Grimme Online Award 2002

Einmalig wurde der Grimme Online Award im zweiten Jahr am Düsseldorfer Rhein-Ufer verliehen, nämlich im MuseumKunstPalast. Moderator Steffen Seibert holte die "Perlen des Internet" auf die Bühne - unter ihnen erstmals partizipative Bewegbild-Formate wie "Borschts Welt" oder "Das Ding". Auch das medienkritische Online-Magazin "Telepolis" gehörte zu den Preisträgern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Preisträger

Preisträger des »Grimme Online Award TV«

Preisträger des »Grimme Online Award Web-TV«

Preisträger des »Grimme Online Award Medienjournalismus«

Preisträger »Förderpreis Medienkompetenz Newcomer«

Preisträger »Förderpreis Medienkompetenz Professional«

Preisträger »Intel-Publikums-Preis«

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Preisträger des Grimme Online Award TV

Stammzellen, WDR

Internetadresse: www.wdr.de/online/stammzellen/index.phtml

Redaktion und Gestaltung: Christine Rösch und Kristian Wolf

Redaktionsleitung: Stefan Moll

(Online-)Redaktionsleitung: Christine Rösch und Susanne Alck

Webmaster: Jens von Fintel

Design: Chewing the sun Kommunikationsdesign

Inhalt:
Als Begleitservice zur Live-Diskussion Hart aber fair im WDR-Fernsehen bietet das wdr.de-Special sowohl einen allgemeinen Überblick, als auch spezielle Informationen rund um das brisante Thema Stammzellenforschung.Hierbei kommen Meinungen hinsichtlich politischer, wissenschaftlicher und ethischer Interessen zur Sprache. Ziel ist es, dem User mit Hilfe der Site die bislang geführten Diskussionen besser verstehen zu lassen, und über die Fernsehsendung hinaus Antworten auf offen gebliebene Fragen zu geben. Dem Anwender wird zusätzlich die Möglichkeit geboten, in einem Forum über die Stammzellenforschung und damit verbundene Ängste oder Hoffnungen zu diskutieren.

Begründung der Jury:
Ein komplexes Thema: Stammzellen. Die Ausgangssituation: kontroverse Positionen aus Politik, Wissenschaft, Ethik und Religion. Hoffnungen und Ängste. Die Plattform: Eine wirklich außergewöhnliche Website, die für Zuschauer der Sendung und alle Interessierte das Thema vorbildlich aufbereitet - von Basisinformationen bis zu tiefer Auseinandersetzung. Die Seite umfaßt eine wissenschaftlich fundierte, aber auch gut verständliche Erklärung des Begriffs Stammzellen und beschreibt den Stand der Forschung. Persönlichkeiten aus z.B. Politik, Wissenschaft und Kirche vertreten ihre Standpunkte. Außerdem greift sie den aktuellen Stand der politischen Meinungsbildung auf. Bemerkenswert: die Seite bereitet das Thema auf indem sie vielfältige Medien nutzt. Sensibel packt sie leicht verdauliche Informationspäckchen und bereitet sie abwechslungsreich auf, in Form von Texten, Grafiken, Interaktionen oder linear ablaufenden Animationen. Die einzelnen Themenblöcke und Standpunkte sind intelligent miteinander verknüpft und sorgen dafür, dass sich der User leicht und fast unmerklich immer tiefer in die komplexe Thematik einarbeitet. Außergewöhnlich befand die Jury auch, dass sich unterschiedliche Disziplinen auf einem extrem hohen Niveau halten: Informationsbreite, Informationstiefe, Interaktivität, Medienvielfalt und formale Qualität. Das läßt über Schwächen im Bereich Usability und Nutzerführung hinwegsehen. Alles in allem eine Anwendung, die die medienspezifischen Möglichkeiten vorbildlich ausschöpft mit dem Ergebnis, dass ein komplexes Thema plötzlich transparent wird. Eine reflektierte Meinungsbildung wird nicht nur leichter, sondern macht auch noch Spaß. Schade eigentlich, dass ein qualitativ so hochwertiger Beitrag in den Strukturen der WDR-Website so gut versteckt ist.
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DasDing, Jugendmediaprojekt des SWR

Internetadresse: www.dasding.de

Idee, Konzept und Redaktion: Marc Bürkle und Dr. Wolfgang Gushurst

Konzeption, Webdesign, HTML: Marc Bürkle

Programmierung, Datenbank: Fabian Seitz

Webdesign, HTML: Stephan Kettler

Inhalt:
Das Tagebuch einer werdenden Mutter, ein buntes Musikprogramm und vieles mehr macht die Vielfalt von www.dasding.de aus.
Hierbei verbinden die Anbieter Radio, Fernsehen und Internet zu einem digitalen, interaktiven Multimedium. Heraus kommt eine Website des SWR, die mit Spass, Unterhaltung und Witz nicht nur junge Internet-User anspricht. Radiobeiträge,-und Interviews zum Downloaden, Video,- und Audiofiles, sowie tägliche Neuigkeiten aus den Bereichen Musik, Leben, Abenteuer und DINGfo runden das Webangebot ab. Dabei stehen u.a. Livefotos,- und berichte, Konzertdaten, Informationen zu Aktionen und Events zur Verfügung.

Begründung der Jury:Das SWR Jugendangebot DASDING vernetzt Radio, Fernsehen und Internet zu einem interaktiven Multimedium, das seine Zielgruppe ernst nimmt. In der jüngsten professionell arbeitenden Multimediaredaktion Deutschlands machen Schüler, Studenten und junge Journalisten ein frisches Programm, das sich weder bemüht jugendlich anbiedert noch von berufsjugendlichen Erwachsenen den Coolnes-Faktor in den Mittelpunkt stellt. DASDING bietet seiner Community ein interaktives, werbefreies Vollprogramm, das an den Bedürfnissen der Hörer und User orientiert ist. Mit zahlreichen Medienworkshops und dem KlasseDING Award werden Nutzer auch zu Machern. Bei den KLASSEDING-Reportern, dem Medienworkshop von DASDING, wo Jugendliche selbstständig eigene Radiobeiträge produzieren und dazu TV-Grafiken und Internetseiten, wedelt nicht der medienpädagogische Zeigefinger, sondern der Spaß im Ernst. Klatsch und Tratsch aus der Glimmerwelt heißt dort knackig Starbla und ist die andere Seite eines Spektrums, das Platz hat für umfangreiche multimediale Archive und Dossiers, die das Thema der Woche vertiefen. Beim Ding ist man nicht dem Musikgeschmack des Chef vom Dienst ausgeliefert, sondern kann über das Webradio einen der drei Musikspezial-Channels wählen. Ein Serviceangebot für das man ewig dankbar sein muss, ist eine Playlist, die jeweils die Namen der letzten zehn Musiktitel des Radioprogramms anzeigt und eine Suchfunktion für Musiktitel, die sich längst versendet haben. Aris Tagebuch, in dem eine junge Frau ihre Gefühlswelt und Gedanken bis zur Geburt ihres Kindes, beschreibt, zeigt: DASDING bietet Platz für neue und ungewöhnliche Formen und Ideen, die den Begriff Journalismus erweitern und das Prädikat Multimedia als Gütesiegel begreifen. DASDING ist in seinem Segment zukunftsweisend.Zum Seitenanfang

Preisträger des Grimme Online Award Web-TV

Borschts Welt, safran films + licensing

Internetadresse: www.borscht.tv

Idee und Konzept: Thomas Kleine

Geschäftsführung: Norbert Kleemann

Art Director: Thomas Kleine

Design u. Software: aisen multimedia (Alexander Behrens)

Inhalt:
Borscht.TV ist ein Internet-Multimedia-Sender und eine innovative Plattform für Spaß und Unterhaltung. Hier wird nicht nur reines Web-TV produziert, sondern dem Benutzer auch die Möglichkeit gegeben, sich kreativ am Drehbuch - von der Idee bis zur Verfilmung - zu beteiligen. Eigene Kurzfilme können ins Netz gesetzt werden. Durch die neu entwickelte Text-To-Speech-Software spricht der animierte Borscht alles, was Drehbuch oder Redaktion vorgeben.

Begründung der Jury:
Die „Crime Doku Soap“ Borschts Welt ist ein mutiger und origineller Versuch, eine neue, originäre Form von WebTV zu schaffen. Der fiktive Serienheld, das Kunstgeschöpf Horst Borscht, ein Schlapphut&Trenchcoat-Detektiv, der uns als Sprössling einer „Neuköllner Altglas-Dynastie“ vorgestellt wird, besteht allwöchentlich neue Abenteuer. Die kurzen, witzigen Folgen der satirischen Reihe sind filmische Streifzüge durch das Biotop Neukölln, aktuelle Ereignisse wie der Berliner Bankenskandal werden in den oft dadaistisch anmutenden Plot eingearbeitet. Die Zuschauer haben die Möglichkeit, über den Fortgang der Handlung mitzubestimmen. Borscht erscheint der Jury als ein interessantes und gelungenes Experiment, neue multimediale Unterhaltungsformen mit TV-Elementen für das Internet zu entwickeln. Obwohl die kleinen Filme mit ihren verwegenen Schwenks bei langsamen Übertragungsraten oft wie digitaler Griesbrei daherkommen, vermitteln sie eine ganz eigene, faszinierende Atmosphäre. Musik und Text sind gelungen. Das Design der Borscht-Website wirkt ansprechend, das wie ein U-Bahn-Fahrplan angelegte Menu ist eine hübsche Lösung, auch wenn die Benutzerführung stellenweise noch ein wenig kryptisch bleibt. Die Idee ist ausbaufähig, das Konzept offen für weitere interaktive Versuche, eine Art virtuellen Kiez zu schaffen.
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Preisträger des Grimme Online Award Medienjournalismus

Telepolis, Verlag Heinz Heise

Internetadresse: www.telepolis.de

Redaktion: Florian Rötzer, Michaela Simon, Armin Medosch

Leitender Redakteur: Florian Rötzer

Redaktion: Michaela Simon, Armin Medosch

Programmierung: Joachim Schlesener

Grafik: Michael Schuberthan

Inhalt:
Auf zahlreichen Seiten werden sowohl Nachrichten als auch Themenschwerpunkte behandelt. In Berichten, Kolumnen und Glossen wird der User über Wissenswertes aus allen Bereichen informiert. Dabei stehen sowohl wissenschaftliche, als auch technische und kulturelle Inhalte im Mittelpunkt. Das Forum bietet Stoff zum Diskutieren, die Telepolis-Mailingliste informiert eingeschriebene Mitglieder per E-Mail über aktuelle Themen.

Begründung der Jury:
Die Grimme- Jury vergibt an telepolis den (einzigen) Preis im Bereich Medienjournalismus. Unbestechlich, unabhängig von den großen Verlagshäusern und deren kommerziellen Interessen, fachmännisch und auf hohem Niveau werden hier wichtige Themen schon diskutiert, wenn sie für die meisten Webangebote noch nicht einmal in der Themen-Planung sind. Ob Lauschangriffe der Geheimdienste, topologische Effekte der Quantenmechanik, eine Übersicht über die Verschwörungstheorien zum Anschlag auf das WorldTradeCenter oder die neuesten Vorstöße aus der Brüsseler Kommission zu Copyright oder Cookies: schwierige, wichtige, kontroverse Themen aus Wissenschaft, Technik, Politik, Kunst sind das alltägliche Brot des Angebots aus dem Heise-Verlag, der das Angebot bereits seit 1996 (!) betreibt. Die Suchmaschine findet stories rückwärts, auch im Archiv. Zu den Themen können die Leser feedback geben, sich austauschen und Stories auf den PDA laden. Das alles wird präsentiert in einem extrem reduzierten look and feel, ohne skip-flash-intro, ohne blinkende Banner, ohne unnütze Navigationshilfen oder das übliche Augenfutter, mit dem viele Web-Angebote ihre Stories aufmotzen, wenn die Substanz nicht wirklich da ist: reduce to the max ist das grafische Motto, das natürlich auch extrem schnelle Ladezeiten ermöglicht. Ausgezeichnet wird telepolis also auch für den konsequent reduzierten Ansatz, der deutlich macht, daß man - gerade in Zeiten der knappen Mittel und der engen Budgets - keine Millionen investieren und keine Heerschar von Multimedia- Agenturen beschäftigen muß, wenn man eine substanzielle und relevante Website betreiben will. Wir wußten es ja immer schon: content is king und wenn der dann noch wie bei telepolis kritisch und gegen den Strich gebürstet aufbereitet wird, hat man einen Preisträger, der auch den Vergleich mit den besten theoretischen Ansätzen weltweit nicht scheuen muß.
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Preisträger Förderpreis Medienkompetenz Newcomer

dol2day (democracy online today), GbR Hauser/Specht/Plodowski/Yalpani/Marek


Internetadresse: www.dol2day.de

Für Konzept und Umsetzung
- Andreas Hauser, Oliver Specht, Torsten Marek, Bartosz Plodowski

Geschäftsführung, Redaktion, Konzeptentwicklung:
Andreas Hauser

Redaktion: Oliver Specht, Arash Yalpani

Design: Bartosz Plodowski

Werbung: Torsten Marek

Inhalt:
Die Webseite mit virtuellem Parteiensystem. Prominente Politiker stehen der Usergemeinde im Chat Rede und Antwort. Regelmäßig wird ein Internet-Kanzler gewählt. So versteht sich die Community als Pilotprojekt in der Umsetzung einer direkten Demokratie und schöpft die Möglichkeiten dieser modernen Technik aus. Neben den Internet-Parteien gibt es Initiativen für Sport,- und Politikfans sowie für Freunde verschiedener Fernsehsendungen und Musikgruppen, die innerhalb dieser Politiksimulation ihre Interessen vetreten können.

Begründung der Jury:
Das Onlineangebot dol2day erhält den Förderpreis Medienkompetenz für seine beispielgebende Nutzung der internetspezifischen Möglichkeiten beim Aufbau einer politikorientierten Online-Community. In einer Mischung aus Rollenspiel und Diskussionsforum - mit durchaus ernsthaften Themen und Anliegen - ist es den Betreibern gelungen, eine beachtliche Vielfalt und gleichzeitig Konstanz in die Aktivitäten des Netzwerkes zu bringen. Dazu hat auch die stark auf Selbstorganisation und Mitbestimmung angelegte Entwicklungsperspektive der Website beigetragen. Überzeugend sind dabei die sehr umfangreichen interaktiven Möglichkeiten, die durch das professionelle Niveau der technischen Lösungen gegeben werden. Sie machen es den Benutzern leicht, entlang der von der Gemeinschaft verabredeten Regeln selbst aktiv zu werden, ihren Standpunkt zu veröffentlichen und zur Debatte zu stellen. Damit ist aus der privaten Initiative von Studenten der TH Aachen eine der lebendigsten politikorientierten Plattformen im deutschsprachigen Internet - vor allem für jüngere Nutzergruppen - entstanden. Zurecht hat Dol2day mittlerweile bundesweite Beachtung erlangt, nicht zuletzt auch im professionellen politischen Raum der Parteien und PolitikerInnen. Dass die Betreiber aktiv, z.B. mithilfe der Gründung eines Fördervereins, institutionelle Strukturen zu schaffen, die einen mittelfristigen Fortbestand und die Weiterentwicklung des Projektes ermöglichen, kann die Jury nur unterstützen.
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bielewelt.de - virtueller Kinder- und Jugendstadtplan, Bielefelder Jugendring e.V.

Internetadresse: www.bielewelt.de/stadtplan/index.html

Für Idee - Dirk Rehlmeyer

Grundidee und Gesamtkoordination: Dirk Rehlmeyer

Redaktion: Internette Bielefelder Jugendarbeit, Claudia Albers (Spielen mit Kindern e.V.)

Webdesign und Programmierung: Oliver Michalak

Inhalt:
Ein außergewöhnlicher Wegweiser- von Kindern und Jugendlichen konstruktiv und kritisch gestaltet- führt den Nutzer quer durch Bielefeld. Auf der Suche nach Freizeitmöglichkeiten wird man hier sicherlich fündig. Mit Texten, Fotos und Audiobeiträgen wird die Stadt vorgestellt. Nachmittagsangebote in den Jugendzentren, Projekte, Computerkurse und Ferienspielaktionen begeistern die jungen Teilnehmer. Lernziel ist das eigene Umfeld besser kennenzulernen und die Medienkompetenz zu fördern.

Begründung der Jury:
Samstag Nachmittag, Langeweile: kein Problem. Ein Klick auf den Stadtplan, und schon weiß man, was geht. Egal, ob auf Spielplätzen oder in Jugendclubs: In der "Bielewelt" ist immer was los. Die Grundidee dieser Website ist bestechend, zumal Kinder und Jugendliche dank der Zusammenarbeit mit Bielefelder Schulen an der Substanz in hohem Maß beteiligt sind: Sie selbst geben die Tipps, die man mit Suchbegriffen wie "Kinder", "Jugendliche", "Jungen", "Mädchen", "Musik", "Kultur" etcetera aufrufen kann. Gerade die Kommentare sind wertvoll, weil man als Nutzer gleich erfährt, ob ein Angebot auch empfehlenswert ist. Die Idee ist derart gut, dass man sie man ohne zu Zögern auch anderen Städten nahelegen möchte. Offline- und Online-Welt werden miteinander verknüpft, die Kommunikation im Netz wird gefördert, das Angebot orientiert sich perfekt an den Bedürfnissen der Zielgruppe, und auch die didaktische Umsetzung ist vorbildlich, zumal die Möglichkeiten des Internets gut genutzt werden: Man kann sich immer tiefer in das Angebot der Website hineinklicken. Allein die Realisation ist noch ausbaufähig. Wissenswert wäre etwa eine Mitteilung, ob es das gesuchte Objekt im entsprechenden Ortsteil auch wirklich gibt. In noch stärkerer Zusammenarbeit mit der Zielgruppe wie auch mit den verschiedenen Einrichtungen könnten zudem aktuelle Hinweise etwa auf Theaterstücke oder Kinoangebote integriert werden. In jedem Fall aber eine Website mit großer Perspektive.
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Preisträger Förderpreis Medienkompetenz Professional

Robokutschpiloten-Rallye, AutoLernWerkStadt (Volkswagen), Deutscher Bibliotheksverband

Internetadresse: www.AutoLernWerkStadt.de/email/spiel/

Für Konzept - Ulrich Bähr

Projektleitung: Olaf Schöllhorn

Redaktion und Konzept: Ulrich Bähr

Screendesign und Illustration: André Heers Programmierung: Stefan Bodewig

Inhalt:
Zu einer Online-Rallye quer durch Deutschland können sich jungen Anwender auf dieser Site anmelden. Sind Kutsche und Zugtier erst gewählt, werden die Kinder in Teams eingeteilt und auf eine spannende Fahrt über 20 Etappen geschickt. Dabei werden knifflige Fragen von Aachen bis Zwickau gestellt, die das geographische Wissen der Kids fördern. Als Belohnung erhalten die Siegerteams einen Wanderpokal, Urkunden und andere interessante Preise.

Begründung der Jury:
Die meisten Webseiten für Kinder haben eines gemein: Sie quietschen, sie sind bunt und irgendetwas bewegt sich. Danach ist aber meistens Schluss. Umso mehr war die Jury von der Robokutschpiloten-Rallye beeindruckt. Hier wurde mit Liebe zum Detail nicht nur in eine mediengerechte Umsetzung, sondern auch in den Inhalt und die Didaktik investiert. Das ist zum Beispiel der Austragungsort der Rallye. Die Kinder werden gruppenweise in einer Bücherei abgeholt und lenken von dort aus Elefanten, Kamele und Hirsche durch ein virtuelles Deutschland. Das ist aber auch das Thema, das auf den Alltag und die Fantasiewelt von Kindern zugeschnitten ist. Und es ist die didaktisch äußerst gelungene Integration der wichtigsten mit dem Internet in Zusammenhang stehenden Techniken wie World Wide Web und E-Mail in das eigentliche Spiel und die sich daraus ergebende Motivation in geeigneten Medien nach weiterführenden Informationen zu suchen. Für die Kutschpiloten sieht das Angebot ausreichend Pausen vor und fördert im Chat - im so genannten Pilotentransmitter - deren Erfahrungsaustausch. Kurzum: Die Robokutschpiloten-Rallye macht auf vorbildliche Weise deutlich, dass Lernen in den Erlebniswelten des Internets richtig Spaß machen kann, ohne dass die Inhalte zwangsläufig zum Klamauk verkommen.
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jetzt.de - Das Jugendmagazin der Südeutschen Zeitung im Internet, Magazin Verlagsgesellschaft SZ

Internetadresse: www.jetzt.de

Für Konzept und Redaktion - Fabrice Braun und Timm Klotzek

Geschäftsführung:
Rudolf Spindler

Redaktionsleitung: Timm Klotzek

Ltd. Online-Redakteur: Fabrice Braun

Grafik: Thomas Kartsolis

Inhalt:
www.jetzt.de ist die Website des Jugendmagazins der Süddeutschen Zeitung- mit dem gleichen redaktionellen und grafischen Qualitätsanspruch wie das Heft. Eine Netzgemeinschaft für alle, die auf der Suche nach Neuem sind. Junge Surfer gestalten hier ihr eigenes Online-Magazin. In der Popkritik besprechen sie ihre Lieblingsmusik, Filme und Literatur. Auf den jetzt-pages können sich Mädchen und Jungs vorstellen und andere Menschen kennenlernen.

Begründung der Jury:
Jetzt.de holt die Jugendlichen mit einer bunten Mischung aus aktuellen Themen und Trends im Internet ab, trifft dabei die richtige Tonlage und stellt seinen Besuchern die vielfältigen Möglichkeiten des Internets für Interaktion und Selbstdarstellung zur Verfügung. Chats und Foren sind zwar auch auf vielen anderen Websites zu finden, doch gelingt es den Betreibern von Jetzt.de auf vorbildliche Weise, die Jugendlichen in ihrer Kommunikation zu motivieren und die konstruktive Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Themen zu fördern. Die intensive Nutzung von Jetzt.de macht deutlich, dass es zur nachhaltigen Förderung des kreativen Potenzials von Jugendlichen mehr bedarf als nur ein technisches Grundgerüst und ein paar Schlagworte. Zwar setzen auch die Redakteure des Jugendmagazins darauf, dass die Besucher die Website mit Inhalt füllen, allerdings liefern sie durch eine gezielte und permanent aktualisierte Themenwahl und eine geschickte Anmoderation immer wieder neue Schreibanlässe. Und weil Jetzt.de-Nutzer automatisch mit allen für sie relevanten Möglichkeiten des Internets in Berührung kommen, von Downloads über Chats, Foren und Suchfunktionen bis hin zum Einrichten einer eigenen Homepage, wird deren Medienkompetenz ganz nebenbei gefördert. Implizit, aber darum nicht schlechter. Im Gegenteil.
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Intel-Publikums-Preis 2002

Erstmals verleiht Intel im Rahmen des Grimme Online Award einen eigenen Publikumspreis. Intel würdigt damit die wachsende Bedeutung des Internets als begleitendes und ergänzendes Unterhaltung- und Informationsmedium zum Medium Fernsehen.

Was guckst Du?!, SAT.1

Internetadresse nicht mehr verfügbar

Idee/Konzeption: ColumbiaTristar Film und Fernseh Produktions GmbH

Online-Redaktionsleitung: Sylvia Hartmann

Gestaltung/Technische Umsetzung:
sixxpac communications, Köln

Inhalt:
Was passiert demnächst im dubai.tv? Welche Geheimnisse vertraut Yildrims Fahrschüler seinem Tagebuch an? Begleitend zur Comedy-Reihe Was guckst du erfährt der User auf dieser Homepage alles über Kaya Yanars multikulturelle Show. Ein Übersetzer hilft bei den ersten türkischen Vokabeln, im Chat wird mit Ranjid, Tarek und Francesco diskutiert und das Radio Suleyman wartet mit Neuigkeiten zum Euro und dem Dönertipp auf. Forum, Games und der Was guckst du-Shop fehlen auch auf dieser Homepage nicht.

Nominierte

Nominierungen zum »Grimme Online Award TV«

  • ARTE (www.arte-tv.com)
  • BR-alpha (www.br-online.de/alpha)
  • DASDING (www.dasding.de)
  • Die Sendung mit der Maus (www.die-maus.de)
  • DW-WORLD.DE (http://dw-world.de)
  • GZSZ (www.gzsz.de)
  • Kinderarbeit in Indien (www.swr.de/special/kinderarbeit)
  • Lindenstrasse.de (www.lindenstrasse.de)
  • MONITOR (www.monitor.de)
  • Schätze der Welt (www.schaetze-der-welt.de)
  • Sport1 (www.sport1.de)
  • Stammzellen (www.wdr.de/online/stammzellen)
  • Tagesschau.de (www.tagesschau.de)
  • TV-Wunschliste (www.wunschliste.de)
  • Was Guckst Du?! (www.sat1.de/wasguckst.du)
  • ZDFHeute (www.heute.de)
  • ZDFReporter (http://reporter.zdf.de)

Nominierungen zum »Grimme Online Award Web-TV«

  • Angeklickt Web TV (www.angeklickt-webtv.de)
  • Borschts Welt (www.borscht.tv)
  • chaosfilm - laufende Bilder (www.chaosfilm.de)
  • POPZOOT (www.popzoot.tv)
  • Shorts-welcome.de (www.Shorts-welcome.de)

Nominierungen zum »Grimme Online Award Medienjournalismus«

  • Altpapier der Netzeitung (www.netzeitung.de/servlets/page?section=584)
  • Fernsehen der DDR (www.ddr-tv.de.vu)
  • Initiative Nachrichtenaufklärung (www.nachrichtenaufklaerung.de)
  • Telepolis (www.telepolis.de)

Nominierungen zum »Förderpreis Medienkompetenz«

  • bielewelt.de (www.bielewelt.de/stadtplan)
  • dol2day (www.dol2day.de)
  • indymedia.de (www.indymedia.de)
  • Internet Hochschul-Radio BW (www.ihronline.de)
  • Internet-ABC (www.internet-abc.de)
  • jetzt.de (www.jetzt.de)
  • Kindersache (www.kindersache.de)
  • LizzyNet (www.lizzynet.de)
  • Movie-College (www.movie-college.de)
  • netzspannung.org/netzkollektor (http://netzspannung.org/netzkollektor)
  • Robokutschpiloten-Rallye (www.AutoLernWerkStadt.de/email/spiel)
  • SearchPlay plus (www.bpb.de/snp)
  • Splashkids (www.splashkids.de)
  • welleg.de (www.welleg.de)
  • wissen.de (www.wissen.de)

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Nominierungskommission und Jury

Jury Grimme Online Award 2002:


Jurystatement des Grimme Online Awards 2002

Nominierungskommission Grimme Online Award 2002:


Statement der Nominierungskommission des Grimme Online Awards 2002
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Jury Grimme Online Award 2002:

Markus Deggerich, geb. im westfälischen Dorf Elte, lebte danach fünf Jahre
in München, vier in Leipzig, zwei in Hamburg und jetzt in Berlin. Studium
der Kommunikationswissenschaften, Politik, Soziologie und
Theaterwissenschaften in München und Havanna (Kuba), Ausbildung zum
Journalisten an der Deutschen Journalistenschule München und
Henri-Nannen-Schule Hamburg. Markus Deggerich arbeitete unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Stern und Wochenpost. Er war drei Jahre lang Korrespondent für dpa in Leipzig und ging 1999 als erster politischer Korrespondent eines Online-Mediums für SPIEGEL ONLINE nach Berlin.
Markus Deggerich arbeitete unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Stern und Wochenpost. Er war drei Jahre lang Korrespondent für dpa in Leipzig und ging 1999 als erster politischer Korrespondent eines Online-Mediums für SPIEGEL ONLINE nach Berlin.

Kai Heddergott, geb. 1969, Projektleiter bei MMB Institut für Medien- und
Kompetenzforschung in Essen. 1990 – 1992 Dienst in einer
Bundeswehr-Pressestelle, ab 1992 Studium der Publizistik, Soziologie und
Neueren Geschichte an der Universität Münster. 1995 bis 1998 Betreuung der
Elektronischen Lehrredaktion des Instituts für Publizistik; Dozent für
Multimedia- und Online-Schulungen diverser Bildungsträger. 1996 – 1999
freier Autor (Themen: Multimedia, IuK). Seit 1999 Betreuung und Leitung von
Forschungsprojekten bei MMB. Schwerpunkte: E-Learning, Ausbildung in
Medienberufen, Qualifizierungsforschung.

Wilfried Rütten, ist 49 Jahre alt, verheiratet und Vater eines mittlerweile
erwachsenen Sohnes. Nach Abitur und Studium von Soziologie und Anglistik
(Universität Köln, London University, Harvard University) zunächst freier
Mitarbeiter bei Deutschlandfunk und Deutsche Welle. Verleger der
Musikzeitschrift "Spex - Musik zur Zeit" (1980-1986).
Nach Volontariat bei der Deutschen Welle arbeitete er als Redakteur im
Ressort Wirtschaft, Deutsche Welle TV, später dann als Reporter im Bereich
Außenpolitik; parallel dazu Konzeptentwicklung und Mitarbeit "West 3 News", WDR 1992 Wechsel zum Privatfernsehen : Entwicklung von TV-Formaten "Producer Prime Time", Vox TV Producer Dokumentationen ("Nachtjournal Spezial") und Chef vom Dienst bei RTL, Leitender Redakteur und "Executive Producer", Vox TV (u.a. Aufbau der Internet-Präsenz des Senders; Entwicklung Teletext, Leiter der Volontärausbildung) Referent Journalistenausbildung, Adolf Grimme Akademie. 2000 Wechsel in den Bereich Geschäftsentwicklung, QSC AG; Entwicklung eines Breitband- Portals für Streaming Media auf DSL-Basis.

Tom Schimmeck, geb. 1959 in Hamburg, 1979 Mitbegründer der taz und war für sie in Hamburg, Berlin und Bonn tätig. Ab 1984 freiberufliche Tätigkeit unter anderem für die Frankfurter Rundschau, Konkret und Natur. Anschließend wurde er Reporter für das damals neue Lifestyle-Magazin Tempo. Von 1989-1992 lebte und arbeitete er zusammen mit seiner Lebensabschnittsgefährtin als Journalist in Südafrika (Merian, Geo, SZ Magazin, Spiegel u.a.) 1992 holte ihn dann profil als Auslandsreporter nach Wien. Seit 1996 ist er als freier Autor vor allem für die Woche tätig.

Anette Scholz, wurde 1968 in Gießen geboren. Nach dem Abitur studierte sie
Kommunikationsdesign an der FH Wiesbaden und sammelte durch die freie
Mitarbeit in mehreren Werbeagenturen bereits während des Studiums erste
Berufserfahrung. Daneben arbeitete sie auch als Dozentin für Grafikdesigner.
Nach Abschluss ihrer Diplomarbeit - einer CD-ROM über Udo Lindenberg -
gründete Anette Scholz zusammen mit ihrem Studienkollegen Michael Volkmer
die Multimedia-Agentur SCHOLZ & VOLKMER in Wiesbaden. Das Projekt ist sehr
erfolgreich: im Jahr 2001 wurde SCHOLZ & VOLKMER zur kreativsten
Multimedia-Agentur Deutschlands und zur viert kreativsten Multimedia Agentur
der Welt gekürt.
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Jurystatement des Grimme Online Awards 2002

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Nominierungskommission Grimme Online Award 2002:

Carsten Heidböhmer,geb. 1971 in Lüdenscheid. Studium der Musikwissenschaft, Geschichte und Soziologie in Köln und Berlin. Freie Mitarbeit bei der Westfälischen Rundschau Lüdenscheid und beim WDR. Von 1999 bis 2001 Online-Redakteur bei T-Online in Darmstadt; dort verantwortlich für das Lifestyle-Ressort. Seit September 2001 Kultur-Redakteur bei stern.de.

Justus Herrmann geb. 1967, ist Mediendesigner, -redakteur und – autor und arbeitet unter dem eigenen Bürolabel „xident|DesignFeatures“, einem Designbüro für on|offline, on|offair an Medienprojekten in Köln. Zu den Produkten zählen neben Web- und Printgestaltung vor allem auch radiophone Audiopublikationen für Kultur-und Businesskommunikation.
Zur Vorgeschichte gehören: Abiturient, Klangsammler, Zeichner, Trickfilmmacher für Kino und Fernsehen, Gast der Kunstakademie Düsseldorf u.ä.. Studium am neu gegründeten, interdisziplinären „kölner modell“, Fachbereich Design, Köln, Abschluss in Designgeschichte und -Theorie. Seit Entstehung des www dort auch tätig: gestalterisch in Text und Bild, Interaktion in Design- und Kunstprojekten. Mitbegründer und Kurzzeitig-Gesellschafter einer Internetagentur für Industriekunden. Durchgängig Journalist und Feature-Autor für den ARD-Hörfunk, sowie Autor und Redakteur verschiedener Designmagazine und -publikationen. Seit 2000 im Progammvorstand von KoelnDesign, einer Initiative von über 100 Designbüros, Messegesellschaften, der Stadt Köln, Hochschulen u.a. zur Wirtschaftsförderung und Designpromotion.

Martin Kranwetvogel, geb. 1971 in München. 1993 – 1998 Studium der BWL an der Universität München. Seit 1996 als Wissenschaftlicher Assistent, Berater und Projektmanager tätig für die argonauten, München. Seit 2000 ist Martin Kranwetvogel Leiter der Unit argo_startup. Veröffentlichungen: Beiträge in Fachzeitschriften und Seminare zum Web-Design, Co-Autor von »good webrations, web design & wahrnehmung, eine web wirkungsanalyse« (Klaus C. Hofer und die argonauten).

Dr. habil Christoph Neuberger, geb. 1964, ist wissenschaftlicher Assistent an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Dort hat er sich 2001 mit einer Arbeit über das Thema "Journalismus im Internet" habilitiert (www.ku-eichstaett.de/SLF/JOUR/projekt). Christoph Neuberger hat eine Vielzahl von Aufsätzen über den Online-Journalismus und das Internet-Engagement von Rundfunk und Presse veröffentlicht. 2001/02 war er Vertreter einer Professur im Fach Journalistik an der Universität Leipzig. Im Sommersemester 2002 wird Christoph Neuberger eine Professur an der Universität Münster antreten.

Renate Oetjens, geb. 1964 in Bonn. Nach dem Studium der Amerikanistik, Anglistik und Germanistik in Kiel und Hamburg (Abschluss 1994 mit M.A.) sechs Jahre lang als Online-Redakteurin im Hamburg beim Verlag Dumrath & Fassnacht KG (Gelbe Seiten, Hamburg Magazin) tätig, seit Herbst 2000 Redakteurin bei TV Movie.de.

Peter Stawowy, Jahrgang 1971, verantwortlich beim Medienbranchen-Dienst kress, Heidelberg für Sonderteile und Specials. Zuvor Volontariat beim kressreport und bei kress.de, davor Projektkoordination im Adolf Grimme Institut, Projekt „Jugenddialog Hörfunk und Umwelt“. Schon während des Studiums der Politikwissenschaft (M.A.) an der WWU Münster zahlreiche journalistische Tätigkeiten (u.a. WDR) sowie Projekttätigkeit (Aufbau des Hochschulradios Münster Q 90.9).
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Pressemitteilungen

Pressestimmen zum Grimme Online Award 2002
PDF (89 KB)

 

Das Grimme Institut prämiert acht Angebote (15.06.2002)
PDF (49 KB)

 

Die Nominierungen zum Grimme Online Award 2002 (22.05.2002)
PDF (75 KB)

 

User Ansturm beim Grimme Online Award 2002 (06.05.2002)
PDF (338 KB)

 

Erste Tagung der Nominierungskommission (20.03.2002)
PDF (103 KB)

 

Grimme Online Award 2002 startet ab Februar (05.02.2002)
PDF (152 KB)