Fotoimpressionen von der Verleihung des 52. Grimme-Preises



Daniel Harrich bei seiner Ankunft am Theater Marl.

 

Aisawanya Areyawattana aus "Patog Girl" auf dem roten Teppich.

 

Dr. Frauke Gerlach, Direktorin des Grimme-Instituts, nimmt Ministerin Christina Kampmann in Empfang.

 

Ulrike Franke und Michael Loeken ("Göttliche Lage") vor dem Theater Marl.

 

Moderator Jörg Thadeusz begrüßt das Publikum zur 52. Grimme-Preisverleihung.

 

"Club der roten Bänder": Preisträger im Wettbewerb Kinder und Jugend.

 

Peter Kroker und Diana Jung ("ENE MENE BU") mit Moderator Jörg Thadeusz.

 

Die Musiker des Abends: Nils Wülker & Band

 

Daniel Harrich und sein Team erhalten den Grimme-Preis für die journalistische Leistung bei der Recherche zu "Tödliche Exporte".

 

Constantin Schreiber mit seinem Grimme-Preis für "Marhaba - Ankommen in Deutschland".

 

Das Team um Aisawanya Areyawattana und Max Mauff nimmt den Grimme-Preis für "Patong-Girl" entgegen.

 

Das Team von "Deutschland 83" im Interview mit Jörg Thadeusz.

 

Jörg Hartmann, Ruth Reinecke und Regina Ziegler von "Weissensee" im Gespräch auf der Bühne.

 

Marcus Foag, Tom Theunissen und Olli Dittrich bekommen einen Grimme-Preis für "Schorsch Aigner".

 

Fotos: Michael Neuhaus / Grimme-Institut

 

Renaissance der Serie und Comeback der Privaten – so lassen sich die diesjährigen Entscheidungen vielleicht zusammenfassen. Der Öffentlichkeit wurden sie erneut in Essen bei strahlendem Sonnenschein präsentiert, dieses Mal im Grillo-Theater, am 9. März, ab 11 Uhr.

 

 

Großes Medieninteresse für die WDR Produktion "Schorsch Aigner" - rechts im Bild (v.r.n.l.): Marcus Foag, Olli Dittrich und Tom Theunissen

 

 

Olli Dittrich, ausgzeichnet im Wettbewerb Unterhaltung/Spezial/Innovation

 

 

Marcus Foag (mit Trophäe) und Tom Theunissen, beide
ausgzeichnet im Wettbewerb Unterhaltung/Spezial/Innovation

 

 

Preisträgerin Susanna Salonen, ausgezeichnet für "Patong Girl"

 

Erstmals wurden Preise nach den „sorgsam überarbeiteten“ (so Grimme-Direktorin Frauke Gerlach) Preisstatuten vergeben - ein ganz besonderes Grimme-Jahr also. „In seinem 52. Jahr haben wir nun eine eigene Kategorie ‚Kinder & Jugend‘ beim Grimme-Preis. Außerdem können die Jurys seit diesem Jahr in drei der vier Wettbewerbskategorien jeweils einen Innovationspreis vergeben. „Wir wollen den Grundgedanken hervorheben, dass der Grimme-Preis zukunftsweisendes Fernsehen auszeichnet“, erläuterte Gerlach die Neuerungen. Die technische Konvention des „ausgestrahlt“ falle weg, künftige reiche „der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, so Gerlach, was eben auch über das Internet geschehen kann. So öffne sich der Grimme-Preis für andere Distributionswege wie Mediatheken, Streamingdienste oder Video on Demand, wenngleich der Bezugspunkt die klassische Fernsehproduktion bleibe: „Hier ist nur wichtig: die fernsehgemäße Gestaltung“, so die Grimme-Direktorin, was Moderatorin Jenni Zylka kommentierte mit: „also all shiny and new“. Sie ist selbst seit Jahren in der Jurys und Nominierungskommission des Grimme-Preises aktiv.

 

 

Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach

 

Im Anschluss wurden die Preisträger in der Kategorie „Fiktion“ vorgestellt, Preise gingen in diesem Jahr an die dritte Staffel der Serie „Weissensee“ (MDR/Degeto), an „Deutschland 83“ (RTL) und an „Weinberg“ (TNT Serie), alle drei Serienproduktionen – Erfolg in Serie sozusagen. Mit dem einzigen Preis für ein Einzelstück  in der Kategorie „Fiktion“ zeichnete die Jury „Patong Girl“ (ZDF) aus: „Eine bewusste Entscheidung – wir haben quasi ein Paket geschnürt“, so Heike Hupertz, Vorsitzende der Grimme Jury „Fiktion“. Drei Serien „und eine eher kleine, charmante Produktion, um die es überaschenderweise kaum Kontroversen gab, was eher die Ausnahme darstellt in unserer Jury“, so Hupertz.

 

Die anwesende Preisträgerin Susanna Salonen (Buch und Regie bei „Patong Girl“) zeigte sich von der Entscheidung sichtlich bewegt: „Im Vergleich zu den hochwertigen Serienproduktionen komme ich mir vor, als käme ich mit dem Fahrrad daher.“ Dabei geht es um die komplexe Liebe zwischen einem deutschen Jugendlichen und einem thailändischen Ladyboy. Hupertz: „Charmant wird hier mit den üblichen Klischees gespielt, mit der Käuflichkeit, dem Südseezauber der Urlaubsparadiese. „Patong Girl“ ist Salonens erster Spielfilm, sie kommt vom Dokumentarfilm.

 

 

Preisträgerin Susanna Salonen und Dr. Heike Hupertz, Vorsitzende der Grimme Jury "Fiktion"

 

 

Preisträgerin Susanna Salonen und Jenni Zylka im Gespräch über "Patong Girl"

 

 

(v.l.n.r.): Moderatorin Jenni Zylka und Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach

 


Fritz Wolf, Vorsitzender der Grimme-Jury "Information und Kultur"

 

 

Moderatorin Jenni Zylka und Fritz Wolf im Gespräch

 

Fünf Preise wurden in der Kategorie „Information & Kultur“ vergeben. Auch hier gab es eine Neuerung im Preisstatut: die „Besondere Journalistische Leistung“. Sie ging an Daniel Harrich und sein Team von „Tödliche Exporte“ (SWR/BR), weitere  Auszeichnungen gab es für die Langzeitdokumentation „Göttliche Lage“ (WDR / ARTE), die Produktionen „Vom Ordnen der Dinge“ (ZDF/ARTE) und „Die Folgen der Tat“ (WDR/SWR/NDR) sowie  für Constantin Schreiber für die Moderation und Redaktion der Sendereihe „Marhaba – Ankommen in Deutschland“ (N-TV). Auch hier eher selten: ein Preis für einen Privatsender. „Eigentlich sind in der Kategorie ‚Information & Kultur‘ die öffentlich-rechtlichen Sender allein auf weiter Flur“, so Wolf. Und Moderatorin Zylka ergänzte: „Toll fanden wir bereits in der Nominierungskommission, dass hier nicht ‚über‘ Flüchtlinge berichtet wird. Sie kommen selber zu Wort. Wir haben uns die Frage gestellt: Warum sind die öffentlich-rechtlichen Sender nicht auf die Idee gekommen?“ Heraus käme eine Art „Gebrauchsanweisung für Deutschland“, so Wolf, „das Ganze häufig in eher kurzen Filmen, die als erstes online veröffentlicht werden – wir haben also auch von dem neuen Statut Gebrauch gemacht.“ Gerade die oftmals „kurze Form“ hätte dabei besonders überzeugt. Die längeren Sendungen wären eher konventionell geraten, so Wolf weiter. Deutlich werde aber, so der Juryvorsitzende, Ermutigendes: „Innovation kann auch mit einfachen Mitteln umgesetzt werden.“

 

Stichwort „Innovation“: Der 2016 zum ersten Mal verliehene Innovationspreis in der Kategorie „Unterhaltung“ ging an das Format „Streetphilosophy“ (RBB/ARTE). Über einen Spezial-Preis konnten sich Jan Böhmermann, Philipp Käßbohrer und Matthias Murmann (Idee) freuen – für den Beitrag „Hashtag Varoufake“ im „Neo Magazin Royale“ (ZDFneo). Für „Schorsch Aigner – der Mann, der Franz Beckenbauer war“ erhielten Olli Dittrich und Tom Theunissen (Buch und Regie) sowie Marcus Foag (Produktion) einen Grimme-Preis in der Kategorie „Unterhaltung“. Jurymitglied Hans Hoff: „Mit dem Hashtag ‚Varoufake‘ hat sich Böhmermann als großer Medienkritiker profiliert, seit ‚Schorsch Aigner‘ schauen wir anders auf Franz Beckenbauer, weil wir wissen: Er hatte einen Doppelgänger.“ Dabei ginge es nicht einfach um eine Persiflage: „‘Schorsch Aigner‘ ist kein Gag, hier geht es um Täuschung.“ Übrig bliebe wenigstens für kurze Zeit eine Verunsicherung. Hoff konnte das nur gutheißen: „Man muss den Zuschauer auch mal überfordern!“

 

 

Hans Hoff, Mitglied der Jury "Unterhaltung"

 

 

WDR Produktion "Schorsch Aigner" (v.l.n.r.): Marcus Foag, Olli Dittrich und Tom Theunissen

 

Und die neue Kategorie „Kinder & Jugend“ beim Grimme-Preis? Hier hat sich die Jury die Frage gestellt, was das sei: Fernsehen für Kinder und Jugendliche. Eines ihrer Qualitätskriterien: „Wird Kindern und Jugendlichen auf Augenhöhe begegnet?“ so Juryvorsitzende Brigitte Zeitlmann. Weiterhin habe man sich gefragt, wie diese Zielgruppe überhaupt schaue. Zum Glück habe man da auf die Expertise in der Jury zurückgreifen können. „Am Ende haben wir uns aber die Frage gestellt, die man sich bei allen Produktionen stellen muss: Packt mich das?“ so Zeitlmann weiter.

 

 

(V.l.n.r.): Jenni Zylka (Hinterkopf), Tim Oliver Schultz (Darsteller im "Club der roten Bänder") und Brigitte Zeitelmann, Vorsitzende der Grimme-Jury "Kinder und Jugend"

 

 

(V.l.n.r.): Tim Oliver Schultz (Darsteller im "Club der roten Bänder") und Jenni Zylka (Hinterkopf)

 

Und was hat die Jury gepackt? Ausgezeichnet wurde die Mitmach-Sendung „Ene Mene Bu“ (KiKA) sowie der Mehrteiler „Club der roten Bänder“ (VOX) – noch eine Serie. Dazu Tim Oliver Schultz (Darsteller im „Club der roten Bänder“): „Für mich ist das kein Problem, bei den Kindern und Jugendlichen ausgezeichnet zu werden!“  Im Gegenteil – sowohl er als auch das Team freuen sich sehr darüber, gerade in dieser Kategorie einen Grimme-Preis zu bekommen. Das Erfolgsgeheimnis vom „Club der roten Bänder“? „Wir nehmen Jugendliche wirklich ernst“, so Schultz, „dabei stellen wir Superhelden dar, Helden ohne Kostüm.“

 

Juryvorsitzende Brigitte Zeitlmann sagte abschließend: „Wäre toll, wenn wir mit dieser Auszeichnung, ein größeres Angebot im Kinder- und Jugendbereich stimulieren könnten!“

 

 

Hatte auch einen großen Auftritt: das Essener Grillo-Theater


Fotos: Georg Jorczyk / Grimme-Institut

 

Grimme-Jurys feiern Halbzeit

Am 3. Februar 2016 feierten die Grimme-Jurys und zahlreiche Nominierte Halbzeit: Das traditionelle „Bergfest“ sorgte mit rund 250 Gästen für ein volles Haus im Grimme-Institut. Es bot den Rahmen für die feierliche Verleihung des Bert-Donnepp-Preises für Medienpublizistik, der 2016 seinen 25. Geburtstag feiert. Eine hochkarätig besetzte Diskussionsrunde zur neuen Preiskategorie „Kinder und Jugend“ sorgte für einen inhaltlichen Input.

 

Dr. Frauke Gerlach spricht vor vollem Saal (c) Jorczyk / Grimme-Institut

 

Grimme-Direktorin Frauke Gerlach stellte in ihrer Begrüßungsrede die Bedeutung des Grimme-Preises sowie der Arbeit der Kommissionen und Jurys heraus: Die Nominierten „zeigen auf ganz unterschiedliche Weise und in verschiedenen Genres herausragend, was Qualität im Fernsehen ausmacht.“ Gerade in Zeiten wie diesen, sei es wichtig, deutlich zu machen: „Es gibt das deutsche Qualitätsfernsehen, das staatsfern ist und darum bemüht, die Wahrheit zu ergründen, zu unterhalten, auf gesellschaftliche Entwicklungen aufmerksam zu machen und zu bilden.“ Bei allem Dank an die Beteiligten klang auch Fassungslosigkeit mit über die aktuellen Ereignisse, die Propaganda, den Wut und Hass auf den Straßen und im Netz.

 

V.l.n.r.: Dr. Ulrich Spies (Freunde des Adolf-Grimme-Preises e. V.), Hans Hoff (Freier Medienkritiker), Friedrich Küppersbusch (TV-Produzent), Claudia Tieschky (Süddeutsche Zeitung), Hans-Joachim Jakobs (Handelsblatt), Stephan Lamby (dbate/ECO Media), Jürgen Büssow (Freunde des Adolf-Grimme-Preises e. V.) Dr. Frauke Gerlach (Grimme-Institut) (c) Jorczyk / Grimme-Institut

 

Nach der Ansprache folgte die Preisverleihung oder besser: die Preisverleihungen. Ein Bert-Donnepp-Preis ging in diesem Jahr an die SZ-Redakteurin Claudia Tieschky, die laut Laudator Hans-Jürgen Jakobs vom Handelsblatt drei große Betätigungsfelder hat: „Fernsehen, Frauen, Frankreich“. Fast entschuldigend bedankte sie sich: „Sie zeichnen mich für eine Tätigkeit aus, die ich immer noch liebe“ – als ob sich das ausschließe! Einen weiteren Bert-Donnepp-Preis erhielt der freie Medienkritiker Hans Hoff, der „Rock’n’Roller“ unter den Kritikern, so TV-Macher Friedrich Küppersbusch in seiner Laudatio. Der Journalist Stephan Lamby wurde für das Internet-Format „dbate“ mit einer „Besonderen Erwähnung“ geehrt. Der Bert-Donnepp-Preis wurde 1991 vom Verein der Freunde des Adolf-Grimme-Preises als Deutscher Preis für Medienpublizistik gestiftet und ist mit 5000 Euro dotiert.

 


Diskussion um neue Preiskategorie (v.l.n.r.): Torsten Zarges (DWDL), Dr. Frauke Gerlach (Grimme-Institut), Fritz Schaefer (Mitglied der Nominierungskommission "Kinder und Jugend"), Dr. Maya Götz (IZI) und Claude Schmit (SuperRTL) (c) Jorczyk / Grimme-Institut

 

Unter der Moderation von Torsten Zarges, DWDL, ging es anschließend um die Neuerungen beim Grimme-Preis, insbesondere die neue Preiskategorie. „Kinder und Jugend – Warum bei Grimme?“ so die Frage.  Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach: „Sie hatten bis dato einfach keinen Raum bei Grimme und den wollten wir ihnen mit der neuen Kategorie geben.“ „Warum erst jetzt?“ fragte Panelteilnehmerin Dr. Maya Götz, Medienforscherin des Bayerischen Rundfunks und Medienkritikerin, zurück und plädierte für ein besonderes Auge auf diese Zielgruppe: „Sie gucken anders, langweilen sich an anderen Stellen“. Claude Schmit, SuperRTL, hakte an dieser Stelle ein: „Ein Preis für Kinder und Jugend? Das sind doch mindestens fünf Zielgruppen in einer!“ Gleichzeitig freute er sich über die Entscheidung, die „Kriterien des renommierten Grimme-Preises auch auf junge Zielgruppen auszudehnen“, verknüpft mit der Hoffnung, Qualitätsprogramme zu identifizieren, bei denen auch die Quote stimme.

 

Da scheint noch „Luft nach oben“ zu sein: Der achtzehnjährige Fritz Schaefer, selbst Mitglied der Nominierungskommission in dieser Kategorie, ärgerte sich vielfach über die oft zur Schau getragene „Berufsjugendlichkeit“ in dieser Angebotssparte, in der Moderatoren teils als bloße „Presenter“ agieren.

 

Dr. Maya Götz bescheinigte hingegen dem deutschen Kinder- und Jugendfernsehen insgesamt eine „gute Bandbreite – auch im internationalen Bereich!“, schränkte aber gleichzeitig ein: „Das einzige Jugendfernsehen, das wirklich funktioniert, ist Germany’s next Topmodel.“ Eigentlich drücke man sich um die schwierigen, jungen Zielgruppen und fokussiere sich stattdessen auf junge Erwachsene, legte Götz nach – bei einem an sich umfangreichen und qualitativ hochwertigen  Programmangebot.

 

Bleibt nur das Ausweichen auf den Online-Bereich? Der Grimme-Preis scheint hierfür gerüstet: „Mit dem neuem Statut ist uns der Verbreitungsweg egal geworden, wichtig ist nur noch die fernsehgemäße Gestaltung“, so Grimme-Direktorin Gerlach. Die Debatte darüber erfolgte am Buffet - es wurde ein langer Abend.

Fotoimpressionen aus der Jury-Woche des 52. Grimme-Preises 2016

 

 

 

Fotos: Georg Jorczyk / Grimme-Institut

 

Jury Fiktion

 

 

v.l.n.r. vorn:
Christian Buß
, Spiegel Online, Hamburg
Claudia Tieschky
, Süddeutsche Zeitung, München
Prof. Anna Barbara Kurek, Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf (stellv. Vorsitzende)
Patrick Presch, Staatl. Museen zu Berlin (stellv. Vorsitzender)
v.l.n.r. hinten:
Anne Fromm
, taz, Berlin
Tim Hartelt
, Student, Marl
Holger Kühne, VHS Berlin
Diemut Roether, epd Medien, Frankfurt/Main
Dr. Heike Hupertz, Freie Journalistin, Friedrichsdorf (Vorsitzende)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jury Information & Kultur

 

 

v.l.n.r.:
Anne Burgmer, Kölner Stadtanzeiger
Heike Heinrich, VHS Magdeburg
Katrin Schuster, Freie Journalistin, München (stellv. Vorsitzende)
Fritz Wolf, Medienbüro, Düsseldorf (Vorsitzender)
Martin Calsow, Freier Journalist und Schriftsteller, Bad Wiessee (stellv. Vorsitzender)
Navina Sundaram, Freie Journalistin, Hamburg
Dr. Alexander Kissler, Cicero, Berlin
Detlef Kuhlbrodt, Schriftsteller, Berlin
Lars von der Gönna, WAZ, Essen

 

 

 

 

 

 

 

Jury Unterhaltung

 

 

v.l.n.r.:
Arno Frank, Freier Journalist, Wiesbaden
Senta Krasser, Freie Journalistin, Köln
Clemens Niedenthal, Freier Journalist, Köln
Hans Hoff, Freier Journalist, Nideggen
Jürn Kruse, taz, Berlin
Sonja Álvarez, Der Tagesspiegel, Berlin

 

 

 

 

 

 

Jury Kinder & Jugend

 

 

v.l.n.r. hinten:
Dr. Maya Götz, Medienwissenschaftlerin, München
Brigitte Zeitlmann, Medienwissenschaftlerin, Berlin
Gudrun Sommer, doxs! Dokumentarfilme für Kinder und Jugendliche
v.l.n.r. vorn:
Sascha Rex, DVV, Bonn
Isabell Tatsch, Medienwissenschaftlerin, Wiesbaden
Dr. Harald Keller, Freier Journalist, Osnabrück
Torsten Zarges, dwdl, Köln

 

 

 

 

 

 

 

Marler Gruppe

 

 

v.l.n.r. vorn:
Kurt Langer
Margret Grützner
Monika Kaczerowski
(Leitung)
v.l.n.r. hinten:
Ralf Bussmann
Lea-Sophie Rexforth
Julia Schmidt
Alexandra Chmiel
Nicole Gerth
Nicole Gries
Mark Blumberg
Christiane Chilinski


 

 

 

Bekanntgabe der Nominierungen

 

Alle Nominierungen zum 52. Grimme-Preis 2016 finden Sie hier.

 

 

 

Fotoimpressionen aus den Nominierungskommissionen des 52. Grimme-Preises 2016

 

Fotos: Georg Jorczyk / Grimme-Institut

 

Nominierungskommission Fiktion

 

 

v.l.n.r. vorn:
Dr. Christian Stewen, Medienwissenschaftler, Bochum
Sophie Charlotte Rieger, Freie Journalistin, Berlin
Meike Laaf, taz, Berlin
Rolf Eckard, Filmfest Emden (stellv. Vorsitzender)
v.l.n.r. hinten:
Giti Hatef-Rossa, Freie Journalistin, Soest (Vorsitzende)
Thomas Gehringer, Freier Journalist, Köln
Ute Bischoff, VHS Lingen (stellv. Vorsitzende)

 

 

 

 

 

 

 

Nominierungskommission Information & Kultur

 

 

v.l.n.r.:
Matthias Struch, Filmmuseum Potsdam (stellv. Vorsitzender)
Hans-Heinrich Obuch, Freier Journalist,Göttingen (Vorsitzender)
Stefanie Dobberke, VHS Marl
Jenni Zylka, Freie Journalistin, Berlin (stellv. Vorsitzende)
Anna Gerritzen, Duisburger Filmwoche
Dr. Niklas Hebing, Hegel-Institut, Bochum
René Martens, Freier Journalist, Hamburg

 

 

 

 

 

 

 

Nominierungskommission Unterhaltung

 

v.l.n.r.
Jürgen Overkott, WAZ, Essen
Sandra Das, Medienpädagogin, Köln
Dr. Gerd Hallenberger, Medienwissenschaftler, Marburg (Vorsitzender)
Dr. Antje von Rein, VHS Hamburg (stellv. Vorsitzende)
Katja Kullmann, der Freitag, Berlin
Karin Schupp, Fernsehforscherin, Berlin
Peer Schader, Freier Journalist, Berlin

 

 

 

 

 

 

Nominierungskommission Kinder & Jugend

 

 

v.l.n.r.:
Susanne Kapellusch
, VHS Schwerin
Fritz Schäfer, Freier Journalist, Dorsten
Tilmann P. Gangloff, Freier Journalist, Allensbach (Vorsitzender)
David Denk, Süddeutsche Zeitung, München
Kirsten Taylor, Freie Journalistin und Filmvermittlerin, Berlin

 

 

 

 

 

Update für den Grimme-Preis

Heute startet in Marl der Wettbewerb für den wichtigsten deutschen Fernsehpreis – mit reformiertem Statut

 

(Marl) Zum ersten Mal diskutieren die heute in Marl startenden Nominierungskommissionen des Grimme-Preises nicht mehr nur über Fernsehen. In seinem 52. Jahrgang öffnet sich Deutschlands wichtigster Fernsehpreis für die digitale Welt und bekommt eine vierte Kategorie für junges Programm. Erstmals wird eine eigene Kategorie „Kinder & Jugend“ neben den traditionellen Wettbewerbssparten „Fiktion“, „Information & Kultur“ und „Unterhaltung“ eingeführt. Außerdem sind künftig auch Produktionen zur Teilnahme am Wettbewerb berechtigt, die über neue technische Verbreitungswege wie Mediatheken, Streamingdienste oder Video-on-Demand veröffentlicht werden.

 

„Mit der Reform wollen wir den Grimme-Preis konsequent weiterentwickeln. Innovation und Qualität für gegenwärtiges und zukunftsweisendes Fernsehen sollen dabei im Zentrum des Preises stehen - egal auf welchem Weg der Inhalt verbreitet wird“, so die Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach.

 

Nach den neuen Statuten werden in den Kategorien „Fiktion“ sowie „Information & Kultur“ künftig je vier, in den Kategorien „Kinder & Jugend“ sowie „Unterhaltung“ künftig je zwei Grimme-Preise vergeben. Außerdem kann in jeder Kategorie künftig ein zusätzlicher Innovationspreis verliehen werden, in der Kategorie „Information & Kultur“ soll hier eine besondere journalistische Leistung im Vordergrund stehen. „Wir knüpfen damit an unser altes Grimme-Ethos an“, so Gerlach weiter, „es geht nicht nur darum, wie gut der Inhalt ist, sondern um sein zukunftsweisendes Potential. Und es geht um Mut, der öffentlich-rechtlichen wie privaten Sendern häufig abgesprochen wird. Zu Recht? Wir wollen genau hinschauen, wo es diesen Mut gibt und dieser Mut kann mit dem Grimme-Preis belohnt werden.“

 

Die neue Kategorie „Kinder und Jugend“ geht aus dem bisherigen Sonderpreis des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen hervor und wird auch weiterhin vom Ministerium unterstützt, indem die bisherige Förderung jetzt der neuen Kategorie zu Gute kommt. Die Umwidmung soll dem jungen Programm noch mehr Aufmerksamkeit verschaffen. „Die Kinderproduktionen fanden in den bestehenden Kategorien bisher kaum Platz. Wir sehen Kinder- und Jugendangebote aber als gleichberechtigtes Programmsegment“, so die Grimme-Direktorin.

 

Zu den weiteren Neuerungen gehören die Verminderung der Nachnominierungen von bislang drei auf nur noch eine Produktion je Kategorie und eine Neuaufstellung der Kategorie „Unterhaltung“, in der künftig keine fiktionalen Stoffe mehr berücksichtigt werden können: „Wir wollen die fiktionalen unterhaltenden Formate nicht in die Unterhaltung abschieben und außerdem wieder das klassische journalistische Stück, die Recherche und den Echtzeitjournalismus stärken und nicht immer nur das große dokumentarische Werk auszeichnen“, begründet Dr. Frauke Gerlach die Reformen.

 

Die Weiterentwicklung des Grimme-Preises war seit dem Frühjahr in mehreren Workshops mit Vertretern der Grimme-Jurys, der Medienbranche und mit dem Preisstifter, dem Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV), entwickelt worden.  „Der DVV als Stifter des Grimme-Preises begrüßt die neuen Statuten für die begehrteste Auszeichnung im deutschen Fernsehen und die eigene Kategorie für junges Programm. Dies ist eine Reform mit Augenmaß, die den neuen Möglichkeiten der digitalen Welt Rechnung trägt, ohne die Trennschärfe des Grimme-Preises und sein Alleinstellungsmerkmal als die Auszeichnung für Qualitätsfernsehen aufs Spiel zu setzen“, so Dr. Ernst Dieter Rossmann MdB, Vorsitzender des DVV.

 

Die neuen Statuten (www.grimme-preis.de/statut) finden ab sofort Anwendung. Aus den Ende Januar 2016 vorliegenden Nominierungen wählen die Jurys im Februar 2016 die Preisträger aus. Der 52. Grimme-Preis wird am 8. April 2016 im Theater der Stadt Marl verliehen.

Grimme-Preisverleihung 2015

Rund 900 Gäste feiern in Marl die Preisträger

 

 

Auch 2015 gibt sich die Branche in Marl ein Stelldichein: Rund 900 Gäste werden in der Stadt des Qualitätsfernsehens zur Preisverleihung des renommiertesten deutschen Fernsehpreises erwartet. Senderchefs, Regisseure, Autoren, Produzenten und Darsteller feiern die Preisträger und ihre Branche. Dabei steht die Verleihung der 51. Grimme-Preise in diesem Jahr natürlich auch im Zeichen des Flugzeugabsturzes in Frankreich, dessen Opfern – viele aus Marls Nachbarstadt Haltern – bei der Preisverleihung gedacht wird.

 

„Dieses Fernsehjahr war in ganz besonderer Weise vielfältig und zeigt erfreuliche Ansätze zu programmlichen Innovationen“, kommentiert Grimme-Direktorin Frauke Gerlach. Insgesamt werden in den drei Wettbewerbskategorien Fiktion, Information & Kultur sowie Unterhaltung zwölf Preise für herausragende TV-Produktionen vergeben. Dazu kommt der Sonderpreis des Landes NRW sowie die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbands (DVV), die in diesem Jahr an Ina Ruck (WDR) und Dietmar Ossenberg (ZDF) für ihre Leistungen als Auslandskorrespondenten verliehen wird.

 

2015 gibt es außerdem eine Premiere beim Grimme-Preis: Zum ersten Mal in der Geschichte der TV-Auszeichnung wird mit EinsLIVE-Wellenchef Jochen Rausch ein waschechter Radiomann mit der begehrten Trophäe ausgezeichnet. Rausch erhält den Preis stellvertretend für die WDR-Innovationsredaktion und den Input von EinsLive bei der Entwicklung der WDR/EinsFestival-Produktion „Mr Dicks - das erste wirklich subjektive Gesellschaftsmagazin“. Aus Anlass der Auszeichnung einer Sendung des ZDF-Kabaretts „Die Anstalt“, die sich mit der globalen Flüchtlingsproblematik befasst, hat die Piratenpartei vor der Preisverleihung zu einer Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik der Stadt Marl vor dem Theater aufgerufen.

 

Hier finden Sie weitere Bilder vom Presseempfang und der Preisverleihung bei flickr.

Impressionen der 51. Grimme-Preis-Verleihung

Preisträger Matthias Brandt und Christian Schwochow

 

Preisträger Ina Ruck und Dietmar Ossenberg

 

Preisträger Marc Wiese und Moderator Jörg Thadeusz

 

Preisträger Dietmar Ossenberg

 

Mark Scheibe & Die Romantische Band

 

Katharina von Schroeder von "Wir waren Rebellen": "Unglaublich, die Unabhängigkeit mitzubekommen und die Euphorie der Menschen!"

 

Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten,Europa und Medien über "Ab 18! 10 Wochen Sommer!": "Der Film hat eine Ästhetik, die Jugendliche anspricht."

 

Winfried Oelsner von "Akte D": "Gegen das ewig Gleiche, das man im Fernsehen sieht."

Thilo Jahn von "Mr. Dicks" über Elchurin, der high machen soll: "Es schmeckt gar nicht so gut, wie man denkt - und es macht übrigens auch nicht high."

 

 

Impressionen der Pressekonferenz zur Bekanntgabe der Preisträger des 51. Grimme-Preises 2015

 

Hier finden Sie die Pressemitteilung.

 

 

Gastgeber der heutigen Pressekonferenz: das Filmstudio Glückauf in Essen

 

Die Direktorin des Grimme-Instituts, Dr. Frauke Gerlach, im Interview

 

 Grimme-Preisträger Marc Wiese ("Camp 14") steht Rede und Antwort

 

Grimme-Preisträger Daniel Abma ("Nach Wriezen") stellt sich den Fotografen

 

Glückliche Preisträger: Das Team von "Mr. Dicks" Ulrich Krapp, Thilo Jahn und Matthias Murmann

 

 

 Dr. Frauke Gerlach im Gespräch

 

 

 Der neue Leiter des Grimme-Preises, Steffen Grimberg

 

 

 Alle Grimme-Preisträger auf einen Blick

 

 

Ulrich Aengenvoort, Verbandsdirektor des DVV, präsentiert die Besondere Ehrung

 

Die Gäste verfolgen gespannt die Präsentation

 

Fritz Wolf, Vorsitzender der Jury Information & Kultur

 

 Daniel Abma (Buch/Regie "Nach Wriezen")

 

Mark Wiese (Buch/Regie "Camp 14") und Steffen Grimberg

 

Dr. Gerd Hallenberger, Vorsitzender der Jury Unterhaltung und das Team von "Mr. Dicks"

 

Die Vorsitzende der Jury Fiktion, Prof. Anna Barbara Kurek mit Peter Hartwig, Produzent von "Der Fall Bruckner"

 

 

Was gehört dazu, wenn die Grimme-Preisträger 2015 in einem der ältesten Kinos Nordrhein-Westfalens bekannt gegeben werden? Eiskonfekt und Popcorn natürlich. Und die gab es für die im Filmstudio Glückauf im Essener Süden versammelten Presse gleich von der Institutsleitung höchstpersönlich: Grimme-Direktorin Frauke Gerlach bediente, assistiert von Preisreferent Steffen Grimberg, die Gäste zum Auftakt aus dem Bauchladen.


Doch Frauke Gerlach musste gleich in ihrer Einleitung auch auf „schwere Kost“ hinweisen: Die Beiträge in der Wettbewerbskategorie Information & Kultur seien nicht eben leicht konsumierbar: Flüchtlingselend, Bürgerkriege – „die globalen Krisen haben sind vor allem im öffentlich-rechtlichen Fernsehen beeindruckend  thematisiert worden“. Zwar habe das Fernsehjahr leider aktuelle innerpolitische Themen wie beispielsweise die NSU-Thematik vermissen lassen, aber dennoch qualitativ hochwertige Filme und Serien mit weitem inhaltlichen Spektrum hervorgebracht, so Gerlach.


Die Jury der Kategorie Unterhaltung hatte es in diesem Jahr besonders schwer - und das der Tatsache zum Trotz, dass die Nominierungskommission ihr Kontingent nicht ganz ausgeschöpft hatte. Gerlach lobte auch die große Bandbreite und Qualität in der Kategorie Fiktion, warf aber gleichzeitig die Frage auf, was Qualität in der TV-Fiktion ausmacht. Ein Diskurs, der während der Jurywoche aufgekommen sei - und „den das Grimme-Institut weiterführen wird.“ Als erfreulich stellte sie eine weitere Entwicklung fest, die insbesondere auf das Aufkommen multimedialer Projekte gemünzt werden kann. „Das Thema ‚Innovationen‘ zieht sich im Grunde wie ein roter Faden durch alle Kategorien“ sagte die Grimme-Chefin
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„Fernsehen als ganz dynamisches Gebilde“ stellte auch Grimberg in den Mittelpunkt. Durch die neuen Medien und deren Möglichkeiten „ergeben sich auch für die Grimme-Preisjurys ganz neue Herausforderungen“, so der Leiter des Preises. Auf diese Chancen und Herausforderungen will Grimme offensiv eingehen und überlegt zudem, eine neue Kategorie für Kinder- und Jugendbeiträge einzuführen.


Die Besondere Ehrung des Deutschen Volkshochschulverbandes (DVV), der als Stifter des Grimme-Preises fungiert, geht dieses Jahr an Ina Ruck und Dietmar Ossenberg für ihre Dienste in der Auslandsberichterstattung. „Wir leben in Zeiten großer internationaler Krisen“ sagte DVV-Direktor Ulrich Aengenvoort. „Die Zuschauer benötigen Unterstützung bei der Einordnung der Entwicklungen, um sich eigene Meinungen bilden zu können.“


Den Ausdruck des Tages prägte sicherlich Fritz Wolf, langjähriges Mitglied der Information&Kultur-Jury, der die Entwicklung „einer starken Tendenz zum Ich-Erzähler bis hin zum ‚dokumentarischen Selfie‘“ bei Dokumentationsprogrammen kritisierte. Diese Tendenz ließ sich bei den in diesem Jahr ausgezeichneten Werken weniger erkennen. Mit „Nach Wriezen“ gewann mit Daniel Abma ein Student der Filmuniversität Babelsberg auf Anhieb einen Grimme-Preis. Um sehr schwere Kost geht es in Marc Wieses „Camp 14- Total Control Zone“ - einer Doku über die Zustände in nordkoreanischen Arbeitslagern. „Ich war wie gespalten“ sagte der Filmemacher über die Situation im Interview mit einem Gefängniswärter dieser Lager. Natürlich sei es unglaublich schwierig, emotional mit den erhaltenen Informationen umzugehen, auf der anderen Seite sagte er, „jetzt habe ich den an einer Stelle, da weiß ich, jetzt habe ich einen Täter“.


Das Multimediaformat „Mr. Dicks“ erhielt einen Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung – und bewies, wie eng die früher getrennten Medien bereits aneinander gerückt sind. Denn für den Preis ausgezeichnet wird auch der Radiosender EinsLIVE, die Jugendwelle des WDR: „Wir haben uns mit den Kollegen zusammen getan, die für junges Fernsehen stehen und die haben das Ding gewuppt.“ beschrieb Ulrich Krapp von 1Live die Zusammenarbeit mit der bildundtonfabrik, bei der Pressekonferenz vertreten durch Thilo Jahn und Matthias Murmann.


Stellvertretend für die Grippe-geplagte Corinna Harfouch stand Produzent Peter Hartwig für seinen Grimme-Preis prämierten Film „Der Fall Bruckner“ Rede und Antwort. Durch die Zusammenarbeit mit Hans-Ullrich Krause, der eines der größten Kinderheime in Berlin-Brandenburg betreut, stellt der Film einen großen Realitätsbezug her. „Diesen (fiktiven) Fall Bruckner, den es da gibt, der ist für Herrn Krause Alltag“ so Hartwig.


Die Vorsitzende der Jury Fiktion, Anna Barbara Kurek, rief abschließend alle Sender zu mehr Mut bei ihren Produktionen auf. „Ein Aufruf an alle Sender, öffentlich-rechtlich und privat, weiter mutig zu sein. Die Filmemacher, die mich überzeugen, die sind mutig, die haben Hartnäckigkeit, die haben Herz und Humor.“


Die besten von ihnen können bei der Preisverleihung am 27. März in Marl ihre Trophäen in Empfang nehmen.

Grimme-Preis: Entscheidungen gefallen

Jörg Thadeusz moderiert die Preisverleihung am 27. März im Theater Marl

 

(Marl) Die Jurys des 51. Grimme-Preises haben heute in Marl ihre Arbeit abgeschlossen. Doch wer wissen will, wer in diesem Jahr die begehrteste deutsche Fernseh-Auszeichnung erhält, muss sich noch etwas gedulden. Die Preisträger werden am 4. März 2015 auf einer Pressekonferenz im Essener Tradionskino „Filmstudio Glückauf“ bekannt gegeben.

 

„Das Fernsehjahr 2014 war reich an Bewährtem, bot aber auch tolle Entdeckungen und Spannung bis zum Schluss. Das hat sich auch in den engagierten Jury-Diskussionen gezeigt“, fasste Grimme-Direktorin Frauke Gerlach das Ergebnis zusammen. Dass die Pressekonferenz zum Grimme-Preis in diesem Jahr in einem Essener Kino stattfindet, sei dabei kein Zufall: „Film und Fernsehen sind Geschwister und stehen beide in einem sich dynamisch entwickelten Mediensystem vor neuen Herausforderungen“, sagte Gerlach. „Mit der Wahl von Essen unterstreichen wir auch noch einmal ausdrücklich, dass der Grimme-Preis zum Ruhrgebiet gehört und im Ruhrgebiet bleibt. Die Auszeichnungen werden in diesem Jahr am 27. März im Theater Marl verliehen. „Wir können zwar noch nicht sagen, wer in diesem Jahr den Grimme-Preis bekommt, aber ein Geheimnis können wir schon heute lüften“, so Gerlach weiter: „Wir freuen uns, dass in diesem Jahr ARD-Moderator Jörg Thadeusz durch die Preisverleihung führt. Seine charmant-ironische Art, sein Witz und sein Esprit passen perfekt zu Grimme“. Den musikalischen Part übernimmt in diesem Jahr der aus TV-Sendungen wie „Buten und Binnen“ und „extra3“ bekannte Komponist und Sänger Mark Scheibe.

 

 

Pressekonferenz zur Bekanntgabe der Preisträger des
51. Grimme-Preises

Datum: Mittwoch, 04. März 2015
Ort: Filmstudio Glückauf Essen
Rüttenscheider Str. 2, 45128 Essen
Zeit: 11:00-ca. 13:00 Uhr

 

 

Veränderungen in der Jury Fiktion

Die Jurys des 51. Grimme-Preises haben heute in Marl ihre Arbeit abgeschlossen. Bei der Jury Fiktion trat Juror Jochen Hieber unmittelbar vor Schlussabstimmung zurück.

„Die Jury bedauert das Ausscheiden von Herrn Hieber, der trotz mehrfacher Bitten bei seinem Entschluss blieb, die Jury zu verlassen“, sagte die Jury-Vorsitzende Prof. Anna Kurek: „Ich finde das sehr schade, weil Herrn Hiebers Urteil und seine Beiträge die Juryarbeit wie immer bereichert haben.“

„Grund für den Rückzug waren unterschiedliche Vorstellungen über den Zeitpunkt der Schlussabstimmung“, so Kurek. „Der Vorschlag von Herrn Hieber, die Schlussabstimmung zu einem späteren Zeitpunkt durchzuführen, fand keine Mehrheit in der elfköpfigen Jury.“

Die Preisvergabe im Wettbewerbssegment Fiktion ist durch den Rücktritt in keiner Weise berührt und wurde gemäß der Wettbewerbssatzung vollzogen.

 

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