Über uns

Historie

Im Jahr 1964 wurde erstmals der vom Deutschen Volkshochschulverband (DVV) gestiftete Adolf-Grimme-Preis in Marl verliehen. Das gleichnamige Institut wurde 1973 gegründet. Auf Initiative von Prof. Dr. Bert Donnepp, Leiter des Marler Bildungswerks "die insel", verabschiedete der Vorstand des DVV am 23. September 1973 eine Geschäftsordnung für das Adolf-Grimme-Institut. Sein Ziel: Das Institut sollte Modelle für die Zusammenarbeit zwischen Volkshochschulen und Fernsehen entwickeln und Veranstaltungen zur Qualifizierung der Erwachsenenbildung im Umgang mit Medien organisieren. Eine weitere wichtige Aufgabe bestand in der Vorbereitung und Organisation des bestehenden Fernsehpreises. Sowohl das Institut als auch der Preis tragen den Namen des deutschen Kulturpolitikers und ersten Generaldirektors des Nordwestdeutschen Rundfunks Adolf Grimme.

Bis etwa 1982 lag der Schwerpunkt der Institutsarbeit in der Entwicklung von Medienverbundprojekten. Ab 1983 wandte es sich dem gesamten Fernsehprogramm zu und bezog Presse und Hörfunk in seine Arbeit mit ein. 

Ab 1990 prägte mehr und mehr der Forumsgedanke das öffentliche Engagement des Instituts. Neben dem Grimme-Preis und dem Grimme Online Award sollten die Marler Tage der Medienkultur den Diskurs über Medien fördern. Seit 1995 engagiert sich das Institut mit der Gründung der Grimme-Akademie zudem in der Aus- und Fortbildung für die Medienbranche sowie in der Vermittlung von professioneller Medienkompetenz.

Im Jahr 2010 sind das Adolf-Grimme-Institut und das ebenfalls in Marl ansässige Europäische Zentrum für Medienkompetenz (ecmc) zu einer Institution verschmolzen. Mit der Fusion firmiert das Institut als Grimme-Institut, Adolf Grimmes Vorname verschwand aus dem Institutsnamen – dem praktischen Sprachgebrauch folgend. Durch die Zusammenführung der beiden Institutionen wurde das Leistungsspektrum des Grimme-Instituts erweitert; die Arbeitsfelder Medienkompetenz und Neue Medien haben damit deutlich an Umfang und Expertise hinzugewonnen.

Mit der Gründung des Grimme-Forschungskolleg an der Universität zu Köln - Ende 2014 - wurde die praxisorientierte Forschung über Medien und Gesellschaft im digitalen Zeitalter in das Aufgabenspektrum des Grimme-Instituts einbezogen. Das Grimme-Forschungskolleg ist eine gemeinnützige GmbH an der das Grimme-Institut und die Universität zu Köln zu jeweils 50 % beteiligt sind. Mit dem Grimme-Forschungskolleg kooperieren die Philosophische, Humanwissenschaftliche, Juristische und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Seit 2015 sind neue interne Arbeitsstrukturen des Grimme-Instituts wirksam, sie dienen der Bewältigung der Anforderungen des erweiterten Aufgabenspektrums. Darüber hinaus soll der Diskurs über Medien gestärkt und ausgebaut werden. Hierzu wurde u.a. das Veranstaltungsformat „Grimme trifft die Branche“, das in wechselnden Städten stattfindet, neu konzipiert. Ferner wurde das Grimme-Lab entwickelt, das im Juni 2016 frei geschaltet wurde.