Kritiker-Lob für Privat-Tops
Zum fünften Mal: Gutes Fernsehen – Schlechtes Fernsehen
(Frankfurt/Marl/Kassel) Schokoladenseiten des privaten Fernsehens wurden jetzt zum fünften Mal in der Werkstattreihe „Gutes Fernsehen – Schlechtes Fernsehen“ hervorgehoben und gewürdigt. Mit dieser Fachkonferenz am 6. Oktober im Rahmen der eDIT –Filmmaker’s Festival in Frankfurt wollen die Kooperationsparter -- die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen) und das Adolf-Grimme-Institut – modellhafte Formate und Sendungen sowie positive Programmentwicklungen bei den privaten Sendern vorstellen und anschließend mit „Machern“ und Senderverantwortlichen die Perspektiven erörtern.
Die Fernsehkritiker und Grimme-Juroren Claudia Gerhards, Tilmann P. Gangloff und Gerd Hallenberger gestern in Frankfurt. Im Rahmen der Werkstattreihe "Gutes Fernsehen - Schlechtes Fernsehen" stellten als Positiv-Beispiele diesmal die Sat.1-Produktionen "Kesslers Knigge" und "Zwei Weihnachtsmänner" heraus, weiter "TV-Helden" und "Der Lehrer" im Programm von RTL sowie die ProSieben-Sendungen "Stefan Raabs Eisfußballpokal" und "Der kleine Mann". Gelobt wurden auch "The Big Bang Theory" und "Timmousine" - eine Talk-Sendung im Programm des neuen TV-Senders "Timm". Als Spezialbeispiel für innovativess und qualitativ hochwertiges Fernsehen wurde auch die Machart von Vorspännen – wie zu „Der kleine Mann“ oder „Dexter“ – hervorgehoben.
Der abschließende Diskurs mit drei renommierten deutschen TV-Produzenten lieferte spannende Einblicke in Tendenzen und Entwicklungslinie der Fernsehprogramme in Deutschland, auch unter den verschiedenen Vorzeichen der Konvergenz im inhaltlichen, technischen und organisatorischem Bereich. Gerhard Schmidt (Cologne Gemini Film, Köln) lobte dabei den heutigen TV-Standard in Deutschland: "Seit 25 Jahren hat sich das handwerkliche Niveau im deutschen Fernsehen durch die ständige Konkurrenz der Privaten immer weiter erhöht." Philip Voges (Hofmann & Voges Entertainment, München) befürchtet, dass es in der Zukunft zu starken finanziellen Einschnitten kommen könne, welche in der Folge auch die Qualität der Programme beeinflussen könnten. Jürgen Irlbacher (FIRST ENTERTAINMENT, Geiselgasteig) hob in der Diskussion hervor, dass es wichtig sei, auf die technische Konvergenz der Medien auch mit neuen Inhalten zu reagieren.
Kontakt bei Rückfragen: Annette Schriefers, Tel.: (0561) 93586 - 12.
