Neugründung durch Grimme-Institut und Universität zu Köln

Grimme-Forschungskolleg - Medien und Gesellschaft im digitalen Zeitalter

(Marl/Köln) Das Grimme-Institut und die Universität zu Köln haben heute das neu gegründete „Grimme-Forschungskolleg – Medien und Gesellschaft im digitalen Zeitalter“ vorgestellt. Die gemeinnützige Gesellschaft wird ihren Sitz in Köln haben.

NRW-Medienministerin Dr. Angelica Schwall-Düren begrüßt die Neugründung: „Unser Ziel als Gesellschafter des Grimme-Instituts ist es, diese renommierte Einrichtung als Ort des Diskurses in der digitalen Gesellschaft zu positionieren. Genau dies ist der Ansatz des Forschungskollegs. Dabei geht es vor allem um die Frage: Wie wollen wir in dieser zunehmend digitalen Gesellschaft leben?“

Das Forschungskolleg wird sich mit aktuellen Fragen digitaler Kommunikationskulturen und der Rolle der Medien in gesellschaftlichen Wandlungsprozessen auseinandersetzen. Als gemeinsam vom Grimme-Institut und der Universität zu Köln getragene Unternehmung bündelt das Grimme-Forschungskolleg fächerübergreifende wissenschaftliche Kompetenzen, mediale Diskurserfahrungen und praxisorientierte Zugänge zum Mediensystem.

Die Direktorin des Grimme-Instituts, Dr. Frauke Gerlach, hebt hervor: „Mit der Gründung des Grimme-Forschungskollegs wollen wir die Stärken der Universität zu Köln und des Grimme-Instituts verbinden und damit eine Einrichtung schaffen, die sich interdisziplinär, unabhängig sowie praxisorientiert mit den komplexen Fragen der Digitalisierung der Gesellschaft und ihrer Medien auseinandersetzt.“

Digitalisierung und Medialisierung haben weitreichende Folgen für die kulturellen und öffentlichen Kommunikationsprozesse in unserer Gesellschaft. Dabei stehen technische und gesellschaftliche Entwicklungen in einem wechselseitigen Verhältnis zueinander. In vielen Bereichen der Medienkultur, Medienbildung und Medienöffentlichkeit gibt es einen öffentlichen Diskurs- und politischen Handlungsbedarf, der durch geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Analysen grundiert und flankiert werden sollte.

Der Rektor der Universität der Universität zu Köln, Prof. Dr. Axel Freimuth: „Köln ist einer der bedeutenden Medienstandorte in Deutschland, mit großen Verlagen, Hörfunk- und Fernsehsendern sowie einer stark wachsenden Digitalwirtschaft. Viele unserer Absolvent/innen finden ihren künftigen Arbeitsplatz in den Medien. Dementsprechend stark nachgefragt sind auch unsere Angebote in Lehre und Forschung, die sich dem Themenfeld Medien im weitesten Sinne widmen.“

Mit den beiden Gründungsgesellschaftern ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte und gemeinsame Forschungsfelder.

Das Grimme-Institut befasst sich seit über 40 Jahren mit Fragen der Medienkultur und Medienbildung. Zu den Aufgaben des Grimme-Instituts zählen die Beobachtung, Analyse und Bewertung von Medienangeboten und  Entwicklungen – vom Fernsehen über den Hörfunk bis zu Social Media – sowie die Kompetenzentwicklung und der Wissenstransfer zwischen gesellschaftlichen Gruppen. In der Öffentlichkeit sind besonders die beiden Qualitätswettbewerbe des Instituts bekannt: der Grimme-Preis (seit 1964) für vorbildliches Fernsehen und der Grimme Online Award (seit 2001) für hervorragende Qualitätsangebote im Netz. Darüber hinaus steht das Institut für qualifizierte Bildungsangebote für Medienpraktiker und breite Kreise der Gesellschaft (www.grimme-institut.de).

Die Universität zu Köln ist als eine in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder ausgezeichnete Hochschule eine der führenden Volluniversitäten in Deutschland. Sie verfügt mit ihren sechs Fakultäten über ein hervorragendes Angebot in Forschung und Lehre, das auf vielfache Weise mit ihrem dynamischen Umland verknüpft ist. Medienrelevante und medienbasierte Forschung leistet die Universität zu Köln an mehreren ihrer Fakultäten. Das Angebot in Forschung und Lehre umfasst Medienkultur, Medienrecht, Medienpädagogik, Medienökonomie und -management. Darüber hinaus werden die Studierenden in den (Verbund-)Studiengängen "Medienkulturwissenschaft", "Medienwissen-schaft (mit den Profilbildungen Medieninformatik, Medienmanagement, Medienrecht, Ökonomie und Soziologie der Medien)" und "Intermedia – Medienbildung, Mediengestaltung, Medienkultur (BA)" ausgebildet.

Für beide Gesellschafter des Grimme-Forschungskollegs stellt diese Gründung und Kooperation ein Novum dar. In der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH wird das „Grimme-Forschungskolleg – Medien und Gesellschaft im digitalen Zeitalter“ die Gesellschafterstruktur auch in der personellen Besetzung abbilden: Die Geschäftsführung wird vom Grimme-Institut bestellt, der/die wissenschaftliche/r Direktor/in wird von der Universität zu Köln gestellt. Künftig wird ein Kuratorium die Arbeit des Grimme-Forschungskollegs beratend unterstützen.

 
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