Grimme-Preis-Archiv

50 Jahre ausgezeichnetes Fernsehen im GrimmePreisArchiv

(Marl)  Punktgenau am Tag der 50. Grimme-Preis-Verleihung, also am 4. April 2014, ist das GrimmePreisArchiv an den Start gegangen. Es soll unter der Adresse www.grimmepreisarchiv.de zum lustvollen Stöbern in der Geschichte ausgezeichneten Fernsehens anregen. Es ermöglicht aber ebenso die gezielte Recherche nach Preisträgern, Sendungstiteln und Sendern.

Basis des Archivs sind die Aufzeichnungen und Dokumente über die Grimme-Preis-Geschichte, die sich im Besitz des Grimme-Instituts in Marl befinden. Seit Mitte 2014 wurde darüber hinaus bei Fernsehsendern, Produktionsunternehmen und in Archiven nach weiteren Materialien zur Geschichte des Preises recherchiert.

„Dieses Online-Archiv“, so Grimme-Direktor Uwe Kammann, „ist ein wunderbares Instrument, um viele Facetten der Preisgeschichte kennenzulernen und immer neue Perspektiven zu entdecken. Jeder wird seine ganz eigenen Wege finden, je nach dem Interessen an Personen oder Produktionen, um sein Grimme-Wissen zu bereichern.“

In der Natur der Sache liege es, dass ein solches Archiv unvollständig sei und immer bleiben werde. Jurybegründungen seien nicht mehr vollständig vorhanden, für Szenenfotos von ausgezeichneten Sendungen gebe es keine Veröffentlichungsrechte, Plakate existierten nicht mehr. Umgekehrt seien noch viele Fotos und Originaldokumente vorhanden, die im die Laufe der Zeit in das Archiv eingepflegt werden sollen.

Das GrimmePreisArchiv sei ein klassisches Work in Progress: Es solle sich in die Zukunft entwickeln, aber auch die Vergangenheit des Preises im Laufe der Zeit noch umfangreicher und detaillierter dokumentieren. Daran könnten sich auch die Nutzer beteiligen: Wer alte Fotos von Preisverleihungen besitze, etwas über den Lebenslauf einzelner Preisträger aus den frühen Jahren wisse, ein Programmheft oder ein Plakat besitze, sei aufgerufen, sich zu melden, um zum weiteren Ausbau des Archivs beizutragen.

Ergänzt werden soll das Archiv noch mit interaktiven Funktionen. So soll es in einer weiteren Entwicklungsphase möglich werden, Erinnerungen an die ausgezeichneten Sendungen mitzuteilen, Produktionen als besonders sehenswert zu markieren und Lieblingsfilme über soziale Netzwerke zu teilen. So soll im Laufe der Jahre eine immer dichtere, vielfach verwobene und individuell angereicherte Geschichte dieses einzigartigen Fernsehpreises entstehen.

Realisiert wurde das Projekt vom Editorial Development Lab (EDLAB) unter der Leitung von Andreas Schümchen, Art Director war der Kölner Designer Jens Mennicke. „Wir wollten zusammen mit dem Grimme-Institut etwas Außergewöhnliches schaffen und dabei die Vielfalt und den Anspruch des Grimme-Preises in einer kreativen Gestaltung zum Ausdruck bringen“, so beschreibt Schümchen das ehrgeizige Ziel des Projekts.

 

Kontakt

Uwe Kammann
Direktor
Telefon: 02365 9189-11
Telefax: 02365 9189-89
E-Mail: kammann@grimme-institut.de

 
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