Wettbewerb Information & Kultur/Spezial 2013

Die Nominierungen


Ein Klempner für tausend Seelen (BR)

37 Grad: Mensch Gottfried (ZDF)
Hoffenheim – Das Leben ist kein Heimspiel (ZDF)
Seelenvögel (WDR)
Im fliegenden Sarg (SWR)
Die Story im Ersten: Gott hat hohe Nebenkosten (WDR)
Ein deutscher Boxer (NDR/SWR)
Die deutsche Lady Jazz (NDR/ARTE)
Arbeit Heimat Opel (WDR)
Kolumbiens Trauma (ZDf/ARTE)
Unter Kontrolle (WDR/ARTE)
VaterIandsverräter (ZDF/ARTE)
Von Computern und anderen Menschen (BR)
Nach dem Brand (NDR)
Lawinen der Erinnerung (SWR/ARTE/WDR)
Propaganda, Hass, Mord - Die Geschichte des rechten Terrors in Europa (MDR/ARTE)
Gemachte Armut (SWR/ARTE)
Die große Passion (BR)
zdf.kulturpalast (ZDFkultur/ZDF)

Serien & Mehrteiler


Bücher und Moor. Die Literatursendung (rbb)

Lebt wohl, Genossen (ZDF/ARTE/rbb)
Augstein und Blome (Phoenix)

Spezial


Kathrin Brinkmann, Simon Ofenloch und Oliver Schwehm für die Konzeption und Programmgestaltung  des ARTE Thementags „Schwarz-weiß hat viele Farben“ (ZDF/ARTE)

Eric Friedler als bester Dokumentarfilmer des TV Jahres 2012 (1. Der Sturz – Honeckers Ende, 2. Ein deutscher Boxer, 3. Nichts als die Wahrheit – 30 Jahre Die Toten Hosen) (NDR)

Bettina Braun für die filmische Langzeitbeobachtung in der Dokumentar-Trilogie „Was lebst du? – Was du willst – Wo stehst du?“ (ZDF)

Stablisten

Ein Klempner für tausend Seelen (BR)

Federführender Sender: BR
Buch/Regie: Anastasia Vinokurova
Kamera: Natalia Pavlovskaja
Schnitt: Gines Olivares
Ton: Eugeni Goriainov
Produktion: Hanfgarn & Ufer
Redaktion: Sonja Scheider
Erstausstrahlung: Mi., 04.07.2012, 23.40 Uhr, BR
Sendelänge: 58’

 

Mehrere tausend Kilometer Abflussrohre, undichte Kloschüsseln, geborstene Wasserleitungen und viele Geschichten. Klempner Andrej betreut 6 Hochhäuser mit insgesamt über 4.000 Wohnungen in einem Moskauer Plattenbaubezirk. Oft sehnlich erwartet, aber auch gefürchtet, denn vor einem Klempner sind alle gleich - egal ob erfolgreicher Businessman oder einsame Rentnerin.

 

37 Grad: Mensch Gottfried (ZDF)

Federführender Sender: ZDF
Buch/Regie: Gregor Bialas
Kamera: Gregor Bialas
Schnitt: Barbara Bialas
Ton: Bruno Hebestreit
Produktion: ZDF
Redaktion: Alexander Hesse
Erstausstrahlung: Di. 26.06.2012, 22. 15 Uhr, ZDF
Sendelänge: 43’

 

Gottfried lebt auf einem Hof in Niedersachsen wie die Menschen vor Jahrhunderten. Seine Kleidung wäscht er mit Bachwasser und Asche. Sein Geschirr leckt er ab, anschließend spült er es in einer Regenwasser-Molke-Mischung. Er verzichtet auf fließend Wasser, statt eines WC benutzt er einen Blecheimer. 37 Grad begleitet den Aussteiger durch seine Welt, die urtümlicher mitten in Deutschland heute kaum sein könnte.

 

Hoffenheim – Das Leben ist kein Heimspiel (ZDF)

Federführender Sender: ZDF
Buch/Regie: Rouven Rech, Frank Marten Pfeiffer
Kamera: Frank Marten Pfeiffer
Schnitt: Catrin Vogt
Ton: Rouven Rech
Musik: Arne Schumann, Josef Bach
Produktion: Sommerhaus Filmproduktion
Redaktion: Lucas Schmidt, Frank Seyberth
Erstausstrahlung: Mo. 04.06.2012, 23.55 Uhr, ZDF
Sendelänge: 89’

 

Märchenhafter Aufstieg eines Dorfvereins oder einfach eine clevere Geschäftsidee? "Hoffenheim - Das Leben ist kein Heimspiel" zeigt die TSG 1899 Hoffenheim bei ihrem Sturm auf die 1. Bundesliga und begleitet die beteiligten Akteure in ihrem nicht ganz alltäglichen Alltag: den leidenschaftlich engagierten Geschäftsführer Jochen A. Rotthaus beim Hürdenlauf in der Provinz, den angesichts des rasanten Tempos verunsicherten Ur-Fans Torro beim Kampf um seine Liebe und den Mäzen des Fußballtraums bei der Suche nach Anerkennung für sein Hoffenheimer Lebenswerk.

 

Seelenvögel (WDR)

Federführender Sender:
Buch/Regie: Thomas Riedelsheimer
Kamera: Thomas Riedelsheimer
Schnitt: Thomas Riedelsheimer
Ton: Anna Brass
Musik: Marina Schlagintweit, André Buttler, Max Hundelshausen, Elischa Kaminer
Produktion: Filmpunkt
Produzent: Stefan Tolz, Thomas Riedelsheimer
Redaktion: Jutta Krug
Erstausstrahlung: Mit. 21.11.2012, 0.00 Uhr, DasErste
Sendelänge: 90’

 

Für die 15-jährige Pauline, den 10-jährigen Richard und den 6-jährigen Lenni bedeutet „leben“ etwas Besonderes. Sie sind an Leukämie erkrankt und müssen sich mit dem Tod auseinandersetzen. Pauline schreibt Gedichte, Richard weiß alles über seine Krankheit und Lenni füllt mit seinem Charme mühelos einen Raum. Drei starke junge Menschen mit ihren Plänen, Hoffnungen, Erfolgen und Niederlagen. Eine ungewöhnliche, filmische Annährung an eine unvorstellbare Situation, in der nicht die Krankheit im Vordergrund steht, sondern die Suche nach der Kraft und Energie des Lebens.

 

Im fliegenden Sarg (SWR)

Federführender Sender: SWR
Buch/Regie: Ebbo Demant, Ingo Helm
Kamera: Assem A. Talmassani, Jürgen Bolz
Schnitt: Karen Bohnenkamp
Ton: Manfred Schmidt, Marc Schmieder
Produktion: SWR
Redaktion: Dr. Martin Rupps
Erstausstrahlung: Mi., 17.10.2012, 20.15 Uhr, 3sat
Sendelänge: 97’

 

Zwischen dem 13. und 17. Oktober 1977 befand sich die Lufthansa-Maschine "Landshut" mit 82 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern in der Gewalt von palästinensischen Terroristen. Der Film "Im fliegenden Sarg" erzählt die Ereignisse an Bord des Flugzeuges aus dem Blickwinkel der Geiseln und folgt dabei nicht den bekannten äußeren Ereignissen, sondern dem inneren Erleben der Passagiere.

 

Die Story im Ersten: Gott hat hohe Nebenkosten (WDR)

Federführender Sender: WDR
Buch/Regie: Eva Müller
Kamera: Christa Ahrens
Schnitt: Olaf Strecker
Ton: Frank Emonds
Musik: Stefan Ziethen
Animation: Fa. Bildundtonfabrik, Michael König und Matthias Gerding
Sprecher: Elisabeth Hartmann, Michael Müller
Produktion: Axel Greinert
Produzent: WDR
Redaktion: Jo Angerer
Erstausstrahlung: Mo, 26.11.2012, 22:45h, DasErste
Sendelänge: 43’

Bernadette K. wurde als Leiterin eines katholischen Kindergartens entlassen, weil sie sich von ihrem Mann trennte und zu einem neuen Partner zog. Ehebruch. Ein Verstoß gegen die Loyalität zur ihrem Arbeitgeber, hatte die Kirche entschieden. Wie Bernadette K. arbeiten weit über eine Million Menschen in sozialen Einrichtungen für die Kirchen - in Kindergärten, Krankenhäusern, Schulen und Altenheimen. Sie alle unterliegen einem besonderen Arbeitsrecht. Autorin Eva Müller machte sich auf die Suche. Sie sprach mit Bernadette K. und den Kirchenvertretern, die ihr kündigten, und sie zeigt in ihrer Dokumentation auf, welche Sonderrechte die Kirche hat, woher die Kirche ihr Geld bekommt und was sie damit macht.

 

Ein deutscher Boxer (NDR/SWR)

Federführender Sender: NDR
Buch und Regie: Eric Friedler
Schnitt: Andrea Schröder-Jahn
Kamera: Frank Groth, Thomas Schäfer
Ton: Rainer Kakoschke, Thomas Lienau
Produktionsleitung: Reiner Milker
Redaktion: Patricia Schlesinger (NDR), Fritz Frey (SWR)
Producer: Silke Schütze
Erstausstrahlung: Di., 12.06.2012 um 23.45 Uhr, DasErste
Sendelänge: 90’

 

Schwarzer, Boxer, deutscher Meister: Charly Graf wird 1951 im sozialen Brennpunkt Mannheim-Waldhof als unehelicher Sohn einer ungelernten Arbeiterin und eines schwarzen US-Soldaten geboren und wächst in den so genannten Benz-Baracken auf. Rückblickend wird er sein Leben als ewigen Kampf bezeichnen. Eric Friedler widmet sich mit seinem Film „Ein deutscher Boxer“ einer besonderen Lebensgeschichte und einer außergewöhnlichen Sportlerkarriere.

 

 

Die deutsche Lady Jazz (NDR/ARTE)

Federführender Sender: ARTE
Buch/Regie: Marc Boettcher
Kamera: Oliver Staack, Manuel Piper
Schnitt: Marian Piper
Ton: Felix Runge, Monika Allegretti
Produktion: MB-Film
Redaktion: Claudia Cellarius
Erstausstrahlung: Mi., 05.12.2012, 21.55 Uhr, ARTE
Sendelänge: 52‘

 

Musik-Portrait: Inge Brandenburg galt in den 1950er Jahren als Europas beste Jazz-Sängerin und wurde 1960 auch als solche in Frankreich ausgezeichnet. Doch die bundesdeutsche Nachkriegs-Musikindustrie hat anderes mit ihr vor: ihre Jazz-Platten gelten als kommerziell nicht erfolgreich und Brandenburg wird mehr und mehr in die Welt des Schlagers hineingezwängt. Die Fans wenden sich dennoch von ihr ab, erst in den 1990ern gelingt ihr ein Comeback.


Arbeit Heimat Opel (WDR)

Federführender Sender: WDR
Buch/Regie: Ulrike Franke, Michael Loeken
Kamera: Jörg Adams, Michael Loeken, Reinhard Köcher, Dieter Stürmer
Schnitt: Bert Schmitt
Ton: Filipp Forberg, Axel Schmidt
Produktion: filmproduktion loekenfranke
Produzent: Ulrike Franke, Michael Loeken
Redaktion: Jutta Krug
Erstausstrahlung: Do. 13.12.2012, 23.15 Uhr, WDR
Sendelänge: 89’

Arbeit Heimat Opel portraitiert sechs Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren, die 2009 ihre Ausbildung zum Industriemechaniker im Bochumer Opel-Werk beginnen. Während sie mit einem neuen Lebensabschnitt, dem Start ins Berufsleben und dem nahenden Ende der Geborgenheit des Elternhauses umgehen müssen, gerät Opel immer tiefer in den Strudel der internationalen Finanzkrise und damit unter wirtschaftlichen Druck.


Kolumbiens Trauma (ZDF/ARTE)

Federführender Sender: ARTE
Buch/Regie: Miguel Salazar, Angus Gibson
Kamera: Mauricio Vidal
Schnitt: Megan Gill
Musik: Camilo Sanabria
Produktion: Pumpernickel Films
Produzent: Christoph Jörg
Redaktion: Martin Pieper
Erstausstrahlung: Di., 10.04.2012, 22.05 Uhr, ARTE
Sendelänge: 88’

1985 besetzen Mitglieder der M-19-Guerilla den Justizpalast in Bogotá, da die Regierung Abkommen verletzt hat. Sie nehmen Hunderte Geiseln, darunter fast alle obersten Richter. Die Regierung lässt das Gebäude vom Militär stürmen, fast 100 Menschen sterben, zwölf werden vermisst. Erst 25 Jahre später wird dem Einsatzleiter Oberst Plazas Vega der Prozess gemacht. Der Dokumentarfilm folgt der handlungsreichen Geschichte, die das Fernsehen damals live übertrug, vom Tag des Sturms auf den Justizpalast, bis zum Drama im Gerichtssaal während des Prozesses gegen Oberst Plazas Vega 25 Jahre nach den tragischen Ereignissen.

 

Unter Kontrolle (WDR/ARTE)

Federführender Sender: WDR
Buch/Regie: Volker Sattel
Kamera: Volker Sattel
Schnitt: Stephan Krumbiegel, Volker Sattel
Ton: Nikolaus Woernle, Filipp Forberg
Musik: Tim Elzer, Nokolaus Woernle
Produktion: Credofilm
Produzent: Susann Schimk, Jörg Trentmann
Redaktion: Jutta Krug (WDR); Sabine Rollberg (WDR/ARTE)
Erstausstrahlung: Di., 19.06.2012, 23.10 Uhr, ARTE
Sendelänge: 97‘

Der Traum von einer sorgenfreien, sauberen Atomkraft ist ausgeträumt. Der tiefe Glaube an den unaufhaltsamen technischen Fortschritt ist nachhaltig erschüttert. Doch keiner weiß, was hinter den Mauern der Kernkraftwerke passiert. Gezeigt werden Menschen an Arbeitsplätzen im scheinbar selbstverständlichen Umgang mit der gefährlichsten Materie der Welt.

 

VaterIandsverräter (ZDF/ARTE)

Federführender Sender: ARTE
Buch/Regie: Annekatrin Hendel
Kamera: Johann Feindt, Martin Langner, Jule Catinka Cramer
Schnitt: Jörg Hauschild
Ton: Paul Oberle, Nic Nagel
Musik: Louis Rastig
Sprecher: Stefan Kowalski
Produktion: It Works ! Medien
Produzent: Maria Wischnewski
Redaktion: Anne Even (ZDF), Christian Cools (ARTE)
Erstausstrahlung: Mi., 20.03.2012, ARTE
Sendelänge: 95’

Wenn man etwas nicht mehr hören kann, dann ist das wohl die Geschichte eines informellen Mitarbeiters (IM) der ehemaligen DDR-Staatssicherheit. Und wenn der Arbeiterdichter, Gigolo, Stasispitzel und Einsiedlers Paul Gratzik etwas nicht mehr erzählen will, dann ist das seine Geschichte, die sich wie aus einem Katalog der Extreme liest.


Von Computern und anderen Menschen (BR)

Federführender Sender: BR
Buch/Regie: Jens Schanze
Kamera: Börres Weiffenbach
Schnitt: Jens Schanze, Jörg Hommer
Ton: Mauricio Wells, Helge Haack
Musik: Rainer Bartesch
Produktion: Mascha Film, Judith Malek-Mahdavi & Jens Schanze GbR
Produzent: Judith Malek-Mahdavi, Jens Schanze
Redaktion: Petra Felber
Erstausstrahlung: Mi., 18.01.2012, 23.40, BR
Sendelänge: 90’

Joseph Weizenbaum, einst gefeierter Star der Computerszene, entwickelt er sich in den frühen 70er-Jahren zum schärfsten Kritiker der technologischen Allmachtsvisionen des Menschen. Während er kritisches Denken kultiviert, verfolgen Computer- und Robotik-experten auf der ganzen Welt unbeirrt ein Ziel: Die Erschaffung menschlicher Roboter.

 

Nach dem Brand (NDR)

Buch/Regie: Malou Berlin
Kamera: Susanne Dzeik
Schnitt: Carsten Does, Sebastian Winkels
Ton: Rene Paulokat
Produktion: Credo:film
Produzent: Susann Schimk, Jörg Trentmann
Redaktion: Barbara Denz
Erstausstrahlung: Di. 20.11.2012, 0.00 Uhr
Sendelänge: 50’

Am 23. November 1992 legen Neonazis in Mölln einen Brand im Haus der türkischstämmigen Familie Arslan. Drei Familienangehörige kommen in den Flammen ums Leben. 20 Jahre nach dem Anschlag ringt die Familie noch immer mit den Folgen der erlebten Gewalt ringt und droht an der Sinnlosigkeit ihres Verlustes zu scheitern.

 

Lawinen der Erinnerung (SWR/ARTE/WDR)

Federführender Sender: SWR
Buch/Regie: Dominik Graf
Kamera: Martin Farkas, Hans-Florian Hopfner, Elias Förg
Schnitt: Rolf Wilhelm
Ton: Quirin Böhm, Florian Bschorr
Musik: Sven Rossenbach, Florian van Volxem
Sprecher: Dominik Graf
Produktion: MEGAHERZ
Produzent: Franz X. Gernstl, Fidelis Mager
Producerin: Julia Geyer
Redaktion: Martina Zöllner
Erstausstrahlung: Mi., 19.09.2012, 21.55 Uhr, ARTE
Sendelänge: 90’

Oliver Storz war ein vielfach ausgezeichneter Dramaturg, Drehbuchautor und Regisseur - einer der Großen in der deutschen Mediengeschichte. Sein Lebensthema: die Erinnerung an die Zeit, in der Deutschland unter Adolf Hitler im Chaos versank. Ein Doku-Essay von Dominik Graf aus historischem Originalmaterial, Filmzitaten und neu gedrehten Spielszenen.

 

Propaganda, Hass, Mord - Die Geschichte des rechten Terrors in Europa (MDR/ARTE)

Federführender Sender: MDR
Buch/Regie: Rainer Fromm, Rolf-Axel Kriszun
Kamera: Ernst Krell
Schnitt: Christoph Karsch
Ton: Franz Hangauer
Musik: Nikolai Tamás, Jean-Marie Gilles
Produktion: Frank Seidel
Erstausstrahlung: Di., 13.11.2012; 22:30 Uhr, ARTE
Sendelänge: 59’

 

Die Dokumentation rekonstruiert, ausgehend vom Massaker des Norwegers Anders Breivik und den NSU-Morde in Deutschland, erstmalig die Geschichte des rechten Terrors in Europa, die Ende der 1960er Jahre begann. Als sich mit dem Fall der Mauer auch Neonazis aus Ost- und Westdeutschland vereinigten, wirkte jene braune Gemeinschaft über die Grenzen hinweg wie ein Brandbeschleuniger. Entstanden ist ein europaweites Netzwerk militante Rechtsextremisten mit einem klaren Ziel: Kampf für einen Kontinent „der weißen Vaterländer". Militanter Nationalismus und Ausländer-Hass munden dabei in eine Gewalt, die in Europa bereits unzählige Opfer gefordert hat und zur alltäglichen Bedrohung geworden ist.

 

Gemachte Armut (SWR/ARTE)

Federführender Sender: SWR
Buch/Regie: Lourdes Picareta
Kamera: Thomas Schäfer
Schnitt: Karl-Heinz Satzger
Ton: Jannis Kampouridis, Johann Dick
Produktion: Brigitte Aigner
Redaktion: Roberto Sanchez (SWR), Claudia Bucher (ARTE)
Erstausstrahlung: Di., 27.11.2012, 22.05 Uhr, ARTE
Sendelänge: 60‘

Die Armut, die in Westeuropa lange als überwunden galt, ist mit aller Schärfe zurückgekehrt. In Spanien ist die Lage besonders bedenklich, aber auch in Deutschland und Frankreich nimmt die Zahl der Armen zu. Eine Änderung ist nicht in Sicht, denn Armut wird "vererbt": Schon Kinder geraten in den Kreislauf von sozialer Abhängigkeit und Perspektivlosigkeit.

 

Die große Passion (BR)

Die große Passion (BR) // nachnominiert

Federführender Sender: BR
Buch/Regie: Jörg Adolph
Kamera: Daniel Schönauer
Schnitt: Anja Pohl
Produktion: ifProductions
Produzent: Ingo Fliess
Redaktion: Petra Felber
Erstausstrahlung: Fr., 6.4.2012, 22.50 Uhr, BR
Sendelänge: 145’

Ein Dokumentarfilm im Stil des Direct Cinema über die legendären Oberammergauer Passionsspiele. Von den Vorbereitungen 2008 bis zur letzten Aufführung im Herbst 2010. Im Zentrum steht Christian Stückl, ein besessener Theatermacher, der mit einer jahrhundertealten Tradition und den Herausforderungen der Realität eines bayerischen Dorfes ringt. DIE GROSSE PASSION zeigt das Leben hinter der Schauseite des Bibelspektakels im Spannungsfeld zwischen Kommerz und Kunst, Provinz und großer Welt, Gott und Menschen.

zdf.kulturpalast (ZDFkultur/ZDF)

zdf.kulturpalast (ZDFkultur/ZDF) // nachnominiert

Federführender Sender: ZDF
Buch/Regie: Karsten Gravert
Moderation: Pegah Ferydoni, Nina Sonnenberg
Produktion: Kobalt Productions
Redaktion: Bettina Petry, Jürgen Heimbach
Erstausstrahlung: immer donnerstags, 21.45 Uhr, ZDFkultur
Sendelänge: 30’

Die Moderatorinnen stellen in ihrer Sendung „zdf.kulturpalast“ immer donnerstags verschiedene Themen aus den Bereichen Hoch-, Pop- und Netzkultur vor. Die Sendung wird zu einer subjektiven, amüsanten und vielschichtigen, manchmal auch bösen Erzählung aus der Welt der Performing Arts.

Serien & Mehrteiler

Bücher und Moor. Die Literatursendung (rbb)

Federführender Sender: rbb
Buch/Regie: Tim Evers, Bettina Lehnert, Julia Riedhammer, Christine Thalmann
Kamera: Holger Braune, Michael Khano, Jens Staeder, Alexander Seidenstücker
Schnitt: Franka Pohl
Ton: Guido Bornemann, Florian Henke, Bianca Schulze, Christoph Waury
Moderation: Dieter Moor, Christine Thalmann
Produktion: rbb, Kobalt
Redaktion: Liane von Pein, Christine Thalmann
Erstausstrahlung: ab Do., 13.09.2012, 22.45 Uhr, rbb
Sendelänge: 45’

 

In der neuen Literatursendung im rbb Fernsehen trifft Dieter Moor jeweils auf eine/n Prominente/n, um mit ihr oder ihm über das Lesen, die Liebe zur Literatur und die Bücher des Herbstes zu sprechen. Und Literaturagentin Christine Thalmann drei Neuerscheinungen vor. Am Ende darf jeder Prominente entscheiden, welchen der Romane er zuerst lesen möchte.

 

Lebt wohl, Genossen (ZDF/ARTE/rbb)

Federführender Sender: ARTE, ARTE France, Arte G.E.I.E.
Buch: György Dalos, Jean-Francois Colosimo, Andreï Nekrasov
Regie: Andreï Nekrasov
Kamera: Sorin Dragoi, Andrei Erastov, Roman Ielensky
Schnitt: Lena Rem
Ton: Angar Frerich, Bernhard Köpke
Produktion: Gebrueder Beetz Filmproduktion, Artline Films
Produzent: Christian Beetz, Oliver Mille, Georg Tschurtschenthaler
Redaktion: Martin Pieper, Peter Gottschalk, Elisabeth Hulten, Rolf Bergmann
Erstausstrahlung: ab Di., 24.01.2012, 21.50 Uhr, ARTE
Sendelänge: je 50‘

 

Ausgehend vom historischen Höhepunkt der kommunistischen Machtausdehnung im Jahr 1975, erzählt die sechsteilige Dokumentation in einem nur 16 Jahre dauernden Countdown den Zusammenbruch des Sowjetischen Imperiums 1991: aus der Perspektive der Menschen die ihn erlebt, bewirkt oder zu verhindern versucht haben.

 

Augstein und Blome (Phoenix)

Idee/Konzept: Michael Hirz
Buch: Jakob Augstein, Nikolaus Blome
Moderation: Nikolaus Blome, Jakob Augstein
Redaktion: Martin Priess
Redaktionsleitung: Michaela Kolster, Michael Hirz
Erstausstrahlung: immer freitags, 23:50h
Sendelänge: 10’

 

Nikolaus Blome, Leiter des Hauptstadtbüros der "Bild", und Jakob Augstein, Verleger der linken Wochenzeitung "der Freitag", liefern sich beide immer freitags einen Schlagabtausch über das Thema der Woche und diskutieren über die "richtige" politische Interpretation der Ereignisse.


Spezial

Kathrin Brinkmann, Simon Ofenloch und Oliver Schwehm für die Konzeption und Programmgestaltung  des ARTE Thementags „Schwarz-weiß hat viele Farben“ (ZDF/ARTE)

Eric Friedler als bester Dokumentarfilmer des TV Jahres 2012 (1. Der Sturz – Honeckers Ende, 2. Ein deutscher Boxer, 3. Nichts als die Wahrheit – 30 Jahre Die Toten Hosen) (NDR)

Bettina Braun für die filmische Langzeitbeobachtung in der Dokumentar-Trilogie „Was lebst du? – Was du willst – Wo stehst du?“ (ZDF)