Begründung der Jury

2009 fragten sich Nominierungskommission und Jury noch, wo das auszeichnungswürdige Nutzungskonzept eines Microblogging-Dienstes bleibt.

Zwar waren Twitter, Facebook & Co. die populärsten neuen Webdienste, die technische Innovation war der publizistischen aber weit voraus.

Gedankenfetzen, Nachrichten-Weitergabe, Beschreibung des Abendessens: Kreativität ist nicht unbedingt das Markenzeichen der Twitter-Nutzung.

Dass die Zeichenlimitierung auch inspirierend sein kann, beweist Florian Meimberg mit seinen Kurzgeschichten, 1 pro Tweet mit 140 Zeichen.

Die Einschränkung der Twitter-Plattform wird durch die unerwartete Nutzung zur Stärke, Geschichten im kleinstmöglichen Raum unterzubringen.

Die TINY TALES entfalten sich dabei erst im Kopf, aus den wenigen Zeichen entstehen Gedanken und Bilder, die die Geschichte komplettieren.

Von sarkastisch bis romantisch reicht das Spektrum, mitunter verändert sich die Stimmung auch beim zweiten oder dritten Lesen.

Die TINY TALES sind allerdings keine Einbahnstraße: Der Autor bittet seine Follower um Stichwörter und erstellt daraus neue Geschichten.

Beeindruckt war die Jury sowohl von Florian Meimbergs Idee zu den TINY TALES als auch deren konsequente Umsetzung im deutschen Twitter-Land.

140 Zeichen reichten nicht aus, das Jury-Lob auszudrücken; der Preisträger möge nachsehen, dass die Begründung aus 10 Tweets besteht.

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