Grimme Online Award 2006

Zum sechsten Mal wurde der Grimme Online Award im Jahr 2006 verliehen. Unter den Preisträgern dominieren die "Eigengewächse des Internet" (Spiegel Online) - Angebote, die unabhängig, ohne die Unterstützung großer Verlage oder Unternehmen arbeiten.
Aus 24 Nominierten wählte die Jury insgesamt sieben Preisträger aus. Kreative neue Formen der Unterhaltung wie das Internet-Fernsehen "Ehrensenf" waren dabei genauso vertreten wie wegweisende Weblogs, etwa "Riesenmaschine", aktuelle Partizipationsangebote, zum Beispiel das Jugendmagazin "jetzt.de", oder neue journalistische Web-Formate wie "Worldtrip.tv".

Grimme Online Award: Preisverleihung 2006

Bildergalerie der Preisverleihung 2006

Preisträger

Preisträger des »Grimme Online Award Information«

Preisträger des »Grimme Online Award Wissen und Bildung«

Preisträger des »Grimme Online Award Kultur und Unterhaltung«

Preisträger des »Grimme Online Award Spezial«

Preisträger des »Intel Publikums-Preis 2006«

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Screenshot von iRights-Info

Preisträger des Grimme Online Award Information

iRights.info

Preis an „iRights.info“, verliehen für Projektleitung und Redaktion.

Internetadresse: www.irights.info

Anbieter: Mikro e.V.

Gesamtverantwortung / Projektleiter: Dr. Volker Grassmuck

Redaktion:
Valie Djordjevic, Robert A. Gehring, Till Kreutzer, Matthias Spielkamp

Gestaltung: Christine Gundelach (diesachbearbeiter.de)

Realisierung/Web-Programmierung: Stefan Schreck

Beschreibung:
Sind Privatkopierer Verbrecher? Macht sich strafbar, wer eine CD brennt? Oder sich den Film der Woche auf der Festplatte speichert? Das zu beantworten, ist für Laien so schwer wie nie zuvor, denn das Urheberrecht gibt bisweilen selbst Juristen Rätsel auf. iRights.info, das Informationsangebot zum Urheberrecht in der digitalen Welt, bietet umfassende Orientierung.

Begründung der Jury:
Sich im 21. Jahrhundert an Musik, Filmen oder Software zu erfreuen, ist ein schwieriges Unterfangen. Gesetzgeber verwirren den Konsumenten mit ersten und zweiten Novellierungskörben, Lobbyverbände der Unterhaltungsindustrie drohen in ihren Kampagnen mit Handschellen und Haftstrafen, während beim so genannten digitalen Rechtemanagement (DRM) jeder Anbieter sein eigenes Süppchen kocht und so das Nervenkostüm des Verbrauchers bei jedem Kauf erneut auf Strapazierfähigkeit testet.

Das Angebot iRights.info leistet in diesem Dickicht, das oft genug selbst Juristen Rätsel aufgibt, vorbildliche Orientierungsarbeit. In angenehm unaufgeregter Tonalität und in verständlicher Sprache klärt die Website all jene Alltagsprobleme, die zwischen CD-Brenner, DVD-Ländercode und MP3-Download auftauchen. iRights geht über lexikalische Ausführungen hinaus und nutzt die Dialogfähigkeit des Netzes zur Beantwortung konkreter Fragen.

iRights.info informiert nicht nur Konsumenten, sondern richtet sich mit praktischer Hilfestellung auch an Produzenten digitaler Werke, seien es Musiker, Filmemacher, Podcaster oder Autoren, und leistet so einen wertvollen Beitrag zur digitalen Kultur.

Mit der Auszeichnung artikuliert die Jury auch ihre Hoffnung, dass dieses wichtige Aufklärungsangebot die künftigen Entwicklungen weiterhin kritisch begleiten wird, und so dazu beiträgt, möglichst vielen Menschen den Umgang mit digitalen Medien zu erleichtern.
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Screenshot von jetzt.de

jetzt.de

Preis an "jetzt.de", verliehen für Gesamtverantwortung und Redaktion.

Internetadresse: www.jetzt.de

Anbieter: Magazin Verlagsgesellschaft SZ mbH

Redaktionsleitung: Dirk von Gehlen

Objektleitung: Rainer Kerl

Beschreibung:
Die Jugendwebseite der Süddeutschen Zeitung wählt täglich interessante Texte aus der SZ aus, ergänzt sie um ansprechende Themen für ihre jugendlichen Adressaten und bietet diesen vielfältige Möglichkeiten für eigene Beiträge. jetzt.de ist seit 1995 im Netz aktiv und greift seitdem kontinuierlich die neusten Entwicklungen auf. So gibt es Blogs bereits seit 2001. Im Rahmen des letzten Relaunchs im Dezember 2005 führte jetzt.de als einer der ersten im deutschsprachigen Internet Tag-Clouds (gewichtete Stichwörter) ein.

Begründung der Jury:
jetzt.de ist das Jugend-Magazin der Süddeutschen Zeitung im Internet. Ausgewählte Artikel werden dem Infopool der Redaktion der Süddeutschen Zeitung entnommen, neu sortiert und ergänzt. Daraus entsteht eine neue Nomenklatur, die nicht mehr der Struktur einer Zeitung, sondern der Erwartungshaltung ihrer Adressaten folgt. Die Site weist eine hohe Tagesaktualität auf, die dem Rezeptionsverhalten der Nutzer entsprechend aufbereitet ist und von ihnen maßgeblich mitgestaltet wird.

Diese Form eines „partizipativen Online-Magazins“ motiviert die Nutzer und eliminiert die Kluft zwischen dem passiven Nachrichtenkonsum einerseits und einer Selbstbeteiligung andererseits, sei es in Form einer Kommentierung von Nachrichten, der Platzierung von eigenen News oder durch zahlreiche Blogs. Informationen werden den Themen Macht, Pop, Sex, Job, Kultur, Technik, Leben zugeordnet und durch eine eigene Redaktion ergänzt. Die durchgehende Gestaltung des redaktionellen Bereichs und der Kommentare der User animiert zu einer unkomplizierten und hohen Nutzerbeteiligung. Der Redaktion ist es dadurch gelungen, eine funktionierende und lebendige Community mit hoher Beteiligung zu etablieren.

Die Site macht formal einen sehr einheitlichen Gesamteindruck und ist ausgesprochen übersichtlich gestaltet. Die Typografie und das Verhältnis zwischen Text und Bild sind der Bildschirmrezeption angepasst. An einigen Stellen wird die Gestaltung als Signal eingesetzt: So wird die Beliebtheit der einzelnen Bereiche des Internetmagazins – Labels genannt – durch unterschiedliche Schriftgrößen angezeigt.

Die Entscheidung der Jury würdigt den Gesamteindruck der Site, d.h. ihre redaktionelle Qualität, die verbunden ist mit ihrer kommunikativen Öffnung und dem hohen Beteiligungsgrad ihrer jugendlichen Nutzer, sowie die funktionale, durchgängig auf einigen wesentlichen Elementen aufbauende Gestaltung.
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Screenshot Blinde Kuh

Preisträger des Grimme Online Award Wissen und Bildung

Blinde Kuh

Preis an „Blinde Kuh“, verliehen für Projektentwicklung und Redaktion.

Internetadresse: www.blinde-kuh.de

Anbieter: Blinde Kuh e.V.

Geschäftsführung: Stefan R. Müller

Redaktion: Birgit Bachmann

Beschreibung:
Als ehrenamtliches Projekt 1997 gegründet, gilt die „Blinde Kuh“ inzwischen als eine der wichtigsten Kinder-Websites im deutschsprachigen Internet. Sie bietet Kindern einen adäquaten Zugang zur Online-Welt, aufbereitet nach Themenfeldern und mit vielen zusätzlichen (Inter-)Aktionsmöglichkeiten. Die Blinde Kuh wird seit 2004 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und hat ihr Angebot mit einem aktuellen Relaunch umfassend erweitert.

Begründung der Jury:
Die Jury vergibt einen GRIMME ONLINE AWARD an die Website Blinde Kuh und würdigt damit deren innovatives, vorbildliches Engagement für Kinder im Netz. Seit ihrer Gründung ist die Kindersuchmaschine konsequent weiterentwickelt und den Bedürfnissen der Nachwuchs-Surfer angepasst worden: Die schwierige Aufgabe – Funktionen einer Internetsuchmaschine und Schutz der Kinder zu vereinen – wird vorbildlich bewältigt. Blinde Kuh ist ein kindgerechtes Medium, das sowohl das Such- und Spielbedürfnis altersgerecht bedient als auch die Kinder daran gewöhnt, dem Internet als Spielmedium nicht blind zu vertrauen.

Die Unabhängigkeit des Angebots bei bewusstem Verzicht auf plakative Werbung und Verknüpfung zu bezahlten Inhalten in Kombination mit der kontinuierlich hohen Qualität der Informationen macht Blinde Kuh zu einem wichtigen Vertrauenselement für Kinder wie deren Eltern.

Der jüngste Relaunch brachte deutliche Verbesserungen in der Navigation, auch wenn die Menüstruktur in ihrer Übersichtlichkeit gerade für kindliche Nutzer optimierbar ist. Die Herausforderung, den stark unterschiedlichen Interessen von 6- und 12-Jährigen in einem Angebot gerecht werden zu wollen, lässt die Typographie des Angebots etwas unentschieden erscheinen. Besonders lobenswert jedoch empfand die Jury das sprachliche Niveau von Blinde Kuh: klar, schnörkellos und stets um ein Maximum an Verständlichkeit bemüht verzichtet die Suchmaschine auf jegliche Anbiederung an die Zielgruppe durch eine Pseudo- Jugend- oder Kindersprache.
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Screenshot Worldtrip.tv

Worldtrip.tv

Preis an „Worldtrip.tv“, verliehen für Konzeption, Gestaltung und Programmierung.

Internetadresse: www.worldtrip.tv

Anbieter: Spiegel Online

Konzeption / Gestaltung / Programmierung / Durchführung:
Jörg Pfeiffer (ROADTV)

Beschreibung:
Worldtrip.tv ist eine neue Form einer interaktiven Reisereportage, die mit Audio-Fotostrecken und Videoreportagen den Verlauf eines Trips von Berlin nach Istanbul beschreibt. Alle Beiträge, eigene Vorschläge interessierter Nutzer und der Verlauf der Reise sind auf 6 Meter genau auf einer Karte verzeichnet. Beim Betrachten der Fotostrecken bewegt sich die Karte mit und zeigt die genaue Position der Aufnahmen.

Begründung der Jury:
Worldtrip.tv nutzt die Möglichkeiten des Internets auf beeindruckende Weise und schafft so eine faszinierende Form der Reisereportage. In nicht linearer Erzählstruktur wird in Bild, Ton, Text und Film über verschiedene Reisen berichtet, die der Autor Jörg Pfeiffer in Europa unternommen hat. Die Besucher der Site konnten die erste Etappe der Fahrt nach Istanbul nicht nur in Echtzeit miterleben, sondern auch die Ziele entlang der Route mitbestimmen. Interaktivität beschränkt sich hier nicht auf das Klicken von Links, sondern ermöglicht die Kommunikation mit dem bloggenden Reisejournalisten und Urheber des Angebots.

Die Navigation, die auf das Angebot von Google Earth zurückgreift, führt durch die Reiseabschnitte und Usertipps. Auch wenn diese Art der Navigation für Ungeübte anfangs etwas ungewohnt ist, so ist sie für eine Reisereportage bestens geeignet. Worldtrip.tv ist eine sinnvolle und attraktive Anwendung dieser Map-Technologie im deutschsprachigen Raum – auch als Anregung und Vorbild für ähnliche journalistische Projekte und Präsentationen. Ausführlichere Texte zu den Reportagen, speziell zu den Bildstrecken, ließen sich in diese Art der Darstellung durchaus integrieren.

Beeindruckend an Worldtrip.tv fand die Jury die individuelle Nutzung der heutigen Möglichkeiten von Internet, Laptop und Digitaltechnik sowie die Umsetzung in ein Format, das die Grenze zwischen privatem Reisetagebuch und Medienbericht überschreitet. Diese neuen Formen der Grenzüberschreitung gehören zu den interessantesten Experimenten im Internet.
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Screenshot Ehrensenf

Preisträger des Grimme Online Award Kultur und Unterhaltung

Ehrensenf

Preis an „Ehrensenf“, verliehen für Produktion, Redaktion und Moderation.

Internetadresse: www.ehrensenf.de

Anbieter: ravenrocker

Produktion / Redaktion: Carola Sayer, Rainer Bender

Moderation: Katrin Bauerfeind

Beschreibung:
Ehrensenf ist eine Show, die extra und ausschließlich für das Internet produziert wird. Das Internet-Comedy-Format stellt nicht allzu alltägliche Dinge vor, die wirklich verrückt sind und die eigentlich kein normaler Mensch benötigt (von der Katzenklo-Vase bis zum Hula Chair). Unter der Moderation von Katrin aus dem Schwabenland gelingt die Kommunikation zwischen Ehrensenf und den Usern.

Begründung der Jury:
„Ehrensenf“ – der Titel ist ein Anagramm des Wortes „Fernsehen“ – ist erst seit November 2005 auf Sendung und, so urteilt die Jury, der „Newcomer“ des Jahres. Das US-Vorbild „Rocketboom“ ist zwar unverkennbar, doch haben die Produzenten von Ehrensenf, sie sind erfahrene Fernsehleute, einen eigenen Stil entwickelt: Ehrensenf parodiert gekonnt das Nachrichtenfernsehen mit Meldungen, die aus den Tiefen des Web stammen. Die Moderation wirkt improvisiert, ist aber perfekt bis ins Detail. Katrin Bauerfeind setzt ihre Pointen lässig wie Harald Schmidt, mit dem sie auch die Herkunft aus dem Schwabenland teilt. Sie verbindet die Surftipps mit manchmal akrobatischen Überleitungen.

Design und Inhalt sind fein aufeinander abgestimmt. Die Videos sind flott geschnitten. Senftüte und Löwengebrüll im Vorspann machen Ehrensenf zu einer einprägsamen Marke. Die vorgestellten Angebote können die Zuschauer dank einer Linkliste später noch einmal in Ruhe nachsurfen.

Ehrensenf zeigt, wie ein originäres Internetformat aussehen kann, das die multimedialen und interaktiven Möglichkeiten des Mediums virtuos nutzt. Hier wird das Internet nicht zu einer zweiten Abspielstation für TV-Beiträge degradiert, wie es auf den Websites der Fernsehsender oft noch der Fall ist.

Die Jury stimmte überein, dass hier (wieder einmal) der Beweis erbracht wird, dass nicht Geld, sondern Einfallsreichtum über Qualität im Internet entscheidet. So hinterlassen auch die Zuschauer begeisterte Kommentare: Ehrensenf – eine „extra scharfe“ Zugabe.
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Screenshot Riesenmaschine

Riesenmaschine

Preis an „Riesenmaschine“, verliehen für Konzept und Redaktion.

Internetadresse: www.riesenmaschine.de

Anbieter: Zentrale Intelligenz Agentur GbR, Abt. Riesenmaschine

Verantwortliche Personen:
Kathrin Passig, Sascha Lobo, Holm Friebe, Aleks Scholz, Martin Baaske

Beschreibung:
Riesenmaschine.de ist ein kollaboratives Weblog zum Thema „Fortschritt“, was den warenförmigen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt einschließt. Von einem weltweiten Korrespondentennetzwerk (Peking, Berlin, Wien, Toronto, Berkeley) werden die interessantesten Entwicklungen und Erfindungen auf allen Gebieten subjektiv abgedeckt und kritisch kommentiert. Ziel ist es, nach amerikanischem Vorbild den Blog- Journalismus in Deutschland zu professionalisieren und damit ein unkonventionelles und aktuelles Internet-Medium zu schaffen, dessen Relevanz über die Blogosphäre hinausreicht.

Begründung der Jury:
Seit Juni 2005 nimmt sich unter www.riesenmaschine.de eine handverlesene Gruppe von Autorinnen und Autoren in täglichen Kommentaren des Zeitgeschehens an, das in Form bemerkenswerter Produkte und Phänomene in den Tiefen des Internet kristallisiert. Ihr Ziel ist es, dem „Weltkonsumenten“ eine kritisch-distanzierte Begeisterung für den Fortschritt der Zivilisation an die Hand zu geben.

Die Autorschaft wird nach dem Club-Prinzip nur auf Einladung zugelassen, was zu einer konsequent hohen Textqualität führt. Von Blogs, in denen es „nur um die Befindlichkeit der Schreiber“ gehe, grenzen die Riesenmaschinenmacher sich ab. Von elitärer Weltsicht trotzdem keine Spur. Die Texte sind zum Teil so gut, dass Leser respektvoll Neid-Depressionen eingestehen. Unter der Adressvariante www.riesenmaschiene.de findet sich für Rechtschreibreformgerüttelte und Orthografierelaxte auch eine „Riesenmaschiene für Doofe“.

Riesenmaschine ist so etwas wie ein Blog mit Bügelfalte: Formal von geradezu vollendeter Klarheit, zeigt sich das Konzept glanzvoll bei dem Versuch, klassische journalistische Qualität zu pflegen und sich gleichzeitig durch Texte von teils akrobatischer Virtuosität in eine produktive Entfernung zu ebendiesem klassischen Journalismus zu begeben.

Es gibt andere Blogs wie dieses, aber die Art, wie in der Riesenmaschine Ideen und Texte umgesetzt werden, ist unverwechselbar und hervorragend. Die Jury würdigt mit ihrer Entscheidung ein inhaltlich brilliantes Angebot, dessen Texte zum Formidabelsten und Unterhaltsamsten gehören, das im deutschsprachigen Netz zu finden ist. (Riesenmaschine ist das Angebot, bei dem die Jurymitglieder am meisten gelacht haben).
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Screenshot Spreeblick

Preisträger des Grimme Online Award Spezial

Spreeblick

Preis an „Spreeblick“, verliehen für kreative Leistung, Gestaltung und Textqualität.

Internetadresse: www.spreeblick.com

Anbieter: Spreeblick Verlag KG

Kreative Leitung / Gestaltung / Hauptautor: Johnny Haeusler

Geschäftsführung / Vertrieb / Merchandising:
Tanja Kreitschmann

Autoren: Max Winde, René Walter, Andreas Schepers

Technische Umsetzung: Max Winde

Beschreibung:
Spreeblick versteht sich als Unterhaltungs-, Kultur- und Meinungs-Kanal, als Filter, als offenes Forum und als Gegenpol zur bestehenden Medienlandschaft. Mit stetig zunehmenden Besucherzahlen sieht sich das multimediale Blog als Anlaufstelle für diskussionsfreudige und engagierte Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Neben Rubriken wie „Heute vor einem Jahr“ gibt es einen regelmäßig erscheinenden Videocast mit dem „Star der Sendung“ Toni Mahoni.

Begründung der Jury:
Spreeblick ist kein explizit journalistisches Angebot, bedient sich aber immer wieder journalistischer Mittel und setzt Themen, die von den traditionellen Medien aufgegriffen werden. Spreeblick ist kein Kunstwerk, remixt aber Versatzstücke der Popkultur auf intelligente Weise zu etwas völlig Neuem. Spreeblick ist kein Diskussionsforum, und doch entstehen in den Kommentarfeldern seiner Beiträge Debatten von besonderer Qualität.

Das Angebot zeigt, welchen Einfluss vernetzte Kleinstmedien abseits des Mainstream erlangen können. Johnny Haeuslers kritische und zugleich spielerische Auseinandersetzung mit den Geschäftspraktiken des Klingelton-Anbieters „Jamba“ oder der „Du bist Deutschland“- Werbekampagne dürften in die Lehrbücher für Public Relations eingehen. Haeusler pflegt dabei einen besonderen Tonfall. Seine Kritik ist niemals herablassend oder zynisch. Nicht nur den traditionellen Medien, sondern auch seinem eigenen Genre begegnet er mit Distanz und Selbstreflektion. Die „Spreeblick Verlag KG“ war einer der ersten Versuche in Deutschland, ein professionelles Blog-Netzwerk aufzubauen.

Podcasts und Videocasts gehören mittlerweile zum selbstverständlichen Angebot und sind angenehm unaufdringlich eingebunden. Die brillant schnodderigen Videos des „Toni Mahoni“ etwa haben sich als eine Art Gegenmodell zum durchgestalteten „Ehrensenf“ fest etabliert.

Spreeblick zeigt für den Bereich der deutschsprachigen Weblogs, wozu das Genre im besten Fall fähig ist. Mit herkömmlichen Kategorien ist das Angebot schwer zu fassen. Die Jury hat sich deshalb entschieden, Spreeblick mit dem Grimme Online Award Spezial auszuzeichnen.
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Screenshot Ehrensenf

Preisträger des Intel Publikums-Preises 2006

Ehrensenf

Internetadresse: www.ehrensenf.de

Anbieter: ravenrocker

Produktion / Redaktion: Carola Sayer, Rainer Bender

Moderation: Katrin Bauerfeind

Beschreibung:
Ehrensenf ist eine Show, die extra und ausschließlich für das Internet produziert wird. Das Internet-Comedy-Format stellt nicht allzu alltägliche Dinge vor, die wirklich verrückt sind und die eigentlich kein normaler Mensch benötigt (von der Katzenklo-Vase bis zum Hula Chair). Unter der Moderation von Katrin aus dem Schwabenland gelingt die Kommunikation zwischen Ehrensenf und den Usern.
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Nominierte

Nominierungen zum »Grimme Online Award Information«

Nominierungen zum »Grimme Online Award Wissen und Bildung«

Nominierungen zum »Grimme Online Award Kultur und Unterhaltung«

Nachnominierungen zum »Grimme Online Award«

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Screenshot Wortfeld

Nominierungen zum Grimme Online Award Information

Wortfeld

Internetadresse: www.wortfeld.de

Redaktion / Gestaltung: Alexander Svensson

Gesamtverantwortung: Alexander Svensson

Inhalt:
Wortfeld ist ein Weblog mit dem Schwerpunkt Medien und Netzpolitik. Als medienkritisches Watchblog – ohne Anspruch auf die absolute Wahrheit – ist es etwa ein Beobachter internationaler Medienentwicklungen im Online-Zeitalter oder auch voller Notizen zu den obskuren Gremien der internationalen Netzpolitik, und es bietet viele Links zum Weiterstöbern.
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Screenshot Mut gegen rechte Gewalt

Mut gegen rechte Gewalt

Internetadresse: www.mut-gegen-rechte-gewalt.de

Redaktion: Holger Kulick

Konzeption: Simone Rafael

Technische Betreuung und Design:
GRIMM GALLUN HOLTAPPELS, Hamburg

Inhalt:
Das Internetportal „Mut gegen rechte Gewalt“ entstand vor rund drei Jahren auf Anregung der Berliner Amadeu Antonio Stiftung. Die Website soll informieren, vernetzen und ermutigen, friedlich, kreativ und nachhaltig gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus einzutreten. Nachhaltig wird beobachtet, wie sich Rechtsextremismus in Deutschland entwickelt, und über vorbildliche Initiativen und Projekte gegen Extremismus und für Demokratie berichtet.
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Screenshot iRights.info

iRights.info

Internetadresse: www.irights.info

Gesamtverantwortung / Projektleiter: Dr. Volker Grassmuck

Redaktion:
Valie Djordjevic, Robert A. Gehring, Till Kreutzer, Matthias Spielkamp

Gestaltung: Christine Gundelach (diesachbearbeiter.de)

Realisierung / Web-Programmierung: Stefan Schreck

Inhalt:
Sind Privatkopierer Verbrecher? Macht sich strafbar, wer eine CD brennt? Oder sich den Film der Woche auf der Festplatte speichert? Das zu beantworten, ist für Laien so schwer wie nie zuvor, denn das Urheberrecht gibt bisweilen selbst Juristen Rätsel auf. iRights.info, das Informationsangebot zum Urheberrecht in der digitalen Welt, bietet umfassende Orientierung.
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Screenshot Spreeblick

Spreeblick

Internetadresse: www.spreeblick.com

Anbieter: Spreeblick Verlag KG

Kreative Leitung / Gestaltung / Hauptautor: Johnny Haeusler

Geschäftsführung / Vertrieb / Merchandising: Tanja Kreitschmann

Autoren: Max Winde, René Walter, Andreas Schepers

Technische Umsetzung: Max Winde

Beschreibung:
Spreeblick versteht sich als Unterhaltungs-, Kultur- und Meinungs-Kanal, als Filter, als offenes Forum und als Gegenpol zur bestehenden Medienlandschaft. Mit stetig zunehmenden Besucherzahlen sieht sich das multimediale Blog als Anlaufstelle für diskussionsfreudige und engagierte Menschen jeden Alters und jeder Herkunft. Neben Rubriken wie „Heute vor einem Jahr“ gibt es einen regelmäßig erscheinenden Videocast mit dem „Star der Sendung“ Toni Mahoni.
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Screenshot jetzt.de

jetzt.de

Internetadresse: www.jetzt.de

Produktion: Magazin Verlagsgesellschaft SZ mbH

Redaktionsleitung: Dirk von Gehlen

Objektleitung:
Rainer Kerl

Inhalt:
Die Jugendwebseite der Süddeutschen Zeitung wählt täglich interessante Texte aus der SZ aus, ergänzt sie um ansprechende Themen für ihre jugendlichen Adressaten und bietet diesen vielfältige Möglichkeiten für eigene Beiträge. jetzt.de ist seit 1995 im Netz aktiv und greift seitdem kontinuierlich die neusten Entwicklungen auf. So gibt es Blogs bereits seit 2001. Im Rahmen des letzten Relaunchs im Dezember 2005 führte jetzt.de als einer der ersten im deutschsprachigen Internet Tag-Clouds (gewichtete Stichwörter) ein.
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Screenshot Blinde Kuh

Nominierungen zum Grimme Online Award Wissen und Bildung

Blinde Kuh

Internetadresse: www.blinde-kuh.de

Geschäftsführung: Stefan R. Müller

Redaktion: Birgit Bachmann

Inhalt:
Als ehrenamtliches Projekt 1997 gegründet, gilt die „Blinde Kuh“ inzwischen als eine der wichtigsten Kinder-Websites im deutschsprachigen Internet. Sie bietet Kindern einen adäquaten Zugang zur Online-Welt, aufbereitet nach Themenfeldern und mit vielen zusätzlichen (Inter-)Aktionsmöglichkeiten. Die Blinde Kuh wird seit 2004 öffentlich gefördert und hat ihr Angebot mit einem aktuellen Relaunch umfassend erweitert.
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Screenshot Frauenkirche Dresden

Frauenkirche Dresden

Internetadresse: www.modul.frauenkirche.zdf.de

Gesamtverantwortung / Konzept / Redaktion: Tina Kutscher

360-Grad-Fotografie / Programmierung: Torsten Hemke

Fotografie: Holger Meier

Grafische Betreuung: Michaela Immel, Rudi Leitermann

Grafik / Programmierung: Contnet

Inhalt:
In drei Kapiteln beschreibt das multimediale und interaktive Online-Special den faszinierenden Wiederaufbau der Frauenkirche Dresden. 360-Grad-Bilder versetzen die Nutzer in die Lage, sich virtuell durch die Kirche zu bewegen. Stellvertretend für viele berichten 16 Menschen über ihre ganz persönlichen Beweggründe zum Wiederaufbau. Im dritten Teil wird die über 1000-jährige Geschichte der Frauenkirche plastisch dargestellt.
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Screenshot Medien Kunst Netz

Medien Kunst Netz

Internetadresse: www.medienkunstnetz.de

Herausgeber:
Rudolf Frieling / Dieter Daniels,
im Auftrag von ZKM Karlsruhe und Goethe-Institut München

Projektleitung: Rudolf Frieling

Gestaltung:
Schönerwissen (Berlin) und Mario Röhrle (HGB Leipzig)

Inhalt:
Das deutsch-englisch-sprachige Angebot bietet allen Interessierten eine Kombination verschiedener Zugangsformen sowie profunde, umfassend dokumentierte Informationen zum Thema »Medien-Kunst«. Vor dem Hintergrund der künstlerischen und medientechnischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts wird das Verständnis für historische und aktuelle Bezüge der künstlerischen Arbeit in und mit den Medien gefördert.
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Screenshot ARD Themenwoche Krebs "Leben – was sonst?"

ARD Themenwoche Krebs "Leben - was sonst?"

Internetadresse: www.leben.ard.de

Projektleitung: Sönke Vaihinger (ard.de)

Redaktion / Koordination: Sabine Schade (ard.de), Sönke Vaihinger

Grafik / Animation: Clemens Gramespacher (ard.de)

Technik: André Berthold (ard.de)

Inhalt:
„leben.ARD.de“ hat die ARD-Themenwoche Krebs „Leben – was sonst?“ umfassend begleitet. Über 60 Fragen, die in sieben Kapiteln das Angebot strukturieren, wird das schwierige Thema verständlich und informativ zugänglich gemacht. Interaktive Animationen, ausgewählte Links, ein Glossar, Wissenstests oder die Programmhighlights in der Mediabox bieten Anschaulichkeit und vielfältigen Service.
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Screenshot Worldtrip.tv

Worldtrip.tv

Internetadresse: www.worldtrip.tv

Konzeption / Gestaltung / Programmierung / Durchführung:
Jörg Pfeiffer (ROADTV)

Herausgeber: Spiegel Online

Inhalt:
Worldtrip.tv ist eine neue Form einer interaktiven Reisereportage, die mit Audio-Fotostrecken und Videoreportagen den Verlauf eines Trips von Berlin nach Istanbul beschreibt. Alle Beiträge, eigene Vorschläge interessierter Nutzer und der Verlauf der Reise sind auf 6 Meter genau auf einer Karte verzeichnet. Beim Betrachten der Fotostrecken bewegt sich die Karte mit und zeigt die genaue Position der Aufnahmen.
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Screenshot WM-History 1930-2006

WM-History 1930-2006

Internetadresse: http://sport.ard.de/wm2006/wm/rueckblick/

Projektleitung: Erik Felske, Käthe Day (sport.ard.de)

Autoren: Frank Menke und Michael Schreiber

Gestaltung: Clemens Gramespacher (ard.de)

Technische Realisation: Markus Griesbach (ard.de)

Inhalt:
Das Dossier erinnert an alle Fußball-Weltmeisterschaften seit 1930. Aufwändige Flash-Animationen stimmen zum Start jeder Jahresrubrik in die Atmosphäre der jeweiligen WM ein. Besonderes Highlight sind die vertonten Bildergalerien, in denen Zeitzeugen auf besondere Ereignisse der verschiedenen Turniere zurückblicken – umrahmt von Ausschnitten aus Original-Live-Reportagen und Berichten aus dem Hörfunk.
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Screenshot Textrundfunk

Textrundfunk

Internetadresse nicht mehr verfügbar

Gesamtverantwortung: Stefan Moll (WDR Internetredaktion)

Idee: Rüdiger Becker

Konzeption / Umsetzung:
Yvonne Dierkes (Autorin, Redakteurin), Rainer Striewski (Autor)

Gestaltung: Camilla Vocke (Grafikerin), Rolf Kirsch (Grafiker)

Programmierung: Ulrich Hendrix

Inhalt:
Der Textrundfunk ist eine Zeitreise. Aus Anlass des 50. Geburtstages des WDR lässt er die Themen aus der Gründungszeit des Senders lebendig werden – so als habe es das Internet damals schon gegeben. Der Nutzer erlebt die Jahre 1955 und 1956 aus der Sicht der damaligen Zeit und nimmt – unterhaltsam, hintergründig und spielerisch – Anteil an Ereignissen, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart zu spüren sind.
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Screenshot HaniSauland

HaniSauLand

Internetadresse: www.HanisauLand.de

Leitung: Thorsten Schilling

Projektverantwortung: Sabine Berthold

Technische Betreuung:
Gerhard Loosch (Firma Glamus bei der Firma Steinmetz-Trick)

Inhalt:
„HanisauLand“ wendet sich an Kinder im Alter von 6 bis 12 (+) Jahren und möchte ihnen auf unterhaltsame und kindgerechte Weise Grundwissen zum Thema „Politik“ nahe bringen. Dies insbesondere über einen animierten Comic – in mittlerweile 37 Folgen – und ein Politik-Lexikon mit über 500 Begriffen, ergänzt durch einen Kalender mit über 280 Artikeln. Zusammen mit den Kindern wird das Angebot ständig weiter entwickelt.
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Screenshot Das Ende des Schweigens

Das Ende des Schweigens

Internetadresse: www.auschwitzprozess.hr-online.de

Produktion:
hr-online

Gesamtverantwortung: Stephan Groß

Projektleiter: Thomas Schernbeck

Konzeption / Redaktion: Volker Denkel, Thomas Schernbeck

Grafik: Daniel Eichler, Arne Birk

Design / Technische Umsetzung:
Anja Rau, Layla Keramat (BlueMars, Gesellschaft für digitale Kommunikation mbh)

Inhalt:
1965 wurden im Frankfurter Auschwitz-Prozess Lageraufseher und SS-Offiziere verurteilt. Das Besondere: Erstmals rückten die Nazi-Verbrechen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. „Das Ende des Schweigens“ führt zurück an die Schauplätze – nach Auschwitz, in den Frankfurter Gerichtssaal. 67 interaktive Text-Ton-Bild-Collagen lassen scheinbar Unfassbares erlebbar werden und stellen Aussagen von Tätern und Opfern unmittelbar gegenüber.
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Screenshot Küchenradio

Nominierungen zum Grimme Online Award Kultur und Unterhaltung

Küchenradio.org

Internetadresse: http://kuechenradio.org

Gesamtverantwortung / Redaktion:
Philip Banse, Andreas Baum, Katja Bigalke, Gerd Brendel

Gestaltung / Realisierung:
Philip Banse (Technik, Website, Moderation, Redaktion)

Inhalt:
Küchenradio.org ist ein wöchentlicher Podcast aus Berlin. Jeden Dienstagabend holt sich das Küchenradio-Team einen Gast an den Küchentisch und redet über aktuelle und prinzipielle Themen: ob Kunst, Kinder oder Kiez, ob Huren oder Hacker. Jedes einstündige Gespräch wird ungeschnitten ins Netz gestellt und kann von den Hörern kommentiert werden.
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Screenshot Ehrensenf

Ehrensenf

Internetadresse: www.ehrensenf.de

Anbieter: ravenrocker

Produktion / Redaktion: Carola Sayer, Rainer Bender

Moderation: Katrin Bauerfeind

Beschreibung:
Ehrensenf ist eine Show, die extra und ausschließlich für das Internet produziert wird. Das Internet-Comedy-Format stellt nicht allzu alltägliche Dinge vor, die wirklich verrückt sind und die eigentlich kein normaler Mensch benötigt (von der Katzenklo-Vase bis zum Hula Chair). Unter der Moderation von Katrin aus dem Schwabenland gelingt die Kommunikation zwischen Ehrensenf und den Usern.
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Screenshot Tonspion

Tonspion

Internetadresse: www.tonspion.de

Geschäftsführer: Udo Raaf

Programmierung: Carsten Pohl (Contur)

Layout: Tilman Jersch (Contur)

Inhalt:
Tonspion ist ein MP3-Magazin. So wie eine Musikzeitschrift sich den neuesten Platten widmet, hat sich Tonspion ganz den MP3s im Netz verschrieben. Kostenlos und legal kann nicht nur über Musik gelesen, sondern direkt gehört und runtergeladen werden. So hat sich Tonspion inzwischen als wichtige Informationsquelle rund um Musik im Netz, nicht zuletzt für zahlreiche Independent-Labels, entwickelt.
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Screenshot Spoonfork Online Magazin

Spoonfork Online Magazin

Internetadresse: www.spoonfork.de

Redaktion / Konzeption: Katja Neumann (freie Journalistin)

Webdesign / Programmierung: Bashar Farhat (sk communication)

Inhalt:
Im Design einer hochwertigen Zeitschrift präsentiert sich Spoonfork als ein Online-Magazin alle zwei Monate neu und beschäftigt sich vorwiegend mit Newcomern aus Mode, Musik und Medien. In der Rubrik „Fein Ausgedacht“ bietet Spoonfork seinen Lesern interaktive Unterhaltung. Wie in einem Buch kann der Website-Leser per Mausklick die rund 60 bis 90 Seiten des Magazins umblättern.
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Screenshot Zeit online Musik

ZEIT online Musik

Internetadresse: www.zeit.de/musik

Konzeption: Ulrich Stock (Reporter, DIE ZEIT)

Realisierung:
Ulrich Stock (Reporter, DIE ZEIT),
Adrian Pohr (Redakteur Multimedia ZEIT online)

Inhalt:
Lesen, sehen, hören: Auf der Musikseite auf ZEIT online findet man aktuelle Konzert- und Albenrezensionen, Audiofiles, Videos und Bildergalerien und Kolumnen (Musikpresseschau, "Maximal Jazz" oder die Serie "Mein Leben mit Musik"). Genreübersichten von Experten vermitteln Wissenswertes über Hip Hop, Reggae, Free Jazz, Deutschpop und Elektropop – mit historischen und aktuellen Klangbeispielen.
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Screenshot BR-Kinderinsel

BR-Kinderinsel (Bereich Basteln und Werkeln)

Internetadresse: www.br-online.de/kinder/index2.shtml

Gesamtverantwortung: Rainer Tief, Hans Helmreich

Redaktion: Peter Stenz

Realisierung: Peter Stenz und Team (Inhalte), Franziska Pucher (Grafik)

Inhalt:
Die BR-Kinderinsel ist eine werbefreie, durchgehend betreute Spiel- und Lernwelt, die besonders gut bei Grundschülern ankommt. Sie erfahren z.B., warum manche Blumen stinken oder was andere Kinder von Mozart halten. Der Bereich „Spielen und Werkeln“ bietet ein breites Angebot an Bastelanleitungen, Rezepten für Kinder, Freizeittipps, Spielen und Rätseln.
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Screenshot Windstärke 8

Windstärke 8

Internetadresse: www.windstaerke8.wdr.de

Projektleiter: Willi Wiemer (WDR)

Redaktion: Torsten Fischer (WDR)

Technische Umsetzung:
Julia Hoffman (Pixelpark AG), Petra Altenaehr (Pixelpark AGk),
Till Schönecker (Caligari Film GmbH)

Inhalt:
Website zu dem TV-Mehrteiler "Windstärke 8". 32 Menschen, professionelle Seeleute und ausgewählte Abenteurer, setzen mit einem Segelschiff über den Atlantik. Sie reisen zu den Bedingungen von 1850. Die Website lässt Zuschauerinnen und Zuschauer umfassend hinter die Kulissen blicken. Vorgestellt werden Mannschaft und Passagiere, die Reiseroute, aber auch historische und technische Fakten.
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Screenshot eynfach.mozart

"eynfach.mozart - superstar 1756 – 2006"

Internetadresse: http://mozart.ard.de

Gesamtverantwortung: Georg Maas (mdr.de), Heidi Schmidt (ard.de)

Projektleitung: Georg Maas (mdr.de), Sönke Vaihinger (ard.de)

Konzept und Redaktion: Niklas Wies (mdr.de), Rachel Schröder (ard.de)

Webdesign:
Clemens Gramespacher (ard.de), Maria Paschke (ard.de),
Martina Kronenberger (ard.de)

Redaktion:
Niklas Wies (mdr.de), Dorit Künitz (mdr.de), Rachel Schröder (ard.de),
Gisela Krone (ard.de), Joelle Ullrich

Realisation: IT-Service Mario Schatz (NC3, ard.de)

Inhalt:
Mozart.ARD.de ist der programmbegleitende Auftritt der ARD zum Mozartjahr. Unter dem Claim "eynfach.mozart superstar 1756 – 2006" präsentiert die Site in fünf Bereichen Mozart als modernen Superstar. Im Mittelpunkt stehen dabei seine Briefe ("Brandauer liest Mozart"), die Sendungen der ARD (als Download) und Mozarts Musik in modernen Formaten, unter anderem für den MP3-Player und das Handy.
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Screenshot Riesenmaschine

Nachnominierungen zum Grimme Online Award

Riesenmaschine

Internetadresse: www.riesenmaschine.de

Anbieter: Zentrale Intelligenz Agentur GbR, Abt. Riesenmaschine

Verantwortliche Personen:
Kathrin Passig, Sascha Lobo, Holm Friebe, Aleks Scholz, Martin Baaske

Beschreibung:
Riesenmaschine.de ist ein kollaboratives Weblog zum Thema „Fortschritt“, was den warenförmigen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt einschließt. Von einem weltweiten Korrespondentennetzwerk (Peking, Berlin, Wien, Toronto, Berkeley) werden die interessantesten Entwicklungen und Erfindungen auf allen Gebieten subjektiv abgedeckt und kritisch kommentiert. Ziel ist es, nach amerikanischem Vorbild den Blog- Journalismus in Deutschland zu professionalisieren und damit ein unkonventionelles und aktuelles Internet-Medium zu schaffen, dessen Relevanz über die Blogosphäre hinausreicht.
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Screenshot Heise News

Heise News

Internetadresse: www.heise.de

Anbieter: Heise Zeitschriften Verlag

Redaktion: Jürgen Kuri

Inhalt:
1996 starteten die Heise-News, die von den Redaktionen des Heise-Verlags jeden Tag beschickt werden. Neue Soft- und Hardware beschäftigen die Redakteure genauso wie das Abmahnunwesen, Lobbyschlachten um Patente, das zwielichtige ebenso wie das aufklärende Internet. Datenschutz und Urheberrecht sind ständige Themen in den Heise-News sowie die Frage, was mit und nach dem Computer kommt, wohin sich Gesellschaft und Politik mit dieser Technik bewegen.
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Nominierungskommission und Jury

Jury Grimme Online Award 2006:

Nominierungskommission Grimme Online Award 2006:

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Jury Grimme Online Award 2006

Peter Glaser, 1957 als Bleistift in Graz geboren, wo die hochwertigen Schriftsteller für den Export hergestellt werden. Lebt als Schreibprogramm in Berlin. Mitglied des Chaos Computer Clubs. Schriftsteller und Publizist. 2002 für “Geschichte von Nichts” mit dem Ingeborg Bachmann-Preis ausgezeichnet.

Gabriele Gramelsberger, geb. 1964 in München, promovierte Philosophin, lebt in Berlin. Als wissenschaftliche Leiterin des INM-Institut für Neue Medien, Frankfurt (1996 - 1999) setzte sie sich in verschiedenen Projekten mit der Verwendung computerbasierter Medien (Internet, Computersimulation) in Wissenschaft, Kunst und Anwendung auseinander, u.a. in der Etablierung des Institutsprogramms "virtual space explorers". Die Thematik der computerbasierten Medien in den Wissenschaften war auch Inhalt des postgraduierten Studiums an der Jan van Eyck Akademie, Maastricht (1999 - 2000) und der externen Promotion an der Freien Universität Berlin (1999 - 2001, "Semiotik und Simulation"). Nach der freiberuflichen Tätigkeit im Bereich der Kommunikations- und Wissenschaftsberatung folgte im Herbst 2002 die Gründung des science communication + research office in Berlin, das sich unter dem Motto "science goes media" mit der Vermittlung komplexer Themen in den verschiedenen Medien auseinandersetzt: www.scro.de und www.philart.de.

Annette Milz, Studium der Politischen Wissenschaften/Geschichte in Bonn und Berlin (Abschluß M.A), Sprachaufenthalt in Paris, parallel Tätigkeit als freie Journalistin und Bildungsarbeit für Nachwuchsjournalisten. 1986 Mitbegründerin von MediumMagazin, der unabhängigen Zeitschrift für Journalisten. seit 1990 Chefredakteurin MediumMagazin. (Medienfachverlag Oberauer, Salzburg-Frankfurt).
Daneben:

  • 1997 Gründungschefredakteurin von CUT - Journalismus & Technik bei elektronischen Medien - von Mai 1998 bis Juni 2001 Herausgeberin.
  • Mai 2001 – Dezember 2002 Gründungs-Chefredakteurin der Zeitschrift Wirtschaftsjournalist.
  • Moderatorin diverser Podien und Veranstaltungen u.a. bei Kölner Medienforum, Münchner Medientage, Hamburger Dialog, BDZV Zeitungskongress

Christoph Neuberger ist Professor für Kommunikationswissenschaft (Schwerpunkt Journalistik) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zuvor hat er an den Universitäten Eichstätt und Leipzig gelehrt.

Seit 1996 hat er sich in mehreren Untersuchungen und in einer Vielzahl von Publikationen mit dem Online-Journalismus, den Websites von Presse und Rundfunk, mit Suchmaschinen, Weblogs und anderen Online-Angeboten beschäftigt. Hier geht's zu seiner persönlichen Website.

Vito Oražem   

  • Geboren 1959 in Ljubljana
  • 1979 - 1984 Studium der Medienwissenschaft, Fotografie, Literatur- und Kunstwissenschaft in Münster, Kassel und Osnabrück (M.A.)
  • 1985 Mitbegründer des Holografielabors Osnabrück
  • 1990 - 1992 Aufbau des Holografielabors an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig und Lehrtätigkeit an der HBK Braunschweig
  • 1992 - 2003 Projektleiter im Design Zentrum Nordrhein Westfalen
  • 1994 – 2003 stellv. Geschäftsführer des Design Zentrums Nordrhein Westfalen
  • 2000 - 2002 Geschäftsführer des Verbandes deutscher Industrie Designer (VDID)
  • Seit 2003 Geschäftsführender Vorstand des Design Zentrum Nordrhein Westfalen
  • Verantwortlicher Projektleiter für nationale und internationale Projekte des Design Zentrums Nordrhein Westfalen sowie für zahlreiche Ausstellungen im Ausland, z.B. red dot exhibition in Tokio, Nagasaki, Bangkok oder Jakarta
  • Verantwortlich für die vielfältigen EU-Projekte, in denen sich das Design Zentrum Nordrhein Westfalen engagiert
  • Juror bei zahlreichen Wettbewerben
  • Herausgeber diverser Bücher und Kataloge

Mario Sixtus, Baujahr 1965, lebt und arbeitet als freier Journalist in Düsseldorf. Texte von ihm erscheinen u.a. in der Frankfurter Rundschau, in der Fachzeitschrift c't, in der Zeit, in der Monatszeitschrift Debug oder direkt im Netz bei Telepolis und Spiegel-Online. Bevor er hauptberuflich ins publizistische Lager wechselte, betätigte er sich als freiberuflicher Webdesigner und Internet-Programmierer. Für unterschiedliche Agenturen bediente er dabei Kunden wie Renault, Seat oder Karstadt. Davor wiederum war "Ministeck-Design" im BTX (die Älteren werden sich erinnern: Bildschirmtext) der Job, der seinen Kühlschrank füllte. Über die Zeiten davor, die bei ihm ausnahmslos Sätze produzieren, die "Atari ST" beinhalten, redet Herr Sixtus nur auf Anfrage. Heute schreibt er unter anderem für Brand Eins und Focus. Daneben betreibt er die Blogs SIXTUS.NET und Die Dezentrale.

Jochen Wegner, 36, ist seit Januar Chefredakteur von FOCUS Online. Zuvor arbeitete der gelernte Wirtschaftsjournalist und studierte Physiker beim FOCUS Magazin als stellvertretender Leiter des Ressorts "Forschung & Technik". Dort schrieb er über das Internet, die Börse oder die Universitätslandschaft. Wegner ist Gründer des größten deutschsprachigen Online-Forums für Journalisten, jonet.org.
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Jurystatement Grimme Online Award 2006

Der diesjährige Grimme Online Award zeigt ein überraschend eindeutiges Ergebnis: Anders als in den Vorjahren dominieren unter den Preisträgern 2006 die unabhängigen, nicht-institutionellen Anbieter – darunter neue Angebote wie Ehrensenf, aber auch bereits traditionelle Sites wie jetzt.de und Blinde Kuh, die sich durch konsequente Weiterentwicklung auszeichnen.

Die Jury würdigt damit publizistische Angebote im Netz, die auf beeindruckende Weise neue Formen der Informationsvermittlung prägen, einen zeitgemäßen, zukunftsweisenden Beitrag zur Vermittlung relevanter Wissensinhalte liefern oder hochwertige kreative Formen der Unterhaltung entwickeln. Obwohl die ausgezeichneten Websites diesen drei Preiskategorien zugeordnet sind, stehen sie jedoch in Teilen jeweils auch für kategorienübergreifende Elemente. Die Jury trägt damit der Tatsache Rechnung, dass sich Internetangebote immer weniger in feste Schubladen einsortieren lassen.

Zwei Trends ragen 2006 heraus: Die Dynamik der medialen Demokratisierung im Netz und die Entwicklung einer interneteigenen bewegten Bildsprache.

Gerade im Bereich des Bewegtbildes sind dank der immer kostengünstigeren technischen Möglichkeiten neue Formen der Visualisierung entstanden. Die wichtigsten Impulse kommen dabei eindeutig von unabhängigen individuellen Anbietern und engagierten Autoren. Beispiele dafür sind Angebote wie das Internet-Fernsehen „Ehrensenf“, aber auch die TV-Kolumnen mit Toni Mahoni auf “Spreeblick“ oder die multimediale Reisereportage worldtrip.tv.

Sie zeigen eindrucksvoll, dass Bewegtbilder im Internet heute ebenso selbstverständlich eingesetzt werden können wie Fotos und  Texte – und zwar von jedermann. Die preisgekrönten Websites 2006 legen beredtes Zeugnis ab, in welche Richtung und mit welcher Rasanz sich eine neue multimediale Kultur im Netz entwickelt und welche Möglichkeiten einer eigenen Mediensprache sich dort bieten, wenn die multimedialen und interaktiven Ressourcen kreativ kombiniert werden.

Bemerkenswert ist zudem die Zunahme von Angeboten wie iRights, die sich mit dem Schattenseiten des Internet wie der Urheberrechtsproblematik und Sicherheitsfragen  beschäftigen und die sich um nutzernahe Aufklärung bemühen – und etwa in Angeboten wie der nominierten Musikwebsite Tonspion ihr konstruktives Pendant finden.

Zugleich legt die neue Independent-Entwicklung im Netz ein deutliches Zeugnis ab für die Kraft der kommunikativen Möglichkeiten, im Netz eine Gegenöffentlichkeit zu bilden.

Zahlreiche institutionelle Anbieter wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, aber auch die Webauftritte vieler Printmedien, zeigten zwar im Wettbewerb ein professionell hohes Niveau, insbesondere in ihrer optischen Aufbereitung sowie im Umfang der bereitgestellten Informationen. Denn nicht selten sind Angebote der TV-Sender zeitlich begrenzte Projekte, deren medienpolitisch gewollte Programmbegleitung und durch die Sendungen vorgegebene Themenwahl für den Internetnutzer etwas willkürlich erscheint. Dennoch würde sich die Jury wünschen, wenn auch diese Anbieter mehr der interaktiven und hohen kommunikativen Potenziale im Netz nutzen würden. Gerade angesichts der dynamischen Entwicklung des Internet sind Wagnis und Mut zum Umgang mit onlinespezifischen Präsentations- und Interaktionsformen besonders wichtig und Experimentierfreude und Innovationsmut nach Meinung der Jury unerlässlich für einen vorbildlichen, preiswürdigen Onlineauftritt.

Aus der Jury des Grimme Online Award 2006
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Nominierungskommission Grimme Online Award 2006

Margarete Arlamowski leitet seit sechs Jahren als Redakteurin die Online-Auftritte der Zeitschriften ELTERN, www.eltern.de, und ELTERN for family, www.elternforfamily.de, aus dem Gruner+ Jahr Verlag. Im Frühjahr 2006 ist ihr erstes Kinderbuch erschienen. Die Politologin ist außerdem Lehrbeauftragte für Online-Journalismus am Institut für Kommunikationswissenschaften der Universität München und am Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses sowie Jurymitglied der „Gigamaus“, dem Preis, der einmal pro Jahr an die beste Kinder und Jugendsoftware verliehen wird.

Kai Heddergott, geb. 1969, Projektleiter bei MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung in Essen. 1990 bis 1992 Dienst in einer Bundeswehr-Pressestelle, ab 1992 Studium der Publizistik, Soziologie und Neueren Geschichte an der Universität Münster. 1995 bis 1998 Betreuung der Elektronischen Lehrredaktion des Instituts für Publizistik; Dozent für Multimedia- und Online-Schulungen diverser Bildungsträger. 1996 bis 1999 freier Autor (Themen: Multimedia, IuK). Seit 1999 Betreuung und Leitung von Forschungsprojekten bei MMB. Schwerpunkte: E-Learning, Ausbildung in Medienberufen, Qualifizierungsforschung.

Jörg Hoewner, geb. 1969, ist Consultant für moderne Unternehmens-Onlinekommunikation. Nach seinem Publizistikstudium an der Ruhr-Universität Bochum, war er einer der ersten Kommunikationsberater in Deutschland, die sich mit Online Relations / Online-Unternehmenskommunikation befassten. Seit 1995 berät er Kunden in diesem Bereich, baute die Online unit des PR-Marktführers Kohtes Klewes mit auf, die später als ECC Online Relations firmierte. Zwischen 2000 und 2004 Managing Partner und Geschäftsführer von ECC Online Relations (jetzt Pleon). Hat in den letzten 11 Jahren ca. 70 Kunden beraten, vor allem Unternehmen (darunter DAX30-Unternehmen) und mehrere Verbände, ist aktiv als Referent, als Autor von Fachartikeln und als Blogger (http://www.moderne-unternehmenskommunikation.de). Beschäftigt sich schwerpunktmässig mit der Integration von Kommunikation, deren Messbarkeit und der Auswirkung von neuen Kommunikationstechnologien und -trends auf die Unternehmenskommunikation.

Prof. Dipl. Des. Marie-Susann Kühr, geboren 1971 in Freeport/Texas, ist Diplom Designerin. Sie ist seit 2000 Inhaberin der Designagentur moculade. Die Schwerpunkte der Agentur mit Sitz in Köln liegen im Bereich Kommunikationsdesign, Informationsdesign und Corporate Identity. Sie hat am damaligen Kölner Modell (heute KISD) Design studiert. Zudem ist sie gelernte Damenschneiderin und hat zwei Jahre in Paris als Kostümdesignerin und als Assistentin von Modedesignern gearbeitet. Seit 2002 ist sie Lehrbeauftragte an der Rheinischen Fachhochschule Köln im Bereich Medienwirtschaft und später auch im 2004 gegründeten Fachbereich Mediendesign in den Fächern Internetgestaltung, Screen- und Informationsdesign.

Fabian Mohr, geb. 1969, Journalist (Online, Print, Radio) und Fotograf. 1988 bis 1995 Studium der Geschichte und Politikwissenschaft an den Universitäten Regensburg und Düsseldorf. 1988 bis 1997 freier Nachrichtenredakteur und Reporter für Privatradios (u.a. Charivari, Radio NRW, RUFA, BLR). 1997 bis 2001 CvD/Redakteur bei ZDF.MSNBC, 2001 untergegangen mit Wirtschaftswoche E-Business (Verlagsgruppe Handelsblatt), 2001 bis 2005 CvD/Redakteur bei BR-ONLINE, seit 2005 freier Journalist. Auftraggeber u.a. Bayerischer Rundfunk, BR-ONLINE, tagesschau.de, ZDF.de, heute.de, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Tagesspiegel, San Jose Mercury News. Grimme Online Award 2004, Christophorus-Preis 2005, Arthur F. Burns Fellowship 2005.
Weblogs: Notebook Onlinejournalismus, ISO 800; regelmäßige Mitarbeit im Projekt onlinejournalismus.de.

Marie-Luise Nilges, geb. 1970, ist Mitbegründerin von elaika – einer Agentur, die sich auf Beratung (eBusiness, Content), Ideen-Generierung und auf die Entwicklung digitaler und mobiler Kommunikationslösungen fokussiert. Ihr Studium der Germanistik, Anglistik, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften in Köln und London finanzierte Marie-Luise Nilges hinter Theken (als Barkeeperin) und vor Bühnen & Leinwänden (als Theater- und Filmkritikerin). Nach dem M.A. wechselte sie von den Print-Medien zunächst zum TV, dann zum Hörfunk und schließlich in die Multimedia-Branche, wo sie sich seit nunmehr sieben Jahren mit den Darstellungs- und Umsetzungsmöglichkeiten internetbasierter Kommunikationsstrategien beschäftigt.

Prof. Dr. Konrad Scherfer, geboren 1969 in München, wuchs in Köln und Düsseldorf auf. Im Anschluss an das Abitur studierte er Medienwissenschaft an der Universität Siegen. Als Mitglied der Online-Redaktion von DASDING erlebt er am 17. Mai 1997 den Programmstart im "Ding-Labor". Nach dem Abschluss als Diplom-Medienwirt wurde er Mitarbeiter im DFG-Sonderforschungsbereich "Bildschirmmedien" an der Universität Siegen, 2000 folgte die Promotion mit einer Arbeit über deutsche Fernsehpreise.

  • Von 2001 bis 2003 war er Online-Redakteur beim Südwestrundfunk in Stuttgart (SWR.de).
  • Seit April 2003 ist er Professor für Medienwissenschaft und lehrt am Institut für Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln, schwerpunktmäßig im Studiengang Online-Redakteur.

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Statement der Nominierungskommission des Grimme Online Award 2006

„Das Netz gehört allen!“ – lange Zeit sah es so aus, als ob diese Forderung der ersten Onliner durch die publizistischen und ökonomischen Interessen traditioneller Medienanbieter mit deren Online-Auftritten überlagert würde. Aber Zuschreibungen wie Underground und Mainstream funktionieren sowohl in den traditionellen Medien als auch im Web längst nicht mehr. Partizipative Online-Angebote wie Weblogs und Podcasting-Seiten erweitern das mittlerweile „klassische“ Angebotsspektrum des Netzes um Elemente, die mit den Begriffen „Social Software“ oder „Web 2.0“ zusammengefasst werden. Lösen Blogs und Podcasts also Webspecials und Foren ab? Zumindest sind es ergänzende Formen, die viel versprechende Potenziale der kommunikativen Teilhabe bergen und das „neue“ Medium Internet erfährt laufend Transformationen. Aus Sicht der „alten“ Medien werden hier – bislang oft noch testweise – neue Felder betreten und in Teilen wird sogar das „Hausrecht“ abgegeben: Wenn Tageszeitungen ihre Netzauftritte um Weblogs erweitern und die Nutzer zur Kommentierung der Beiträge auffordern, ist nicht immer absehbar, wohin sich Inhalte entwickeln.

Eine der wesentlichen Fragen in der nächsten Zeit wird sein, wie man dem subjektiven Charakter dieser neuen Formen entsprechen und wie ein gemeinsamer Verständigungshorizont bei der Bewertung von Blogs & Co. geschaffen werden kann. Es ist zudem noch nicht entschieden, ob die etablierten Medienakteure die neuen Web-Darstellungsformen lediglich vereinnahmen, um sich eine (vermeintliche) Underground Credibility zu verleihen, oder ihnen tatsächlich eigenständige Räume innerhalb ihres Stamm-Angebots zugestehen. Die Nominierungskommission hält diese Entwicklung für beachtenswert; zeigt sich hier doch, dass im Netz nach wie vor innovative Kommunikationsformen entstehen und in Wechselwirkung mit etablierten treten.

Der dynamischen Entwicklung bei der punktuell vorgenommenen Qualitätsbewertung inhaltlich gerecht zu werden, ist für die Jury nicht immer einfach, wenn – wie beispielsweise bei Weblogs oder (tages-)aktuellen Web-Specials – die Einträge permanent aktualisiert werden und die Tagesform auf die publizistische Qualität Einfluss nimmt. Hier wurde im Zweifelsfall der konzeptionelle Ansatz, Inhalt und Form im Web stimmig zusammenzuführen, bewertet. Ebenso bleibt es für die Nominierungskommission eine Aufgabe und Herausforderung, die inhaltliche Tiefe und Qualität der eingereichten Angebote zu erschließen. Dies gilt insbesondere für die erwähnten neueren Darstellungsformen, die einen starken prozessualen Charakter aufweisen.

Stimmige webspezifische Experimente mit publizistischem Qualitätsanspruch sind im Netz  nach wie vor selten. Dies verwundert umso mehr, als dass die Tools zur Erstellung innovativer Netzauftritte stärker verbreitet sind als zuvor. Ebenso hätte sich die Kommission mehr interessante und zeitgemäße Einreichungen aus dem Bereich der Kulturanbieter gewünscht.

Allgemein lässt sich festhalten, dass Inhalte im Web zunehmend umfassender und webaffiner aufbereitet werden – die Verbreitung und Verfügbarkeit entsprechender Technologien und Bandbreiten fördern diesen Trend und lassen multimediale Archive und Enzyklopädien Wirklichkeit werden. Gleichzeitig wird das Spektrum der Web-Formate zunehmend breiter und kann dadurch unterschiedlichste Nutzerinteressen und Teilöffentlichkeiten zielgerecht bedienen.
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Pressemitteilungen

Nachnominierungen Grimme Online Award 2006 (12.05.2006)
PDF (55 KB)

Nominierungen Grimme Online Award 2006 (02.05.2006)
PDF (87 KB)

Satire, Sounds und Semapedia (22.03.2006)
PDF (156 KB)

Neue Netz-Entwicklungen im Blick (02.03.2006)
PDF (120 KB)