinsFestival-Produktion „Mr Dicks - das erste wirklich subjektive Gesellschaftsmagazin“. Aus Anlass der Auszeichnung einer Sendung des ZDF-Kabaretts „Die Anstalt“, die sich mit der globalen Flüchtlingsproblematik befasst, hat die Piratenpartei vor der Preisverleihung zu einer Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik der Stadt Marl vor dem Theater aufgerufen.

 

 

Impressionen der 51. Grimme-Preis-Verleihung

Preisträger Matthias Brandt und Christian Schwochow

 

Preisträger Ina Ruck und Dietmar Ossenberg

 

Preisträger Marc Wiese und Moderator Jörg Thadeusz

 

Preisträger Dietmar Ossenberg

 

Mark Scheibe & Die Romantische Band

 

Katharina von Schroeder von "Wir waren Rebellen": "Unglaublich, die Unabhängigkeit mitzubekommen und die Euphorie der Menschen!"

 

Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten,Europa und Medien über "Ab 18! 10 Wochen Sommer!": "Der Film hat eine Ästhetik, die Jugendliche anspricht."

 

Winfried Oelsner von "Akte D": "Gegen das ewig Gleiche, das man im Fernsehen sieht."

Thilo Jahn von "Mr. Dicks" über Elchurin, der high machen soll: "Es schmeckt gar nicht so gut, wie man denkt - und es macht übrigens auch nicht high."

 

 

Impressionen der Pressekonferenz zur Bekanntgabe der Preisträger des 51. Grimme-Preises 2015

 

Hier finden Sie die Pressemitteilung.

 

 

Gastgeber der heutigen Pressekonferenz: das Filmstudio Glückauf in Essen

 

Die Direktorin des Grimme-Instituts, Dr. Frauke Gerlach, im Interview

 

 Grimme-Preisträger Marc Wiese ("Camp 14") steht Rede und Antwort

 

Grimme-Preisträger Daniel Abma ("Nach Wriezen") stellt sich den Fotografen

 

Glückliche Preisträger: Das Team von "Mr. Dicks" Ulrich Krapp, Thilo Jahn und Matthias Murmann

 

 

 Dr. Frauke Gerlach im Gespräch

 

 

 Der neue Leiter des Grimme-Preises, Steffen Grimberg

 

 

 Alle Grimme-Preisträger auf einen Blick

 

 

Ulrich Aengenvoort, Verbandsdirektor des DVV, präsentiert die Besondere Ehrung

 

Die Gäste verfolgen gespannt die Präsentation

 

Fritz Wolf, Vorsitzender der Jury Information & Kultur

 

 Daniel Abma (Buch/Regie "Nach Wriezen")

 

Mark Wiese (Buch/Regie "Camp 14") und Steffen Grimberg

 

Dr. Gerd Hallenberger, Vorsitzender der Jury Unterhaltung und das Team von "Mr. Dicks"

 

Die Vorsitzende der Jury Fiktion, Prof. Anna Barbara Kurek mit Peter Hartwig, Produzent von "Der Fall Bruckner"

 

 

Was gehört dazu, wenn die Grimme-Preisträger 2015 in einem der ältesten Kinos Nordrhein-Westfalens bekannt gegeben werden? Eiskonfekt und Popcorn natürlich. Und die gab es für die im Filmstudio Glückauf im Essener Süden versammelten Presse gleich von der Institutsleitung höchstpersönlich: Grimme-Direktorin Frauke Gerlach bediente, assistiert von Preisreferent Steffen Grimberg, die Gäste zum Auftakt aus dem Bauchladen.


Doch Frauke Gerlach musste gleich in ihrer Einleitung auch auf „schwere Kost“ hinweisen: Die Beiträge in der Wettbewerbskategorie Information & Kultur seien nicht eben leicht konsumierbar: Flüchtlingselend, Bürgerkriege – „die globalen Krisen haben sind vor allem im öffentlich-rechtlichen Fernsehen beeindruckend  thematisiert worden“. Zwar habe das Fernsehjahr leider aktuelle innerpolitische Themen wie beispielsweise die NSU-Thematik vermissen lassen, aber dennoch qualitativ hochwertige Filme und Serien mit weitem inhaltlichen Spektrum hervorgebracht, so Gerlach.


Die Jury der Kategorie Unterhaltung hatte es in diesem Jahr besonders schwer - und das der Tatsache zum Trotz, dass die Nominierungskommission ihr Kontingent nicht ganz ausgeschöpft hatte. Gerlach lobte auch die große Bandbreite und Qualität in der Kategorie Fiktion, warf aber gleichzeitig die Frage auf, was Qualität in der TV-Fiktion ausmacht. Ein Diskurs, der während der Jurywoche aufgekommen sei - und „den das Grimme-Institut weiterführen wird.“ Als erfreulich stellte sie eine weitere Entwicklung fest, die insbesondere auf das Aufkommen multimedialer Projekte gemünzt werden kann. „Das Thema ‚Innovationen‘ zieht sich im Grunde wie ein roter Faden durch alle Kategorien“ sagte die Grimme-Chefin
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„Fernsehen als ganz dynamisches Gebilde“ stellte auch Grimberg in den Mittelpunkt. Durch die neuen Medien und deren Möglichkeiten „ergeben sich auch für die Grimme-Preisjurys ganz neue Herausforderungen“, so der Leiter des Preises. Auf diese Chancen und Herausforderungen will Grimme offensiv eingehen und überlegt zudem, eine neue Kategorie für Kinder- und Jugendbeiträge einzuführen.


Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbandes (DVV), der als Stifter des Grimme-Preises fungiert, geht dieses Jahr an Ina Ruck und Dietmar Ossenberg für ihre Dienste in der Auslandsberichterstattung. „Wir leben in Zeiten großer internationaler Krisen“ sagte DVV-Direktor Ulrich Aengenvoort. „Die Zuschauer benötigen Unterstützung bei der Einordnung der Entwicklungen, um sich eigene Meinungen bilden zu können.“


Den Ausdruck des Tages prägte sicherlich Fritz Wolf, langjähriges Mitglied der Information&Kultur-Jury, der die Entwicklung „einer starken Tendenz zum Ich-Erzähler bis hin zum ‚dokumentarischen Selfie‘“ bei Dokumentationsprogrammen kritisierte. Diese Tendenz ließ sich bei den in diesem Jahr ausgezeichneten Werken weniger erkennen. Mit „Nach Wriezen“ gewann mit Daniel Abma ein Student der Filmuniversität Babelsberg auf Anhieb einen Grimme-Preis. Um sehr schwere Kost geht es in Marc Wieses „Camp 14- Total Control Zone“ - einer Doku über die Zustände in nordkoreanischen Arbeitslagern. „Ich war wie gespalten“ sagte der Filmemacher über die Situation im Interview mit einem Gefängniswärter dieser Lager. Natürlich sei es unglaublich schwierig, emotional mit den erhaltenen Informationen umzugehen, auf der anderen Seite sagte er, „jetzt habe ich den an einer Stelle, da weiß ich, jetzt habe ich einen Täter“.


Das Multimediaformat „Mr. Dicks“ erhielt einen Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung – und bewies, wie eng die früher getrennten Medien bereits aneinander gerückt sind. Denn für den Preis ausgezeichnet wird auch der Radiosender EinsLIVE, die Jugendwelle des WDR: „Wir haben uns mit den Kollegen zusammen getan, die für junges Fernsehen stehen und die haben das Ding gewuppt.“ beschrieb Ulrich Krapp von 1Live die Zusammenarbeit mit der bildundtonfabrik, bei der Pressekonferenz vertreten durch Thilo Jahn und Matthias Murmann.


Stellvertretend für die Grippe-geplagte Corinna Harfouch stand Produzent Peter Hartwig für seinen Grimme-Preis prämierten Film „Der Fall Bruckner“ Rede und Antwort. Durch die Zusammenarbeit mit Hans-Ullrich Krause, der eines der größten Kinderheime in Berlin-Brandenburg betreut, stellt der Film einen großen Realitätsbezug her. „Diesen (fiktiven) Fall Bruckner, den es da gibt, der ist für Herrn Krause Alltag“ so Hartwig.


Die Vorsitzende der Jury Fiktion, Anna Barbara Kurek, rief abschließend alle Sender zu mehr Mut bei ihren Produktionen auf. „Ein Aufruf an alle Sender, öffentlich-rechtlich und privat, weiter mutig zu sein. Die Filmemacher, die mich überzeugen, die sind mutig, die haben Hartnäckigkeit, die haben Herz und Humor.“


Die besten von ihnen können bei der Preisverleihung am 27. März in Marl ihre Trophäen in Empfang nehmen.

Grimme-Preis: Entscheidungen gefallen

Jörg Thadeusz moderiert die Preisverleihung am 27. März im Theater Marl

 

(Marl) Die Jurys des 51. Grimme-Preises haben heute in Marl ihre Arbeit abgeschlossen. Doch wer wissen will, wer in diesem Jahr die begehrteste deutsche Fernseh-Auszeichnung erhält, muss sich noch etwas gedulden. Die Preisträger werden am 4. März 2015 auf einer Pressekonferenz im Essener Tradionskino „Filmstudio Glückauf“ bekannt gegeben.

 

„Das Fernsehjahr 2014 war reich an Bewährtem, bot aber auch tolle Entdeckungen und Spannung bis zum Schluss. Das hat sich auch in den engagierten Jury-Diskussionen gezeigt“, fasste Grimme-Direktorin Frauke Gerlach das Ergebnis zusammen. Dass die Pressekonferenz zum Grimme-Preis in diesem Jahr in einem Essener Kino stattfindet, sei dabei kein Zufall: „Film und Fernsehen sind Geschwister und stehen beide in einem sich dynamisch entwickelten Mediensystem vor neuen Herausforderungen“, sagte Gerlach. „Mit der Wahl von Essen unterstreichen wir auch noch einmal ausdrücklich, dass der Grimme-Preis zum Ruhrgebiet gehört und im Ruhrgebiet bleibt. Die Auszeichnungen werden in diesem Jahr am 27. März im Theater Marl verliehen. „Wir können zwar noch nicht sagen, wer in diesem Jahr den Grimme-Preis bekommt, aber ein Geheimnis können wir schon heute lüften“, so Gerlach weiter: „Wir freuen uns, dass in diesem Jahr ARD-Moderator Jörg Thadeusz durch die Preisverleihung führt. Seine charmant-ironische Art, sein Witz und sein Esprit passen perfekt zu Grimme“. Den musikalischen Part übernimmt in diesem Jahr der aus TV-Sendungen wie „Buten und Binnen“ und „extra3“ bekannte Komponist und Sänger Mark Scheibe.

 

 

Pressekonferenz zur Bekanntgabe der Preisträger des
51. Grimme-Preises

Datum: Mittwoch, 04. März 2015
Ort: Filmstudio Glückauf Essen
Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen
Zeit: 11:00-ca. 13:00 Uhr

 

 

Veränderungen in der Jury Fiktion

Die Jurys des 51. Grimme-Preises haben heute in Marl ihre Arbeit abgeschlossen. Bei der Jury Fiktion trat Juror Jochen Hieber unmittelbar vor Schlussabstimmung zurück.

„Die Jury bedauert das Ausscheiden von Herrn Hieber, der trotz mehrfacher Bitten bei seinem Entschluss blieb, die Jury zu verlassen“, sagte die Jury-Vorsitzende Prof. Anna Kurek: „Ich finde das sehr schade, weil Herrn Hiebers Urteil und seine Beiträge die Juryarbeit wie immer bereichert haben.“

„Grund für den Rückzug waren unterschiedliche Vorstellungen über den Zeitpunkt der Schlussabstimmung“, so Kurek. „Der Vorschlag von Herrn Hieber, die Schlussabstimmung zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen, fand keine Mehrheit in der elfköpfigen Jury.“

Die Preisvergabe im Wettbewerbssegment Fiktion ist durch den Rücktritt in keiner Weise berührt und wurde gemäß der Wettbewerbssatzung vollzogen.

 

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Informationen rund um das Nominierungsverfahren zum 51. Grimme-Preis 2015 gibt es hier hier.