Grimme Online Award 2004

Aufwändig gestaltete Wissensangebote, vor allem aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, und hochwertige Webspecials prägen die Preisentscheidungen des Grimme Online Award 2004. Das Spektrum reicht von den multimedial aufbereiteten Lernangeboten bei "Planet Wissen" bis zur Sprach-Comedy der "Ersin und Börek Show".

 

Preisträger

Preisträger des »Grimme Online Award 2004 TV«

Preisträger des »Grimme Online Award 2004 Web-Media«

Preisträger des »Grimme Online Award 2004 Medienjournalismus«

Preisträger des »Intel Publikums-Preis 2004«

Zum Seitenanfang

Screenshot Planet Wissen

Preisträger des Grimme Online Award TV

planet-wissen.de

Preis an die Website "Planet Wissen", verliehen für Redaktion und Gestaltung.

Internetadresse: www.planet-wissen.de

Anbieter: Westdeutscher Rundfunk, SWR und BR-alpha

Gesamtverantwortung:
Westdeutscher Rundfunk Köln, SWR und BR-alpha; Redaktion: Beate Schröder, WDR, Uwe Gradwohl, SWR

Gestaltung:
Meik Steuber, Clicktivities AG; Konzept und Idee: u.a. Rainer Hesels, Anne Rüter, Beate Schröder, Uwe Gradwohl

Beschreibung:
Grundlage für das Kooperationsangebot von WDR, SWR und BR-alpha ist die gleichnamige Fernsehsendung »Planet Wissen«, die täglich von Montag bis Freitag ausgestrahlt wird. In verschiedenen Sachbereichen (Natur, Technik, Politik, Geschichte, Kultur, Medien, Sport, Freizeit, Länder und Leute und Alltag und Leben) werden Themen von unterschiedlichen Seiten durch sogenannte Wissensbausteine beleuchtet – jeweils mit Hintergrundinformationen, Video- und Audiobeiträgen, Link- und Literaturlisten, Quiz-Seiten und wahlweise Dokumenten und/oder Porträts zum Thema.

Begründung der Jury:
»Planet Wissen« ist eine lebendige Online-Enzyklopädie, die von Sendung zu Sendung wächst. Einerseits können die Zuschauer hier ihr Wissen vertiefen. Andererseits kann das Angebot auch unabhängig vom Fernsehen genutzt werden. Die zahlreichen Einträge in sieben verschiedenen Rubriken machen aus der Website ein aktuelles Nachschlagewerk. »Planet Wissen« bietet weit mehr als bloße Textinformationen: Kurze Videos, interaktive Experimente und Zeitreisen veranschaulichen die Themen. Leider werden nicht die gesamten Sendungen archiviert.

Zu den Höhepunkten des Angebots zählt eine dreidimensionale Flashanimation des tropi-schen Regenwalds. Auf Knopfdruck kann von Tages- auf Nachtzeit umgeschaltet werden. Ein Klick auf Tiere und Pflanzen öffnet kleine Informationsfenster. Über einen Schiebe-regler können die Ebenen des Dschungels vom Boden bis zur Baumkrone erforscht werden. Vogelgezwitscher und andere Tiergeräusche unterstützen akustisch das Erlebnis.

Online-Nutzer können auf verschiedenen Wegen zum Ziel gelangen. Neben dem Zugang über Rubriken und einer Suchmaschine kann in einem »Wissens-Planetarium« über ein interaktiv steuerbares Netzwerk der Kontext eines Themas recherchiert werden. So kann man assoziativ von Thema zu Thema wandern. Das unspektakuläre und übersichtliche Design unterstützt die Funktionalität des Angebots.

Zum Seitenanfang

Screenshot Staufenberg

Stauffenberg – Der Film

Preis an die Website "Stauffenberg – Der Film", verliehen für Redaktion und Gestaltung, sowie Gesamtverantwortung.

Internetadresse: nicht mehr online verfügbar

Anbieter: Südwestrundfunk

Gesamtverantwortung:
Heidi Schmidt, SWR; Redaktion: Bettina Fächer, Karl Ewald, SWR

Gestaltung, Konzept und Idee:
Bettina Fächer, SWR, Sabine Fischer, Agentur Collective Intelligence, Berlin

Beschreibung:
Die Website »Stauffenberg« bietet ausführliche Informationen zum Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944. Sie zeigt, welche Rolle der junge Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielte und zeichnet die Entwicklung des militärischen Widerstandes von 1938 bis nach dem Scheitern der Umsturz-Pläne nach. Das Angebot verdeutlicht das Handeln und die Biografie der Protagonisten. Und es bietet Wissenswertesü ber den vom SWR produzierten Fernsehfilm, den Regisseur Jo Baier, die Schauspieler und die Dreharbeiten.

Begründung der Jury:
Die Website zum Film »Stauffenberg« erscheint der Jury preiswürdig, weil sie mehrere Vorzüge vereint: Die Gestaltung ist angenehm und unspektakulär, das Erscheinungsbild übersichtlich und elegant, die Vermittlung der Inhalte geschieht, ohne den Fernsehbeitrag zu duplizieren. Darin spiegelt sich die zunehmende Reifung des Internet als Medium wider. Es sind nicht bunte Bildchen und blinkende Buttons, sondern die Inhalte, um deretwillen das Internet ein so faszinierendes Medium ist. Die Flüchtigkeit der Fernsehbilder kann eingefangen werden, dem Augenblick wird Dauer verliehen. Den Gestaltern der Website gelingt es, diese Transformation mit den Mitteln des Internet zu erreichen.

Die Site ist zwar programmbegleitend, kann jedoch auch ohne den Fernsehfilm verstanden werden. Der besondere Effekt dabei ist die Tatsache, dass sich die Website auf die historischen Fakten zum Ereignis fokussiert. Jede unnötige Verzettelung wird vermieden, die Site trennt in zeitgeschichtliche Hintergründe und Material zum Film. Die Darstellung des historischen Umfeldes stellt eine sinnvolle Erweiterung des im Film behandelten Ereignisses dar.

Es wird auch hier auf Effekthascherei zugunsten der nüchternen, sachlichen – meist geschriebenen – Darstellung verzichtet. So gelingt es den Machern, die Brücke zu schlagen vom doppelt singulären Ereignis – das Attentat/der Film – zu einer Reise in die Geschichte, von der der User mit neu erworbenem Wissen zurückkehrt, ohne sich ermüdet zu fühlen. Man wünschte, alle Lehrbücher könnten solches von sich behaupten.

Zum Seitenanfang

Screenshot Verkehrsunfälle

Verkehrsunfälle

Preis an die Website "Verkehrsunfälle – das verdrängte Massensterben", verliehen für Redaktion.

Internetadresse: www.br-online.de/unfall

Anbieter: BR-ONLINE

Gesamtverantwortung: Rainer Tief und Hans Helmreich

Redaktion: Fabian Mohr

Gestaltung: Fabian Mohr

Konzept und Idee: Fabian Mohr

Beschreibung:
Das Dossier von Fabian Mohr beleuchtet, was Statistiken ausblenden: Verkehrsunfälle können ein Leben verändern oder sogar zerstören – in Sekundenbruchteilen. Zu Wort kommen Eltern, die ihr Kind verloren haben, Unfallopfer, die jahrelang um ihr Recht kämpfen mussten, Sanitäter und Seelsorger, die täglich mit Tod und Leid konfrontiert werden, Wissenschaftler, die nach Lösungen suchen. Zusätzliche interaktive und multimediale Elemente ergänzen das Dossier.

Begründung der Jury:
»Verkehrsunfälle – das verdrängte Massensterben« ist wegen seiner ungewöhnlichen journalistischen Qualität ausgezeichnet worden. Der Autor Fabian Mohr hat das Thema gefunden, wo es schnell übersehen wird: in den täglichen vermischten Meldungen. Kaum ein Autounfall ist spektakulär genug, um es in die Schlagzeilen zu »schaffen«. Mohr hat die Geschichte hinter den kurzen Meldungen gesucht und ist auf Menschen gestoßen, deren Leben als Überlebende erschüttert ist. In dem Angebot, das die Sendung »quer« auf unerwartete Art und Weise vertieft, sind die Mittel des Internet unauffällig und dafür umso effektvoller eingesetzt. Es ist gelungen, anzureichern und nicht zuzudecken: Videos, Audios, Abstimmungen und weiterführende Links sind sinnvoll in den Text eingebettet. Die Multimedialität wirkt beim Lesen so natürlich, als sei sie seit langem selbstverständlich gepflegte Form.

Der Preis für dieses journalistisch herausragende Angebot, das von der eigenen Idee über die selbständige Recherche bis zur Umsetzung überzeugt, soll Sender und andere Anbieter ermutigen, in diese Richtung weiter zu gehen. Auch sendungsbegleitender Jour-nalismus darf nicht in der Wiederholung verharren. Es wäre wünschenswert, wenn es mehr solche Geschichten im Internet gäbe, die auf einer Augenhöhe mit den besten Recher-chestücken und Reportagen der traditionellen Medien stehen.

Zum Seitenanfang

Screenshot Dem Ersin und Börek Show

Preisträger des Grimme Online Award Web-Media

Dem Ersin und Börek Show

Preis an die Website "Dem Ersin und Börek Show", verliehen für Konzept und Gestaltung.

Internetadresse: nicht mehr online verfügbar

Anbieter: 4LagigWeich – Langbein & Kunze GbR

Gesamtverantwortung:
Martin Kunze & Jan H. Langbein; Redaktion: Björn Kimminus, Martin Kunze

Gestaltung:
Jan H. Langbein; Konzept und Idee: Björn Kimminus & Jan H. Langbein

Beschreibung:
»Du Ersin, ich hab Disch was mitgebracht«, heißt es zu Beginn von »Dem Ersin und Börek Show«. Bei den »fundierten« Beiträgen der beiden Hauptdarsteller Ersin und Börek bleibt kein Auge trocken und so manches wird sogar blau. Unterstützt werden die beiden Verbalakrobaten in ihrer Wochenshow von Ersins Hund Dober-Pauli und einem Büsumer Krabbenkutterkapitän. Vor Ersin und Börek ist keiner sicher, weder das Raumschiff Enterprise noch Britney Spears.

Begründung der Jury:
Die Website der – oder um genau zu sein – »Dem Ersin und Börek Show« besticht durch ihre leichthändige und elegante Programmierung, ihren hohen Unterhaltungswert und die liebevoll entwickelten Charaktere. Die beiden Deutsch-Türken Ersin und Börek haben mit Ernie und Bert aus der Sesamstraße mehr als die Anfangsbuchstaben des Namens gemeinsam. Sie unterhalten Mitspieler und Publikum mit wöchentlich neuen, überraschenden und ganz eigenen Beiträgen zur Verwendung der Buchstaben des Alphabets und zu anderen lebenswichtigen Themen.

Die Site hält ein reichhaltiges Angebot vor, und Ersin und Börek werben nicht nur für Kaffeebecher, sondern auch um Sympathie für ihre Freunde, etwa Bertram, den Krabbenkutterfahrer, der in der »Kochkajüte« die fachgerechte Dekonstruktion eines Hamburgers vorführt, oder den Diskothekenbesitzer Mohamed aus Berlin-Neukölln (Lieblingsdrink: Salami-Maracuja-Cocktail). Wie feingeschliffen das Vergnügen ist, zeigt sich in den Details. So gibt es in der Menüführung außer, wie gewohnt, einem Intro endlich auch mal ein Outro.

Was die Ersin und Börek Show von den vielen anderen Sites unterscheidet, auf denen ebenfalls virtuos mit Flash-Animationen umgegangen wird, ist das web-eigene Comic-Format, das in dieser Form noch nirgendwo zu sehen war – und das seit kurzem sogar den Sprung ins TV geschafft hat. Wiewohl es zu keiner anderen Nominierung so intensive weil unterschiedliche Argumentationen gab, schließt die Jury sich letztlich der Anmerkung eines Ersin und Börek-Bewunderers in einem Online-Forum an: »dem ist wirklich cool...«

Zum Seitenanfang

Sreenshot Der Film Poem

Der Film Poem

Preis an die Website "Der Film Poem", verliehen für Konzept und Idee sowie für Gestaltung.

Internetadresse: www.poem-derfilm.de

Anbieter: Trigger Happy Productions GmbH

Gesamtverantwortung: Trigger Happy Productions GmbH

Redaktion: Trigger Happy Productions GmbH

Gestaltung: Kai Wemer, Jan Pischke, Uhura GmbH

Konzept und Idee: Trigger Happy Productions GmbH, Ralf Schmerberg

Beschreibung:
Im eigenen Design und in einem für das Internet entwickelten Format präsentiert »poem-derfilm.de« Hintergrundinfos zum Film wie Kurzinhalt, Trailer, Darsteller, Sprecher und Gedichte mit Filmauszügen zum Anschauen. Darüber hinaus werden Vertriebswege, Schulinformationen, Kinotermine, Presse-Informationen und zusätzliches Bildmaterial zur Verfügung gestellt.

Begründung der Jury:
Die den Kinofilm »Poem« begleitende Website ist eine angenehme und ansprechende multimediale Komposition, die sowohl gestalterisch als auch inhaltlich den User in ihren Bann zieht. Nicht nur, dass ein ungewöhnliches Layout zum spielerischen Erleben der Seite animiert, auch die schlüssige Integration von Filmausschnitten und 19 Gedichten großer deutscher Lyriker schafft eine fesselnde Gesamtatmosphäre. Wie harmonisch und unaufdringlich die ausgewählten Filmsequenzen mit namhaften Schauspielern zu den einzelnen Gedichten passend inszeniert werden, ist ein Beweis dafür, dass das »zarte Gewächs der Lyrik« sehr wohl im Mittelpunkt einer multimedialen Online-Inszenierung stehen kann.

In Zeiten immer bunterer und Effekt haschenderer Umsetzung eine willkommene Ausnahme! Dass man unter »Poem-Salon« anderes erwartet als eine profane Bildergalerie von Prominenten, tut dem Gesamtwerk zum Glück keinen Abbruch.

Denn demgegenüber stehen neben dem anspruchsvollen Gesamtarrangement von Wort und Bild auch so schöne Details wie »Gedicht empfehlen« – ein Feature, dass dem intuitiv in die Seite eintauchenden Interessierten eine besondere interaktive Möglichkeit gibt, sein emotionales Erleben mit anderen zu teilen.

Zum Seitenanfang

Screenshot Die Gegenwart

Preisträger des Grimme Online Award Medienjournalismus

Die Gegenwart

Preis an die Website "Die Gegenwart", verliehen für die Gesamtverantwortung.

Internetadresse: http://www.neuegegenwart.de

Anbieter: Björn Brückerhoff

Gesamtverantwortung: Björn Brückerhoff

Redaktion: Björn Brückerhoff (Chefredaktion), freies Autorenteam

Gestaltung: Björn Brückerhoff

Konzept und Idee: Björn Brückerhoff

Beschreibung:
»Die Gegenwart« ist ein privates Online-Magazin für Medienjournalismus. Es erscheint sechsmal jährlich, jeweils mit zahlreichen Beiträgen zu einem Schwerpunktthema. Top-Entscheider und Meinungsmacher der Medienszene stellen sich in jeder Ausgabe einem Interview. Das Magazin ist publizistisch unabhängig und verzichtet deshalb auf Werbung. Seit 1998 sind 37 Ausgaben erschienen.

Begründung der Jury:
Der Medienjournalismus hat in vielen Verlagshäusern die Sparmaßnahmen der jüngsten Vergangenheit nicht überlebt. Um so bemerkenswerter ist es, dass ausgerechnet im Internet dieses »Genre« wieder an Bedeutung zu gewinnen scheint. Besonders auffällig ist dabei die Anlehnung an das Erscheinungsbild des Print-Journalismus. Spricht daraus eine gewisse Verhaftung im traditionellen »Look and feel« des eigenen Sujets? Oder ein Signal, von der zwanghaften Vorstellung befreit zu sein, wonach im Internet nichts nach Print aussehen dürfe? Die Jury hat sich entschlossen, mit der Auszeichnung der »Gegenwart« dieser die Antwort auf die beiden Fragen selbst zu überlassen. Trotz eines im Detail noch ausbaufähigen Designs – etwa Karteikarten mit Reitern, die nicht alles erklären, was sich hinter ihnen vebirgt – bleibt festzuhalten, dass in diesem Angebot Form und Inhalt sehr gut zuein-ander passen, dass die Textgestaltung in Bezug auf die Lesbarkeit vorbildlich ist und sich die Inhalte durch ein sehr hohes Niveau auszeichnen.

Bereits die Nominierungskommission hat darauf hingewiesen, dass Kostbarkeiten des Internets dort besser zu gedeihen scheinen, wo keine großen Verwaltungsstrukturen pfiffige Ideen überlagern. »Die Gegenwart« steht für eine neue Qualität, vielleicht sogar für eine neue Qualitätsstufe dieses Genres im Netz, und ist ein inhaltlich sehr gutes Beispiel für die Kategorie Medienjournalismus. Es bleibt zu hoffen, dass dem Angebot die Aufmerk-samkeit der und die Wirkung in die Medien hinein zukommt, die es verdient hat.

Zum Seitenanfang

Screenshot GZSZ

Preisträger des Intel Publikums-Preises 2004

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Internetadresse: www.gzsz.de

Anbieter: RTL NEWMEDIA GmbH im Auftrag der GZSZ GmbH

Gesamtverantwortung: Patrick Zeilhofer

Redaktion: Frank Kohls, Sarah Witte

Gestaltung: meta-design und Beate Küffler, RTL NEWMEDIA art direction

Konzept und Idee: GZSZ GmbH

Inhalt:
"Gute Zeiten, schlechte Zeiten" ist eines der meistbesuchten Jugendportale Deutschlands. Sendebegleitend zur gleichnamigen Fernsehserie auf RTL bietet das Angebot den Usern neben Insider-Infos ein breites Themenspektrum. Das GZSZ.de Portal animiert zum Mitmachen. Ob bei Musik- und Kino-News, Lebensberatung oder einem Lern-Quiz: die Interaktivität steht immer im Mittelpunkt. Für alle ungeduldigen Fans hält die Site noch eine Spezialität bereit. Die aktuelle "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" Folge kann schon sechs Stunden vor der TV-Ausstrahlung online gesehen werden.

Zum Seitenanfang

Nominierte

Nominierungen zum »Grimme Online Award TV«

Nominierungen zum »Grimme Online Award Web-Media«

Nominierungen zum »Grimme Online Award Medien-Journalismus«

Zum Seitenanfang

Screenshot Stauffenberg - Der Film

Stauffenberg - Der Film, SWR

Steht online nicht mehr zur Verfügung.

Anbieter: Südwestrundfunk

Gesamtverantwortung: Heidi Schmidt, SWR

Redaktion:
Bettina Fächer, Karl Ewald (alle SWR)Gestaltung, Konzept und Idee: Bettina Fächer (SWR), Sabine Fischer (Agentur Collective Intelligence, Berlin)

Inhalt:
Die Website „Stauffenberg“ bietet ausführliche Informationen zum Geschehen am 20. Juli 1944. Sie zeigt, welche Rolle der junge Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielte, und zeichnet die Entwicklung des militärischen Widerstandes von 1938 bis nach dem Scheitern der Umsturz-Pläne nach.

Das Angebot verdeutlicht, wie kontrovers das Handeln der Männer des 20.Juli von 1945 an bis heute bewertet wurde. Und es bietet Wissenswertes über den vom SWR produzierten Fernsehfilm, den Regisseur Jo Baier, die Schauspieler und die Dreharbeiten.

Zum Seitenanfang

Screenshot Europa im Mittelalter

Europa im Mittelalter

Internetadresse: www.mittelalter.zdf.de

Anbieter: Zweites Deutsches Fernsehen

Gesamtverantwortung: Ferdinand UtnerRedaktion: Kirsten Bode, Katja Berwind

Gestaltung: Rudi Leitermann/ Contnet (Agentur)

Konzept und Idee: Kirsten Bode/ Contnet (Agentur)

Inhalt:
Der programmbegleitende Internet-Auftritt bietet einen multimedialen Einblick in die Zeit der Ritter und Burgen, Klöster und Kathedralen, der Pest-Epidemien und der Kreuzzüge. Das Angebot umfasst viele Hintergrundtexte, Bilderserien, Videos, eine Chronik, eine virtuelle Idealburg, Flash-Module über den Bau einer gotischen Kathedrale oder die Ankleideschritte eines Ritters, ein Turnier-Spiel und ein Quiz. Mit Hilfe des "Minnelied-Generators" können individuelle Briefe ins Mittelhochdeutsche übersetzt und in mittelalterlichem Layout gestaltet werden.

Zum Seitenanfang

Reise zum Mars, BR

Internetadresse: www.br-online.de/wissen-bildung/thema/mars/index.xml

Anbieter: Bayerischer Rundfunk

Gesamtverantwortung: Hans Helmreich, Rainer Tief

Redaktion: Günter Rank, Heike Westram

Gestaltung: Franziska Pucher, Markus Mathieu (Spiel)

Konzept und Idee: Heike Westram

Inhalt:
Die REISE ZUM MARS führt den User durch ein reiches Angebot - von aktuellen Missionen und ihren Forschungsergebnissen bis zum detaillierten Hintergrundwissen über den Mars. Erkundungen über Animationen und Spiele gehen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Informationen. Das Internetangebot bündelt mediengerecht die zahlreichen Hörfunk- und Fernsehbeiträge des Bayerischen Rundfunks zum Thema Mars und informiert über OnAir-Beiträge.

Zum Seitenanfang

Screenshot Tagesschau

tagesschau.de

Internetadresse: www.tagesschau.de

Anbieter: ARD/Norddeutscher Rundfunk

Gesamtverantwortung: Jörg Sadrozinski

Redaktion: Niels Rasmussen, Sven Bruns u.v.a.m.

Gestaltung: Undine Dennert, Thomas Staub

Konzept und Idee: Jörg Sadrozinski

Inhalt:
tagesschau.de ist das Nachrichten- und Informationsangebot der ARD. An 365 Tagen im Jahr gibt es hier 24 Stunden am Tag aktuelle Meldungen, Hintergrundberichte, Interviews, Analysen und Kommentare. Das alles wird ergänzt und multimedial aufbereitet mit Audio- und Videobeiträgen der Reporter und Korrespondenten der ARD.

Zum Seitenanfang

Screenshot Eventbox

Die sport.ARD.de-Eventbox, WDR

Internetadresse: http://sport.ard.de/sp/komponente/eventbox/eventbox.html

Anbieter: Westdeutscher Rundfunk

Gesamtverantwortung: Stefan Moll (WDR-Internetredaktion)

Redaktion: Erik Felske (sport.ARD.de), Katrin Day (sport.ARD.de)

Gestaltung: Christiane Wolf und Sascha Mandelkow (Rubinmedia)

Konzept und Idee: Erik Felske und Katrin Day

Inhalt:
Die sport.ARD.de-Eventbox ist eine Kombination aus Videos, Audios, Fotos und Texten, die automatisch in einer dramaturgischen Folge ablaufen und so dem User Geschichten erzählen und Themen nahebringen. Das Angebot nutzt sowohl selbst produzierte Audios und Videos als auch Passagen aus dem Hörfunk- und Fernseh-Programm der ARD. Die Eventbox berichtet über ein Fußball-Länderspiel ebenso wie über ein Rollstuhl-Rugby-Turnier, bei dem gleichzeitig die Sportart erklärt wird. Neben dem Auto-Play kann der User sich auch selber von Station zu Station navigieren. Zusätzlich hat er die Möglichkeit, sich in der „Regiezentrale“ aus dem vorhandenen Material eigene Events zusammen zu stellen, diese neu zu editieren und zu speichern.

Zum Seitenanfang

Screenshot Planet Wissen

Planet Wissen

Internetadresse: www.planet-wissen.de

Anbieter: Westdeutscher Rundfunk, SWR und BR-Alpha

Gesamtverantwortung: Westdeutscher Rundfunk Köln

Redaktion: Bildung

Gestaltung: Clicktivities Düsseldorf

Konzept und Idee: u.a. Rainer Hesels, Anne Rüter, Beate Schröder, Uwe Gradwohl

Inhalt:
Grundlage für das Kooperationsangebot von WDR, SWR und BR alpha ist die gleichnamige Fernsehsendung „Planet Wissen“. In mehreren Folgen wurde z.B. facettenreich das Thema „Wald“ beleuchtet und parallel dazu im Internet ein vielfältiges Angebot aus Text-, Bild- und Filmmaterial zum Leben im Wald wie im Dschungel, zu Bäumen, Regenwäldern und der Taiga aufbereitet. Mit zwei multimedialen Elementen kann der Betrachter zu den Regenwäldern unserer Erde reisen oder sich spielerisch auf Spurensuche und Stimmenfang in den Wald begeben. Durch die Kombination verschiedener Medien steht das „Planet Wissen“-Angebot für modernes Lernen.

Zum Seitenanfang

Screenshot DEUTSCHE KLASSE

DEUTSCH KLASSE, BR

Internetadress: www.br-online.de/alpha/deutschklasse

Anbieter: Bayerischer Rundfunk

Gesamtverantwortung: Hans Helmreich, Rainer Tief

Redaktion: Günter Rank, Mirjam Piniek

Gestaltung: Ralf Orthofer, Beatrix Rottmann

Konzept und Idee: Mirjam Piniek, Günter Rank (Jörg Lösel)

Inhalt:
DEUTSCH KLASSE ist ein Integrationsprojekt. Es will auf unterhaltsame Weise zum Deutsch-Lernen animieren und das Verständnis zwischen den Kulturen fördern. Die Online-Begleitung greift die Migrantenschicksale aus der TV-Serie auf, bietet Hilfestellungen für den Alltag in Deutschland und führt mit interaktiven Sprachübungen an die Eigenheiten der deutschen Sprache heran. Hintergrund-Informationen zur Zuwanderung und ein interkulturelles Weltreisespiel, in dem ein Deutscher zum Fremden wird, runden das Angebot ab.

Zum Seitenanfang

Screenshot Europa wächst zusammen

Europa wächst zusammen

Internetadresse: online nicht mehr verfügbar

Anbieter: Zweites Deutsches Fernsehen

Gesamtverantwortung: Andreas Rother, Anke Hüsig

Redaktion: Anke Hüsig, Andreas Rother

Gestaltung: Heike Schmidt, Rolf Zimmermann

Konzept und Idee: Andreas Rother, Anke Hüsig

Inhalt:
Das Modul „Europa wächst zusammen“ bietet einen informativen und zugleich unterhaltsamen Zugang zur EU-Erweiterung. Interaktiv und in eigens für das Modul produzierten Videos werden grundlegende, beeindruckende und berührende Facetten der Erweiterung gezeigt: von den zehn Beitrittstaaten über die Institutionen und das Leben in der EU bis zu Geschichte und Zukunft der Union. Ein Quiz und mehrere Abstimmungen laden dabei zum Mitmachen ein. ZDF-Anchorman Steffen Seibert moderiert das Angebot.

Zum Seitenanfang

Screenshot GZSZ

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Internetadresse: www.gzsz.de

Anbieter: RTL NEWMEDIA GmbH / Im Auftrag der GZSZ GmbH

Gesamtverantwortung: Patrick Zeilhofer

Redaktion: Frank Kohls, Sarah Witte

Gestaltung: meta-design und RTL NEWMEDIA art direction (verantw.: Beate Küffler)

Konzept und Idee: GZSZ GmbH

Inhalt:
Die Fansite zur Erfolgsserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ist eines der meistgenutzten Jugendportale Deutschlands. Gegliedert in drei Bereiche („Deine Serie“, „Deine Welt“ und „Deine Freunde“), bietet sie Jugendlichen neben Insider-Infos zur Serie ein breites Themenspektrum von Musik- und Kino-News über Lebensberatung bis hin zu Lern-Quizzes und Videos. Interaktivität steht dabei im Mittelpunkt: Ob Games, spielerische Tests oder die Möglichkeit, per „Klick-Kontakt“ neue Freunde zu finden - GZSZ.de ist ein Portal, das zum Mitmachen animiert. Fans können die aktuelle GZSZ-Folge schon sechs Stunden vor TV- Ausstrahlung online sehen. Und mit dem „GZSZ-Brunch“ (samstags bei RTL) ist es zudem gelungen, ein Online-Format ins TV zu verlängern.

Zum Seitenanfang

Screenshot Verkehrsunfälle

Verkehrsunfälle – das verdrängte Massensterben

Internetadress: www.br-online.de/bayern-heute/thema/unfall

Anbieter: BR-ONLINE

Gesamtverantwortung: Rainer Tief und Hans Helmreich

Redaktion: Fabian Mohr

Gestaltung: Fabian Mohr

Konzept und Idee: Fabian Mohr

Inhalt:
Das Dossier von Fabian Mohr beleuchtet, was Statistiken ausblenden: Verkehrsunfälle können ein Leben auf den Kopf stellen oder sogar zerstören – in Sekundenbruchteilen. Zu Wort kommen Eltern, die ihr Kind verloren haben; Unfallopfer, die jahrelang um ihr Recht kämpfen mussten; Sanitäter und Seelsorger, die täglich mit Tod und Leid konfrontiert werden; Wissenschaftler, die nach Lösungen suchen. Zusätzliche Elemente wie Online-Voting, Bildergalerie und ausgewählte TV-Beiträge als Videos ergänzen das Dossier in BR-ONLINE.

Zum Seitenanfang

Screenshot Kurzfilm

Nominierungen zum Grimme Online Award Web-Media

kurzfilm.de

Internetadress: www.kurzfilm.de

Anbieter: kurzfilm.de mediabiz KG

Gesamtverantwortung: Backhaus, Eggert, Raschke

Redaktion: Ferdinand Eggert, Dirk Raschke

Gestaltung: Götz Backhaus

Konzept und Idee: Backhaus, Eggert, Raschke

Inhalt:
www.kurzfilm.de präsentiert Produktionen verschiedener Genres. Die NutzerInnen können diese kostenlos als Videostream ansehen und bewerten. Die Filme, Infos rund um die Kurzfilmszene, ein Talentbereich und die Foren bestimmen den Charakter der Seite. Hier finden z.B. auch Filmemacher und Autoren zueinander. Kurzfilm.de stellt die auf der Website gezeigten Filme zudem für die weitere Verwertung zur Verfügung.

Zum Seitenanfang

Freshmilk Web-TV

Internetadresse: www.freshmilk.de

Anbieter: freshmilk GmbH

Gesamtverantwortung: Kai Wermer

Redaktion: Sabine von Wegen, Gernot Tögel, Kai Wermer, Bianca Husein

Gestaltung: Juha Richter

Konzept und Idee: Kai Wermer

Inhalt:
Die Freshmilk.tv wurde 1999 gegründet. Freshmilk ist das erste urbane NetTV in Deutschland und mit heute über 8.000 selbstproduzierten Sendeminuten oder ca. 900 Einzel-Videos eines der aktivsten NetTVs. In fünf Themen-Channel: Stillabor, Nachtpark, Freshmusic, Culturepark, Freshfilm sowie diversen Einzelformaten wird über die Facetten des urbanen Lebens berichtet - beyond Mainstream! In einzelnen Formaten wie z. B. Videomat.X können die User selbst interaktiv eingreifen.

Zum Seitenanfang

Die Ersin und Börek Show

Internetadress: online nicht mehr verfügbar

Anbieter: 4LagigWeich – Langbein & Kunze GbR

Gesamtverantwortung: Martin Kunze & Jan H. Langbein

Redaktion: Björn Kimminus, Martin Kunze

Gestaltung: Jan H. Langbein

Konzept und Idee: Björn Kimminus & Jan H Langbein

Inhalt:
“Du Ersin, ich hab Disch was mitgebracht“, heißt es zu Beginn von “Dem Ersin und Börek Show“. Die beiden Hauptdarsteller Ersin und Börek unterhalten ihr Publikum mit mehr oder weniger “fundierten“ Beiträgen zur Verwendung der Buchstaben des Alphabets und zu anderen Themen des Lebens. Da bleibt kein Auge trocken und so manches wird sogar blau. Unterstützt werden die beiden Verbalakrobaten in ihrer Wochenshow von Ersins Hund Dober-Pauli und einem Büsumer Krabbenkutterkapitän. Vor Ersin und Börek ist keiner sicher, weder das Raumschiff Enterprise noch Britney Spears!

Zum Seitenanfang

Il tempo cambia - Stefano Giannotti

Internetadresse: www.swr.de/swr2/ssi/inserts/Il_tempo_cambia

Anbieter: SWR

Gesamtverantwortung: Hans Burkhard Schlichting, SWR

Redaktion: Hans Burkhard Schlichting, Markus Vögele, Clemens Zoch

Gestaltung: Jürgen Betker, Bernhard Deißler, Markus Vögele

Konzept und Idee: Markus Vögele, Jürgen Betker, Hans Burkhard Schlichting, Clemens Zoch

Inhalt:
"Il tempo cambia online" ist die interaktive Erweiterung des Karl-Sczuka-Preiswerks 2002 (Hörspielpreis des SWR) von Stefano Giannotti. Giannotti hat für jedes der 64 Zeichen des I Ging eine Klangminiatur komponiert. Diese Klangminiaturen werden auf der von uns gestalteten Webseite in einer Matrix von 8x8 Zeichen dargeboten. Der Besucher kann diese Einzelzeichen hintereinander anhören oder die Abfolge per Zufallsgenerator generieren lassen. Er kann aber auch selbst, durch eine freie Abfolge der Klangminiaturen, das I Ging neu "komponieren".

Zum Seitenanfang

Phantasma, Zeitgenossen

Internetadresse: www.zeitgenossen.com/phantasma

Anbieter: Zeitgenossen

Gesamtverantwortung: Ursula Hentschläger, Zelko Wiener

Redaktion: Ursula Hentschläger, Zelko Wiener

Gestaltung: Ursula Hentschläger, Zelko Wiener

Konzept und Idee: Ursula Hentschläger, Zelko Wiener

Inhalt:
"Phantasma" ist eine poetische Interpretation menschlicher Zustände. In vier einzeln begehbaren Modulen entsteht ein verdichtetes Bild von Übergängen. Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich. Die Konstruktion interaktiver und audiovisueller Klangräume im WWW gilt dabei als zentrale formale Herausforderung. Die inhaltliche Auseinandersetzung fokussiert auf den Zusammenhang von Macht und Vergänglichkeit.

Zum Seitenanfang

avience -Plattform für multimediale Experimente und Visionen

Internetadresse: online nicht mehr verfügbar

Anbieter: PILOT ArGe

Gesamtverantwortung: PILOT ArGe

Redaktion: PILOT ArGe

Gestaltung: ABVK / Alex Baumgardt + Wiebke Lesch

Konzept und Idee: PILOT ArGe

Inhalt:
Analog war vorgestern, linear – gestern. avience versteht sich deshalb als mediale Schnittstelle für Menschen, die Interesse an der Weiterentwicklung audiovisueller Kulturtechniken haben und ihre Faszination dafür miteinander teilen wollen. Prototypisch und authentisch werden hier Grenzen hin zu neuen Erfahrungen geöffnet. Internationale Medienkollektive beteiligen sich am Entstehen dieser medialen Plattform und stellen sich und ihre Visionen vor. BMW Innovatoren haben die progressive Kraft erkannt: sie unterstützen die Arbeiten dieser wachsenden, vitalen Szene und fordern sie zu nonlinearer Auseinandersetzung mit ihrer Marke heraus.

Zum Seitenanfang

interpool.tv.magazin

Internetadresse: www.interpool.tv/index.php

Anbieter: interpool.tv, Fred Kowasch Filmproduktion

Gesamtverantwortung: Fred Kowasch

Redaktion: Fred Kowasch / Tobias Seeber

Gestaltung: Susanne Gerhardt

Konzept und Idee: Susanne Gerhardt / Fred Kowasch

Inhalt:
interpool.tv ist ein eigenständiger und unabhängiger Online-Dienst. Eine Vielzahl der online verfügbaren Filmbeiträge wurde unter anderem für die öffentlich-rechtlichen Programme produziert. interpool.tv betreibt ein zeitkritisches, nicht von Sendezeiten abhängiges TV-Magazin das komplett im Stream und in hervorragender Qualität gesehen werden kann. Auf der Webseite werden in den Themenbereichen Politik, Sport, Medien, Berlin und Travel zahlreiche Artikel angeboten. Täglich erscheint ein Sport-Presse-Spiegel. Das Angebot ist kategorisiert, von ausgebildeten Journalisten gemacht und aktuell. Unter anderem werden Exklusiv-Informationen zu den Beiträgen zum Download bereitgestellt.

Zum Seitenanfang

We are all astronauts

Internetadresse: www.weareallastronauts.com

Anbieter: urbn

Gesamtverantwortung: Franka Futterlieb und Joern Alraun

Redaktion: Franka Futterlieb und Joern Alraun

Gestaltung: Franka Futterlieb und Joern Alraun

Konzept und Idee: Franka Futterlieb und Joern Alraun

Inhalt:
„We are all astronauts“ ist eine Retrospektive über das Schaffen des Erfinders und Visionärs Buckminster Fuller in Form von interaktiven Kurzgeschichten. Die Seite baut sich bei jedem Besuch aus einem Pool von Gestaltungs-und Inhaltselementen neu auf; so entstehen Hunderte von Möglichkeiten, wie der jeweilige Inhalt aussehen kann. Damit sollen die spannenden und innovativen Ideen Fullers in einem ebenso unkonventionellen und interessanten Rahmen erzählt und erfahrbar gemacht werden. Die Interaktion des Users wird zudem analysiert und steuert den Umfang einzelner Themen.

Zum Seitenanfang

Der Film POEM

Internetadresse: www.poem-derfilm.de

Anbieter: Trigger Happy Productions GmbH

Gesamtverantwortung: Trigger Happy Productions GmbH

Redaktion: Trigger Happy Productions GmbH

Gestaltung: Kai Wermer, Jan Pischke, Uhura GmbH

Konzept und Idee: Trigger Happy Productions GmbH, Ralf Schmerberg

Inhalt:
Im eigenen Design und in einem für das Internet entwickelten Format präsentiert „poem-derfilm.de“ Hintergrundinfos zum Film wie Kurzinhalt, Trailer, Darsteller, Sprecher und Gedichte mit Filmauszügen zum Anschauen. Darüber hinaus werden Vertriebswege, Schulinformationen, Kinotermine, Presse-Informationen und zusätzliches Bildmaterial zur Verfügung gestellt.

Zum Seitenanfang

Wenn Muskeln reißen - ein multimediales Special

Internetadresse: http://sport.ard.de/sp/allgemein/verletzungen/index.jhtml

Anbieter: Westdeutscher Rundfunk

Gesamtverantwortung: Stefan Moll (WDR-Internetredaktion)

Redaktion: Erik Felske (sport.ARD.de), Katrin Day (sport.ARD.de), Michaela Rose (sport.ARD.de)

Gestaltung: Christiane Wolf und Sascha Mandelkow (Rubinmedia)

Konzept und Idee: Erik Felske und Katrin Day

Inhalt:
Das interaktive und multimediale Special von sport.ARD.de erklärt häufige Verletzungen im Leistungs- und Freizeitsport, deren Ursachen sowie Behandlungsmöglichkeiten und Heilungschancen. Typische Sportverletzungen - vom Achillessehnenriss bis zur Zerrung - sowie mögliche Therapieformen werden durch die Kombination von aufwändigen Flash-Animationen, aufschlussreichen Texten sowie ergänzendem Fotomaterial und Audiobeiträgen auch für sportmedizinische Laien verständlich erläutert.

Zum Seitenanfang

Nominierungen zum Grimme Online Award Medienjournalismus

Die Gegenwart

Internetadresse: http://www.neuegegenwart.de

Anbieter: Björn Brückerhoff

Gesamtverantwortung: Björn Brückerhoff

Redaktion: Björn Brückerhoff (Chefredaktion), freies Autorenteam.

Gestaltung, Konzept und Idee: Björn Brückerhoff

Inhalt:
Die Gegenwart ist ein privates Online-Magazin für Medienjournalismus. Es erscheint sechsmal jährlich, jeweils mit zahlreichen Beiträgen zu einem Schwerpunktthema. Top-Entscheider und Meinungsmacher der Medienszene stellen sich in jeder Ausgabe einem Interview. Das Magazin ist publizistisch unabhängig und verzichtet deshalb auf Werbung. Durch die reduzierte Optik gelingt die Konzentration auf das Wesentliche: die Inhalte. Seit 1998 sind 37 Ausgaben erschienen.

Zum Seitenanfang

DIENSTRAUM, Medienlog

Internetadresse: www.dienstraum.com

Anbieter: Michael Genova

Gesamtverantwortung: Michael Genova

Redaktion: Michael Genova

Gestaltung, Konzept und Idee: Michael Genova

Inhalt:
DIENSTRAUM ist ein Weblog über Medien. In der für Weblogs eigenen Stilform veröffentlicht DIENSTRAUM regelmäßig kurze Hinweise, Kommentare und Fundstücke zu Ereignissen aus der Medienwelt. Dadurch entsteht ein ganz neuer Blick auf die verschiedensten Medienphänomene.

Zum Seitenanfang

Screenshot Nach dem Film

nachdemfilm

Internetadresse: www.nachdemfilm.de

Anbieter: Nach dem Film e.V.

Gesamtverantwortung: V.i.S.d.P. Winfried Pauleit

Redaktion:
Ulrich Brinkmann, Robin Curtis, Christine Hanke, Judith Keilbach, Birgit Kohler, Sabine Nessel, Lars Nowak, Michaela Ott, Winfried Pauleit, Kathrin Peters

Gestaltung: Enikö Gömöri, Nana Rausch

Konzept und Idee: Nach dem Film e.V.

Inhalt:
nachdemfilm ist ein nicht-kommerzielles Magazin und publiziert Texte und Theorie zu Schwerpunktthemen. Es erscheint in einzelnen Ausgaben. Das Copyright des Magazins liegt bei nach dem Film e.V. und für die einzelnen Beiträge bei den Autoren. Das Weiterschreiben in Form von Kommentaren, Statements, Gegenpositionen etc. ist erwünscht und wird fortlaufend redaktionell betreut. Im Forum ist der freie Austausch möglich.

Zum Seitenanfang

Screenshot Tausend Augen

1000 Augen - unabhängige Fernsehkritik

Internetadresse: www.1000augen.com

Anbieter: Christian Bartels

Gesamtverantwortung: Christian Bartels

Redaktion: Christian Bartels

Gestaltung: Christiane Brink, Wolfgang Schleiwies

Konzept und Idee: Christian Bartels, Peter Luley/ Andrea Huss

Inhalt:
Die Kritik des deutschen Fernsehfilms ist nicht gerade ein Vorzeigeprojekt des Journalismus hierzulande. 1000augen.com liefert mit der Fernsehfilmvorschau "Vorspiel" jede Woche einen unabhängigen, kritischen Blick auf die deutsche TV-Movie-Landschaft, und das in einer lesenswerten Konsequenz und Konsistenz. Auf ganz unaufgeregte, logische Weise nutzt die Hypertextkolumne dabei die Mittel des Mediums Internet.

Zum Seitenanfang

Screenshot Phlow

phlow.net Magazin für Musik und Netzkultur

Internetadresse: www.phlow.net

Anbieter: Moritz Sauer

Gesamtverantwortung: Moritz Sauer

Redaktion: Moritz Sauer, Markus Schlüssler

Gestaltung: Moritz Sauer

Konzept und Idee: Moritz Sauer und die jeweiligen Autoren

Inhalt:
Phlow.net ist ein unabhängiges Magazin für Musik- und Netzkultur mit spannendem und barrierefreiem Webdesign. Der Fokus richtet sich vor allem auf Netlabels, die ihre Musik umsonst im Internet veröffentlichen. Neben Kritiken und Portraits stellt Phlow die einzelnen Netlabels im weltweit einzigartigen Verzeichnis "Netlabel Catalogue" vor. Im Netzkulturbereich interviewt das Magazin Autoren, Webdesigner und Programmierer. Das Hauptaugenmerk liegt auf Menschen und Ideen, die in den etablierten Medien kaum Erwähnung finden.

Zum Seitenanfang

Screenshot Filmenova

Lexikon des internationalen Films

Internetadresse: www.filmevona-z.de

Anbieter: Zweitausendeins

Gesamtverantwortung: Markus Friedrich

Redaktion: Stefan Lux

Gestaltung: Jan Schmidt-Lange

Konzept und Idee: Dr. Martin Weinmann, Markus Friedrich, Gunnar Lieb, Tomek Pawletko

Inhalt:
Das Angebot enthält die komplette Datenbank des „Lexikon des Internationalen Films“, die seit 1949 von der Redaktion des „Filmdienstes“ aufgebaut und 14-tätig erweitert wird - z. Zt. mit über 55.000 dt. und int. Filmen aus Kino, TV und Video, katalogisiert und durchsuchbar nach Titel, Produktionsland und -jahr, Regisseur, Darsteller, Ton, Verleih, etc. Die Website bietet unabhängige, ausführliche Kritiken zu jedem Film, eine einfache Suchfunktion sowie zusätzliche Features: Filmquiz, Drehbuchbörse, Interviews mit Filmschaffenden, Fachliteratur für Filme-macher. Das Ergebnis: die umfangreichste und unabhängigste Filmdatenbank im deutschsprachigen Internet.

Zum Seitenanfang

Screenshot Hoefliche Paparazzi

Wir höflichen Paparazzi

Internetadresse: www.hoeflichepaparazzi.de

Anbieter: Dr. Christian Ankowitsch

Gesamtverantwortung: Christian Ankowitsch

Redaktion: Die Höfliche-Paparazzi-Community

Gestaltung: Kai Vermehr, Ella Hering

Konzept und Idee: Christian Ankowitsch, Tex Rubinowitz

Inhalt:
Die Homepage “Wir höflichen Paparazzi” basiert auf einer Forumsoftware und ist ein sprachlicher Kosmos, den die Mitglieder mit Hilfe von Anekdoten, Kalauern, Erzählungen, Erinnerungen, Rollenspielen, Pamphleten etc. selbstgesteuert gestalten. Als einzige Orientierung dienen die Foren - so z.B. das “Paparazzi”-Forum, wo Menschen über ihre zufälligen Begegnungen mit Promis erzählen. Die Community hat ca. 10.000 registrierte und ca. 600 aktive Mitglieder und veranstaltet reale Treffen. Aus den Texten sind 3 Bücher entstanden und diverse Lesungen wurde abgehalten.

Zum Seitenanfang

Nominierungskommission und Jury

Jury Grimme Online Award 2004:


Statement der Jury des Grimme Online Awards 2004

Nominierungskommission Grimme Online Award 2004:


Statement der Nominierungskommission des Grimme Online Award 2004
Zum Seitenanfang

Jury Grimme Online Award 2004

Michael Frank, geb. 1967, Diplomierter Kaufmann lebt in München. Seit Anfang
der 90er Jahre ist er im Bereich Werbung/Marketing beruflich aktiv. Über
Stationen bei K,N,S,K, Wilkens, Scholz and Friends und der Sportmarketing
Agentur MAR im Rahmen von Projektarbeiten sowie als freier Berater bei der
Werbeagentur Baader, Lang, Behnken war er Mitte der 90er bei Team Consult
Unternehmens- und Personalberatung als Projektleiter tätig. Nach
zweijähriger Beratungstätigkeit bei der Werbeagentur Scholz & Friends in
Hamburg wechselte er 1999 zur Agenturgruppe Serviceplan als Etatdirektor
nach München. Seit Mitte 2000 ist er dort Geschäftsführer der Plan.Net
concept Spezialagentur für interaktive Kommunikation.

Peter Glaser, 1957 als Bleistift in Graz, Österreich, geboren, wo die
hochwertigen Schriftsteller für den Export hergestellt werden. Lebt als
Schreibprogramm in Berlin. Begleitet seit 20 Jahren als Schriftsteller und
Mitglied des Chaos Computer Clubs die Entwicklung der digitalen Welt.
Ingeborg-Bachmann-Preisträger 2002.

Gabriele Gramelsberger, geb. 1964 in München, promovierte Philosophin, lebt
in Berlin.
Als wissenschaftliche Leiterin des INM-Institut für Neue Medien, Frankfurt
(1996 - 1999) setzte sie sich in verschiedenen Projekten mit der Verwendung
computerbasierter Medien (Internet, Computersimulation) in Wissenschaft,
Kunst und Anwendung auseinander, u.a. in der Etablierung des
Institutsprogramms "virtual space explorers". Die Thematik der
computerbasierten Medien in den Wissenschaften war auch Inhalt des
postgraduierten Studiums an der Jan van Eyck Akademie, Maastricht (1999 -
2000) und der externen Promotion an der Freien Universität Berlin (1999 -
2001, "Semiotik und Simulation"). Nach der freiberuflichen Tätigkeit im
Bereich der Kommunikations- und Wissenschaftsberatung folgte im Herbst 2002
die Gründung des science communication + research office in Berlin, das sich
unter dem Motto "science goes media" mit der Vermittlung komplexer Themen in
den verschiedenen Medien auseinandersetzt: www.scro.de und
www.philart.de

Frank Gaube beschäftigt sich intensiv mit crossmedialen Ansätzen. Er baute
die elektronischen Aktivitäten (Online, Radio, TV) der Frankfurter
Allgemeinen Zeitung auf und bewegt sich damit an der Schnittstelle zwischen
diesen Medien. Zuvor war er als stellvertretender Redaktionsleiter der
Wirtschaftsnachrichtenagentur vwd GmbH sowie u.a. auch als Korrespondent in
New York tätig. Zwischen diesen beiden Aufgaben arbeitete er als
Geschäftsführer der Gesellschaft für Fondsanalyse mbH, einem Joint venture
von vwd und der Vermögensverwaltungs-Gesellschaft Feri Trust GmbH.
Frank Gaube wurde 1960 in Mannheim geboren und studierte nach einem
Tageszeitungsvolontariat Politische Wissenschaften und Germanistik. Danach
arbeitete er als Freelancer u.a. für die Deutsche Presseagentur, das
Handelsblatt sowie verschiedene lokale Zeitungen. Er ist verheiratet und hat
eine Tochter.

Dirk Max Johns, geb. 1965 in Hamburg, arbeitete nach seinem Studium der
Archäologie und Kunstgeschichte in Montpellier als freier Journalist in
Johannesburg, Südafrika. Nach einem MBA in Leuven kam er zum ZDF, wo er seit
1996 die Onlineaktivitäten mit aufbaute. Als Gründer und Leiter der
Onlinenachrichten und Hauptredaktionsleiter Neue Medien konnte er zahlreiche
Innovationen massgeblich beeinflussen, darunter die Einführung des Digitalen
Teletext und das digitale Bouquet ZDF.vision. Er war Gründer und
Geschäftführer der kommerziellen Tochter ZDF.newmedia. 2002 wechselte er zur
EBU (European Broadcasting Union) nach Genf, wo er seitdem europaweite
Online-Projekte koordiniert.

Kai Krause, 1957 in Deutschland geboren, lebte 27 Jahre in Kalifornien. Das
Konservatorium für Klavier verließ er, um 1971 mit den allerersten
Synthesizern zu arbeiten. 1976 ging er nach New York, San Francisco und dann
Los Angeles. 30 Platten, an denen er als Sound-Effects-Spezialist
mitarbeitete, kulminierten im Clio Preis für den ersten StarTrek Film, dann
sprang er auf Computer Graphics um: 1982 gründete er seine erste
Software-Firma. Die nächste Firma zog er von 3 Mann auf 350 hoch,
entwickelte 15 Produkte und ging 1995, zwei Jahre vor der Bubble, sehr
erfolgreich an die Nasdaq Börse. Er hält Patente in Interface Design, einen
Masters Degree vom Brooks Institute, einen Doktor der Philosophie h.c. der
Universität Essen, die Davis Medaille der British Royal Photographic Society
und Dutzende von Auszeichnungen der Computer Industry. Time nannte ihn
"einen der einflussreichsten Denker der Dekade", der Spiegel nannte ihn
"Deutschlands einziger Superstar in der Welt der Programmierer". Er selbst
möchte sich aber "den Respekt erst ganz neu erarbeiten", denn so der Vater
von drei Kindern: "Seine beste Arbeit liege noch vor ihm". Vor drei Jahren
hat er eine 1000 Jahre alte Rheinburg südlich von Bonn in eine Ideenschmiede
umgebaut und tüftelt dort mit einigen Freunden an "grundlegenden neuen
Ansätzen" für Software. www.byteburg.de/g/place/pictorial.html

Michael Maier, Chefredakteur und Geschäftsführer der Netzeitung, arbeitete
nach dem Jura- und Musikstudium im Kulturmanagement und danach als Assistant
Director bei «Design Research International, Indianapolis, IN» sowie als
Chefredakteur der «Kärntner Kirchenzeitung». Anschließend war der
Österreicher Chef vom Dienst, Leiter des Medienressorts und dann
Chefredakteur der Wiener «Presse». In Deutschland war er Chefredakteur bei
der Berliner Zeitung und dem Stern. Vor seinem Engagement bei der Netzeitung
forschte er an der Hebrew University Jerusalem zum Thema «Antisemitismus in
den Medien der DDR».

 

Christoph Neuberger ist Professor für Kommunikationswissenschaft an der
Universität Münster. Zuvor war er an den Universitäten Eichstätt und
Leipzig. Er hat sich seit 1996 in mehreren Untersuchungen und einer Vielzahl
von Veröffentlichungen mit dem Online-Journalismus, den Internetauftritten
von Presse und Rundfunk, den Suchmaschinen und anderen Online-Angeboten
beschäftigt.

Zum Seitenanfang

Jurystatement Grimme Online Award 2004

Die Jury des Grimme Online Award hat Vorbilder gesucht. Webangebote, die wegweisend für die weitere Entwicklung des Internet sein können. Eine lohnenswerte Suche: Mal hat die Leistung eines Einzelnen überzeugt, manchmal das Ergebnis, an dem Viele mitgeholfen haben. Mal war es mehr der Inhalt, mal die mutige Verwendung neuer technischer Möglichkeiten und oft die gelungene Verbindung.Die Technik tritt 2004 weniger eitel auf. Technik dient den Inhalten – immer öfter bemerkt man sie nicht einmal mehr. Ein Zeichen, dass das Medium gereift ist und aus den eigenen Fehlern gelernt hat. Und wichtiger noch: Qualität wird immer mehr von den Inhalten bestimmt und nicht vom neuesten Plug-in.

Kontinuität ist im schnelllebigen Internet eine Tugend. Es kann zwar kein Preis vergeben werden für Angebote, die seit Jahren zuverlässig die Surfer begleiten. Aber eine ausdrückliche lobende Erwähnung sind sie wert. GZSZ, tagesschau.de, Telepolis und heute.de fallen dabei ein. In der Zeit des Internethypes fiel der Blick meist nur auf das Allerneueste im Netz. Übersehen wurde, dass Nutzer auch nach Bewährtem suchen.

Das duale Rundfunksystem hat im Internet im abgelaufenen Grimme-Jahr seinen eigenen Ausdruck gefunden: Die öffentlich-rechtlichen Sender besitzen in der Breite hochwertige Angebote. Leider scheint dieses bei den privaten Sendern unter dem Druck der Geschäftsmodelle seltener zu werden. Waren es noch vor zwei Jahren häufiger gerade deren innovative Angebote und Sites die auffielen und nominiert wurden, so zeigen sich, wie schon letztes Jahr, auch jetzt zunehmend weniger herausragende Angebote der privaten Sender. Wunsch der Jury für die Zukunft – bitte wieder eine Trendwende!Die drei Preiskategorien definieren Grenzen. Die Grenzen sind schwer zu ziehen, da es keine tradierte Verspartung gibt wie im Fernsehen. Die Jury hat jenseits der Grenzen vier wichtige Trends ausgemacht, die in Zukunft entweder ein- oder deutlicher ausgeschlossen werden müssen. Es ist dies übrigens nicht etwa eine Schwäche der Ausschreibung, sondern eine der Stärken des Mediums Internet, sich immer wieder neue Territorien und Grenzen zu erschaffen.

Blogs sind das Thema dieses Frühlings und werden sich voraussehbar noch stärker ausbreiten. Im Jahr 2005 sollten sie einbezogen werden.Medienkunst mit ihren individualistischen Ansätzen scheint sich auch weiter als Ausdrucksform im Internet zu festigen. Ob jedoch der Grimme Preis für eine Würdigung eignet, erschien der Jury fraglich.Kein Wort fiel in der Jurysitzung so oft wie „Wikipedia“. Kollaborative und partizipatorische Angebote könnten schon bald frühe Versprechungen des Internet einlösen. Dieses Jahr fehlte der Jury die Möglichkeit, hier einen Preis zu verleihen.Serviceangebote sind oft der meistgenutzte Teil innerhalb von journalistischen Angeboten. Komplexe Datenbanken wie das Film-Lexikon müssen so aufbereitet sein, dass sie über Oberfläche einfach zu bedienen sind. Intelligente elektronische Fernsehprogramm-Guides (EPGs) sind nur ein Beispiel dafür, was die Jury gerne auszeichnen möchte.

Ermutigt werden sollen jene Anbieter, die etwas wagen. Die Innovationen haben sich oft an den Rand verlagert und finden sich viel zu selten bei den großen, finanziell solide ausgestatteten Anbietern. Auffällig war, dass durch die großen „Content Management Systeme“ festere und zuverlässigere Formen vorgegeben werden – vor allem die Navigation hat ihre desorientierende Zufälligkeit verloren. Gerade die grossen Anbieter brauchen aber jetzt den Mut, die feste Form für herausragende Themen zu durchbrechen. „Stauffenberg“ ist ein Beispiel, dass das möglich ist.
Zum Seitenanfang

Nominierungskommission Grimme Online Award 2004

Niels Boeing, geb. 1967 in Bochum, arbeitet als freier Journalist in Hamburg u.a. für die Financial Times Deutschland, SZ, Zeit, Geo, taz und Freitag. Zusammen mit Jens Uehlecke betreibt er das virtuelle Büro bitfaction.com. Bis März 2002 war er im Wissenschaftsressort der WOCHE, zuletzt als Ressortleiter. Dabei betreute er zweieinhalb Jahre die Computerseite, konzipierte den Online-Relaunch der WOCHE mit (der der Einstellung des Blattes zum Opfer fiel) und gründete im August 2000 mit drei Redaktionskollegen NetzGegenRechts.de, das er gerade reanimiert hat.
Absehbar war das nicht: Der frischgebackene Diplomphysiker wurde 1996 erst einmal Globetrotter und begab sich dann 1997 auf die Ochsentour des Zeitungspraktikanten, finanziert u.a. von einem Brotjob als Quizfragenschreiber. Zu dieser Zeit hatte ihn das WWW endgültig in seinen Bann gezogen. Seit 1998 betreibt er auch das Netz-Forum km21.org. Sein Traum nach wie vor: das ultimative Online-Magazin, das mehr ist als eine Zeitung auf dem Bildschirm.

Claudia Frahm arbeitet als Director Production und HR-Chefin in Köln. Das dafür nötige Konzeptgespür hat sie sich u. a. auf dem Bochumer Videofestival angeeignet. Hier durchläuft sie in fünf Jahren - vom Catering bis zum Programmkonzept - alle Stationen und sucht unter –zig Einsendugen ambitionierter Jungfilmer die besten Beiträge aus. Ebenfalls in Bochum macht sie ihren Abschluss in Theater- Film- und Fernsehwissenschaften (M.A. 1996). Heute entwickelt Claudia Frahm Konzepte für Websites (Agentur complexx – seit 1999).

Kai Heddergott, geb. 1969, Projektleiter bei MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung in Essen. 1990 bis 1992 Dienst in einer Bundeswehr-Pressestelle, ab 1992 Studium der Publizistik, Soziologie und Neueren Geschichte an der Universität Münster. 1995 bis 1998 Betreuung der Elektronischen Lehrredaktion des Instituts für Publizistik; Dozent für Multimedia- und Online-Schulungen diverser Bildungsträger. 1996 bis 1999 freier Autor (Themen: Multimedia, IuK). Seit 1999 Betreuung und Leitung von Forschungsprojekten bei MMB. Schwerpunkte: E-Learning, Ausbildung in Medienberufen, Qualifizierungsforschung.

 

Peter Ludewig wurde 1954 in Hamburg geboren und tauschte rund 25 Jahre später ein Lehramts-Studium gegen einen Lokalreporter-Job. Nach einigen Zwischenstopps landete er 1991 im Team der frisch gegründeten Programmzeitschrift TV Spielfilm und schrieb fortan Filmtipps und –verrisse. 1994 brachte er von einem USA-Ausflug ein Compuserve-Startset mit. Weil er – für deutsche Verhältnisse – schon recht früh „so ein Internet zu Hause“ hatte, wurde er dann im Zuge des großen Booms prompt mit der TV Spielfilm-Rubrik „Networld“ betraut. Dort gab er praktische Ratschläge, dokumentierte und kommentierte Trends und lieferte den Lesern jede Menge persönlich ausgewählte und für gut befundene Surftipps. Mit dem Internet-Hype wurde dann leider auch sein Ressort zu Grabe getragen. Jetzt schreibt Peter Ludewig wieder Filmtipps und –verrisse, verfolgt die aktuellen Entwicklungen im Web aber dennoch weiterhin mit großem Interesse.

Wilfried Rütten, ist 50 Jahre alt, verheiratet und Vater eines mittlerweile erwachsenen Sohnes. Nach Abitur und Studium von Soziologie und Anglistik (Universität Köln, London University, Harvard University) zunächst freier Mitarbeiter bei Deutschlandfunk und Deutsche Welle. Verleger der Musikzeitschrift "Spex - Musik zur Zeit" (1980-1986). Nach einem Volontariat bei der Deutschen Welle arbeitete er dort zunächst als Redakteur und Reporter in den Bereichen Wirtschaft und Politik.1992 Wechsel zum Privatfernsehen: Entwicklung von TV-Formaten und Producer Dokumentationen bei Vox und RTL, Leitender Redakteur und "Executive Producer", Vox TV (u.a. Aufbau der Internet-Präsenz des Senders; Entwicklung Teletext, Leiter der Volontärausbildung) Referent Journalistenausbildung, Adolf Grimme Akademie. 2000 Wechsel in den Bereich Geschäftsentwicklung, QSC AG; Entwicklung eines Breitband-Portals für Streaming Media auf DSL-Basis. 2003 Mitglied bei very.tv, einer Kölner Agentur für Formatentwicklung und Kommunikationsstrategien im Bereich TV, Internet und "mobile applications".

Mario Sixtus, Baujahr 1965, lebt und arbeitet als freier Journalist in Düsseldorf. Texte von ihm erscheinen u.a. in der Frankfurter Rundschau, in der Fachzeitschrift c't, in der Zeit, in der Monatszeitschrift Debug oder direkt im Netz bei Telepolis und Spiegel-Online. Bevor er hauptberuflich ins publizistische Lager wechselte, betätigte er sich als freiberuflicher Webdesigner und Internet-Programmierer. Für unterschiedliche Agenturen bediente er dabei Kunden wie Renault, Seat oder Karstadt. Davor wiederum war "Ministeck-Design" im BTX (die Älteren werden sich erinnern: Bildschirmtext) der Job, der seinen Kühlschrank füllte. Über die Zeiten davor, die bei ihm ausnahmslos Sätze produzieren, die "Atari ST" beinhalten, redet Herr Sixtus nur auf Anfrage. Heute schreibt er unter anderem für Brand Eins und Focus.

Vicky Tiegelkamp legt seit 1995 ihren Fokus auf Design- und Konzeptentwicklungen für das Web, unter anderem für Multimedia-Agenturen wie Pixelpark, IXL und MetaDesign Berlin, in denen sie am Aufbau der Online Departments mitwirkte. In den Jahren 1997 bis 1999 war sie außerdem bei der Zeitung De:Bug, Magazin für elektronische Lebensaspekte, von der Gründungsphase an involviert. Gemeinsam mit Rikus Hillmann entwickelte sie im Jahr 2000 das redaktionelle Konzept für die Webdesign-Publikation “72dpi" für den Gestaltenverlag.
Im August 2000 folgte in Berlin die Gründung des PLAYFRAME Digital Media Studio, gemeinsam mit ihrem Partner Patrick Boltz. Seitdem positioniert sich das Unternehmen mit neuen Ideen und Wegen in der Medien- und Kommunikationsbranche im Markt.
Zum Seitenanfang

Statement der Nominierungskommission des Grimme Online Award 2004

Nein, die Zeit der Flash-Vergiftungen ist vorbei: Programmbegleitende Internet-Angebote, innovative Web-Media-Sites und medienjournalistische Onlinemagazine präsentieren sich aufgeräumter und weniger hektisch-animiert als in den letzten Jahren. Das hält kreative Geister nicht davon ab, innovative Navigationskonzepte zu entwickeln: Die Nominierungskommission bekam viele derartig gestaltete Sites zu sehen. Der Einsatz animierter Menüs wirkt aber wohltuend dosierter als in der „Krabbelphase“ des Netzes.

Dieser Eindruck der Nominierungskommission spiegelt sich vor allem in der Vielzahl der vielversprechenden Web-Media-Sites wider. Das Netz emanzipiert sich und nutzt seine spezifischen Darstellungs- und Interaktionsmöglichkeiten immer konsequenter, um informative oder künstlerische Inhalte zu präsentieren.

Ein etwas anderes Bild ergibt sich in der Kategorie „TV-begleitende Websites“: Die Eigenständigkeit von sendungsbezogenen Online-Specials bleibt ausbaufähig. Zu oft gehen die inhaltlich durchaus interessanten Microsites in den starren und mitunter verwirrenden Strukturen der Senderportale unter. Häufig können sie noch nicht mal eine eigene URL vorweisen. Die Fernsehsender nutzen überdies ihre Ressourcen zu wenig. Das Bewegt-Medium Fernsehen präsentiert sich im Netz vornehmlich mit Standbildern. Das gilt für öffentlich-rechtliche wie für private Angebote gleichermaßen. Zudem ist anzumerken, dass in diesem Jahr weniger Websites der Privatsender vorgeschlagen wurden.

Man könnte meinen, dass Kostbarkeiten des Internets dort besser gedeihen, wo keine großen Verwaltungsstrukturen pfiffige Ideen überlagern: Die Perlen des Medienjournalismus finden ihren Nährboden zumeist ohne große Verlage im Hintergrund. Im Netz entwickelt sich derzeit eine neue Qualität in diesem Genre – mit einem auffallenden Trend zum Rezensionsjournalismus. Das Internet bietet zudem Raum für innovative Magazin-Konzepte, deren Anmutung an Print-Titel erinnert, wie etwa "Die Gegenwart". Es bleibt abzuwarten, ob diese vielversprechenden Impulse nachhaltig auf den gedruckten Journalismus Wirkung zeigen. Die in jüngster Zeit in Mode gekommene, emanzipatorische Darstellungsform des Weblogs fand sich zwar in vielen Vorschlägen, jedoch ist hier Medienjournalismus (noch) kein bestimmendes Thema. Lobend erwähnen möchte die Nominierungskommission das Angebot „Jump Cut. Magazin für Filmkritik“, das zwar inhaltlich durchaus überzeugte, jedoch hinsichtlich Struktur und Navigation noch ein erhebliches Optimierungspotenzial hat.

Echte Überraschungen konnte die Nominierungskommission in diesem Jahr nicht entdecken, dafür aber eine Vielzahl gut gemachter Sites, die vor allem durch ihre inhaltliche Tiefe und textliche Qualität überzeugen konnten. Das Netz ist nicht mehr nur Blinken und Animation – es ist vor allem ein innovatives, Impulse lieferndes Informationsmedium.

Zum Seitenanfang

Pressemitteilungen

Grimme Online Award 2004 - Auswahl an Pressestimmen
PDF (82 KB)

 

Preisverleihung Grimme Online Award 2004 (22.06.2004)
PDF (41 KB)

 

Jeremy Irons zu Gast (17.06.2004)
PDF (41 KB)

 

Drei Angebote nachnominiert (02.06.2004)
PDF (21 KB)

 

Nominierungen stehen fest (Mai 2004)
PDF (142 KB)

 

Intel Publikums-Preis (Mai 2004)
PDF (100 KB)

 

Letzte Chance für Vorschläge (April 2004)
PDF (39 KB)

 

Besetzung der Jury (05.03.2004)
PDF (70 KB)

 

Start Grimme Online Award 2004 (06.02.2004)
PDF (70 KB)

Preisbroschüre

Preisbroschüre zum Grimme Online Award 2004

PDF (6,2 MB)