Moderatorin Sandra Rieß führte am 18. Juni durch die Preisverleihung zum Grimme Online Award 2015, die im Kölner DOCK.ONE stattfand. Verliehen wurden acht Preise für publizistische Qualität im Netz - in den Kategorien Information, Wissen und Bildung, Kultur und Unterhaltung sowie Spezial. Zusätzlich zeichnete das Publikum seinen Favoriten unter den nominierten Websites mit dem Publikumspreis aus. Als Preispaten und Laudatoren präsentierten die Gewinner Kai Wiesinger, ChrisTine Urspruch, Tobias Schlegl, Vince Ebert sowie Leslie Clio, die auch für eine musikalische Untermalung des Abends sorgte. Zum nunmehr siebten Mal wurde im Rahmen des Grimme Online Award der "klicksafe Preis für Sicherheit im Internet" verliehen. Er hat das Ziel, solche Angebote und Projekte zu prämieren, die in vorbildlicher Weise einen sicheren Umgang im und mit dem Internet fördern. Pate dieses Preises war der Theater-, Film- und Fernsehschauspieler Philipp Danne.

Auf dem YouTube-Kanal des Grimme Online Award können diejenigen die Preisvergabe des Grimme Online Award 2015 noch einmal sehen, die selber nicht vor Ort sein konnten oder sich einfach nochmal zurück erinnern möchten.

Zum Austausch über die Aufgaben der Medien im Netz und mögliche medienrechtliche Regelungen, ob auf Länder-, Bund- oder EU-Ebene, laden das Grimme-Institut und der Initiativkreis zur Förderung des öffentlichen Rundfunks (IÖR) ein: Am Mittwoch, 24. Juni, von 14 Uhr bis 18 Uhr, im VHS-Forum im Rautenstrauch-Joest-Museum, Cäcilienstrasse 29 bis 33, 50667 Köln.


 

Auch 2015 gab sich die Branche in Marl ein Stelldichein: Rund 900 Gäste waren in der Stadt des Qualitätsfernsehens zur Preisverleihung des renommiertesten deutschen Fernsehpreises geladen. Senderchefs, Regisseure, Autoren, Produzenten und Darsteller feierten die Preisträger und ihre Branche. Dabei stand die Verleihung des 51. Grimme-Preises in diesem Jahr natürlich auch im Zeichen des Flugzeugabsturzes in Frankreich, dessen Opfern – viele aus Marls Nachbarstadt Haltern – bei der Preisverleihung gedacht wurde. Mehr

Das „Grimme-Forschungskolleg – Medien und Gesellschaft im digitalen Zeitalter“ wird sich mit aktuellen Fragen digitaler Kommunikationskulturen und der Rolle der Medien in gesellschaftlichen Wandlungsprozessen auseinandersetzen. Als gemeinsam vom Grimme-Institut und der Universität zu Köln getragene Unternehmung bündelt das Grimme-Forschungskolleg fächerübergreifende wissenschaftliche Kompetenzen, mediale Diskurserfahrungen und praxisorientierte Zugänge zum Mediensystem. Die wissenschaftliche Leitung hat Prof. Dr. Claudia Loebbecke (Universität zu Köln) übernommen, die Geschäftsführung Dr. Frauke Gerlach (Grimme-Institut).

„Inklusion im Fernsehen“ ist ein heikles Feld, aber selbst Comedy-Formate müssen hier nicht peinlich wirken. Das belegte die gleichnamige Veranstaltung der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und der Grimme-Akademie – in Kooperation mit „die medienanstalten“ und „Sozialhelden e.V.“ – vom 17. März 2015. Über einhundertdreißig Medienschaffende, Journalistinnen und Journalisten aus dem Bereich Film- und Fernsehen, aber auch Kolleginnen und Kollegen anderer Medien sorgten für eine gut besuchte Veranstaltung, die im Haus der RTL-Mediengroup in Köln stattfand. 

Nach zahlreichen hausinternen Veränderungen, hat es einen Wechsel in der Führung des Grimme-Aufsichtsrats gegeben: In der Sitzung des Gremiums vom 26.06.2015 wurde Jörg Schönenborn, der Fernsehdirektor des Westdeutschen Rundfunks (WDR), zum neuen Vorsitzenden gewählt. Als Stellvertreter fungiert zukünftig der Marler Bürgermeister Werner Arndt.

Schönenborn löst Ulrich Aengenvoort ab, den Direktor des Deutschen Volkshochschul-Verbands, der die Führung des Aufsichtsrats kommissarisch übernommen hatte. Der Fernsehdirektor des WDR über seine neuen Aufgaben: „Das Grimme-Institut steckt in einem tiefen Wandlungsprozess, so wie das Fernsehen, das es seit Jahrzehnten begleitet und mitgeprägt hat. Der Aufsichtsrat unterstützt und befördert diese Veränderungen. Der Grimme-Preis soll und wird auch in der digitalen Medienwelt ein Gütesiegel für Qualität sein. Dabei gilt es die Unabhängigkeit des Instituts und des Preises zu sichern, finanziell und im Verhältnis zu den Sendern. Auf diese Aufgabe und die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat und mit der Geschäftsführung freue ich mich.“ 

31.12.1889 - 27.08.1963


Wir feiern in diesen Tagen den 125jährigen Geburtstag Adolf Grimmes. Das sollte mehr als ein Ritual sein. Sein Denken kann uns noch heute als Inspirationsquelle dienen – oder sollte man besser von einer Mahnung sprechen?Er wies immer wieder darauf hin: Der Rundfunkteilnehmer kann, so Grimme 1948 in seiner Antrittsrede als Generaldirektor des NWDR,  „erwarten, daß der Rundfunk den Willen zur Qualität besitzt […] Der Rundfunk darf deshalb, wenn er dieser seiner Sendung als Erzieher zum Qualitätsgefühl treu bleiben will, nicht der verführerischen Jagd nach Popularität verfallen.“  Für uns klingt das heute wie der Aufruf zur Programmgestaltung jenseits der Quote. So war der Rundfunk für Adolf Grimme vor allem ein Instrument der politischen Kultur, der die Grundprinzipien des demokratischen Zusammenlebens vermittelt, ohne selbst Machtinstrument der politischen Parteien oder sonstiger „parteipolitischer Gebilde“ zu sein.

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