1Live-Stimme Bianca Hauda und taz-Kolumnistin Silke Burmester

"Medienfrauen NRW" unterstützt beim Weg in die Medienwelt

(Köln/Marl) Mehr als ein Dutzend Frauen aus verschiedenen Medienbranchen haben heute (21. März) bei „Medienfrauen NRW“ über ihren individuellen Werdegang und Arbeitsalltag berichtet. Dass Veranstaltungen mit mehr Frauen als Männern auf der Bühne noch nicht alltäglich sind, betonte Ministerin Dr. Angelica Schwall-Düren bei der Eröffnung im Kölner KOMED: „Medienveranstaltungen dürfen zukünftig nicht mehr fest in Männerhand sein. Das müssen wir ändern“, sagte die Ministerin und forderte die rund 120 Gäste dazu auf, auch bei der Berufswahl mit Klischees zu brechen. Denn Medienberufe seien zunehmend (auch) im Online-Bereich angesiedelt und so müsse auch die Digitale Gesellschaft hinreichend von Frauen mitgestaltet werden.

Die Moderatorin Bianca Hauda und die Kolumnistin Silke Burmester berichteten im ersten Panel „Angekommen in der Medienbranche“, wie sie in den klassischen Medien erfolgreich sind. Aus der digitalen Medienwelt erzählten Rita Bollig, die mit Bastei Entertainment die digitale Sparte des Bastei Lübbe Verlags leitet, und Lisa Kruse als Mit-Gründerin des Game-Studios „the Good Evil“. Auch die freie Produzentin und Medientrainerin Kim Lenar verwies darauf, dass „online“ für Menschen in Medienberufen immer wichtiger wird – und eine Chance ist, um in sozialen Medien präsent zu sein und sich mit Medien auszuprobieren: mit dem eigenem Blog, Podcast oder Youtube-Kanal.

Wie vielfältig „der Weg in die Medien“ sein kann, erklärten vier Frauen, die selbst in der Ausbildung und als Dozentin für Medienberufe aktiv sind. Nützliche Tipps und Hinweise gaben Meike Wiggers, Bildungsreferentin der sk stiftung jugend und medien, die Cutterin und Dozentin Gesa Marten, Aycha Riffi als Leiterin der Grimme-Akademie sowie die freie Journalistin und Dozentin Bettina Blaß. Sie waren sich darüber einig, dass es den einen Weg in die Medien nicht gibt, sondern dass es auch individueller Chancen und Möglichkeiten bedarf. Durch die Panels führte die WDR-Moderatorin Bella Lesnik.

„Wer könnte dem weiblichen Nachwuchs bessere Hinweise für seine möglichen weiteren Wege in die Medien geben als ausschließlich weibliche Medienprofis aus unterschiedlichen Sparten?“, begründet der Direktor des Grimme-Instituts, Uwe Kammann, diese engagiert durchgeführte besondere Veranstaltungsform. Damit sei „Medienfrauen NRW“ auch vorbildlich für viele andere Bereiche und „zur positiven Nachahmung sehr empfohlen“.

Der Informationstag „Medienfrauen NRW“, organisiert vom Grimme-Institut in Marl, richtet sich an Mädchen und Frauen, die in die Medienwelt einsteigen oder sich neu orientieren möchten. Schon zum fünften Mal vermittelt die Veranstaltung konkrete Erfahrungen, Bedingungen und Aussichten in der Medienbranche, um bei der Berufswahl zu unterstützen.

Deshalb folgten am Nachmittag vier Workshops mit einem intensiven Blick in verschiedene mediale Berufsbilder:

  • „Journalismus“ mit WAZ-Redakteurin Christina Wandt,
  • „Internet und Co.“, mit Silvia Stieneker vom Projekt „women edit“ der Wikimedia Deutschland e.V.,
  • „Film“ mit der Drehbuchberaterin und Journalistin Giti Hatef-Rossa und
  • „Medienberufe – ein Überblick“ mit Anne Schulz von Medienkarriere.NRW.

Einen Live-Blog zu „Medienfrauen NRW“ sowie weitere Informationen zum Programm und den Referentinnen gibt es unter www.medienfrauen-nrw.de.

„Medienfrauen NRW“ wird unterstützt von der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Angelica Schwall-Düren.

 

Kontakt

Annette Schneider
Projektleitung „Medienfrauen NRW“
Telefon: 02365 9189-39
Telefax: 02365 9189-89
E-Mail: schneider@grimme-institut.de

 
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