Nominierte 2008

Aus fast 1.900 Vorschlägen von Anbietern und Internetnutzern hat die Nominierungskommission für den Grimme Online Award 2008 die Nominierten ausgewählt.  

Bildergalerie von der Bekanntgabe der Nominierungen.

Die Bildergalerie zu den Nominierten.

 

Die Pressemitteilung zur Bekanntgabe der Nominierten finden Sie hier.

 

 

Die Nominierten des Grimme Online Award 2008:

 

 

Nominierte des Grimme Online Award INFORMATION

Nominierte des Grimme Online Award WISSEN UND BILDUNG

Nominierte des Grimme Online Award KULTUR UND UNTERHALTUNG

Nominierte des Grimme Online Award SPEZIAL


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Nominierte des Grimme Online Award INFORMATION



Screenshot "raja-ampat"

GEO.de: Raja Ampat

 

Eine Reise nach Raja Ampat, einem der schönsten und vielleicht auch letzten Naturparadiese unserer Erde, können sich nicht viele leisten. Die GEO-Expedition nimmt den User kostenlos mit in das "Kronjuwel der Biodiversität" im Zentrum des Korallendreiecks zwischen Neuguinea und Borneo. In der Multimedia-Reportage lassen beeindruckende Video- und Foto-Aufnahmen in die faszinierende Unterwasserwelt eintauchen oder Natur und Einwohner des Archipels hautnah erleben. Animationen und erklärende Texte liefern anschauliche Hintergrundinformationen zur Entstehungsgeschichte, aber auch zur bedrohten Zukunft dieser Inselwelt.

Anbieter: Gruner + Jahr AG & Co. KG, Hamburg
Idee und Konzeption: Lars Abromeit
Redaktion: Jens Rehländer
Technik: Daniel Olzien
Gestaltung: Benjamin Gugelot
Realisierung: Lars Abromeit, André Bartak, Benjamin Gugelot,
Jan Hillebrecht, illu.team43, Tim Lamann, Jan-Eric Strohsal

Internetadresse: www.geo.de/raja-ampat
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Screenshot "graumarktinfo.de "

graumarktinfo.de

 

Bislang waren Berichte über den "Grauen Kapitalmarkt" – unseriöse Anbieter von Kapitalanlagen – nicht zentral zu finden. Das unabhängige Anlegerschutzportal "graumarktinfo.de" von Börse-Online bündelt diese Informationen und stellt sie übersichtlich und für Laien verständlich dar. Mit der innovativen Form der Netzwerkdarstellung lässt sich bequem recherchieren, ob ein Anlageanbieter bereits negativ aufgefallen ist oder in Verbindung mit einem "schwarzen Schaf" steht. Zusätzlich zu den inzwischen bereits über 1.000 Einträgen, die in der Datenbank leicht zu finden sind, werden auch Comics, Karikaturen und skurrile Geschichten angeboten, die das trockene Thema lebendiger gestalten.

 

Anbieter: BÖRSE ONLINE Verlag GmbH & Co. KG
Gesamtverantwortung: Stefanie Burgmaier
Idee und Konzeption: Renate Daum
Realisierung und Gestaltung: Wiebke Gloede
Redaktion: Renate Daum, Martin Reim und Ilga Fink

 

Internetadresse: www.graumarktinfo.de

 

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Screenshot "Netzpolitik"

netzpolitik.org

 

Ob Datenschutz, Überwachungsgesetz, digitale Rechte oder Bundestrojaner: Mehrmals täglich informiert das Blog "netzpolitik.org" in Nachrichten und Kommentaren über wichtige Themen und Fragen des digitalen Zeitalters. Seit 2004 bietet Autor Markus Beckedahl, unterstützt von mehreren Co-Autoren, eine kontinuierliche Anlaufstelle, um sich mit den Zusammenhängen von Netzpolitik, Grundrechten und bürgerlichen Freiheiten kritisch auseinanderzusetzen. Eine umfangreiche Tagcloud sowie die detaillierte Auflistung der letzten Artikel und Kommentare ermöglichen zusätzliche Orientierung.

Gesamtverantwortung:  Markus Beckedahl
Redaktion:  Markus Beckedahl, Carsten Raddatz, Ralf Bendrath,
Matthias Mehldau, Andreas Goetzke, Julia Lazarus
Realisierung:  newthinking communications GmbH
Gestaltung:  Thomas Boettcher

Internetadresse: www.netzpolitik.org


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Screenshot "Störungsmelder"

Störungsmelder

 

"Wir müssen reden. Über Nazis." Unter diesem Motto reden sie über Nazis – die zahlreichen Autoren des ZEIT-Weblogs "Störungsmelder". 2007 initiierten das Jugendmagazin "ZEIT-Zuender", das Popkultur-Portal "Intro", der Verein "Gesicht Zeigen!" und die Agentur "WE DO" gemeinsam mit den Moderatoren Markus Kavka, Ole Tillmann und Klaas Heufer-Umlauf das Online-Projekt gegen Rechtsextremismus. Seitdem wird hier regelmäßig über persönliche Erfahrungen mit Rechtsextremismus, aber auch über politische Strukturen und Hintergründe berichtet. Die hohe Anzahl und die inhaltliche Qualität der Kommentare machen deutlich, dass in diesem Blog ein Thema behandelt wird, über das nach wie vor geredet werden muss.

Anbieter: ZEIT online GmbH
Partner: INTRO, SPIESSER, jetzt.de, fluter.de
Seitenentwicklung: Christian Bangel (Zuender), Boris Fust (Intro)
Konzept: Christian Bangel
Mitinitiatoren: Christian Bangel (Zuender), Boris Fust (Intro),
Claudia Brueninghaus (DIE ZEIT), Nicole Stelzner, Stefanie Werner und Judith Klose (WE DO), Rebecca Weis und Sophia Oppermann (Gesicht Zeigen!), Matthias Hörstmann (Intro), Markus Kavka, Klaas Heufer-Umlauf, Ole Tillmann.


Internetadresse: www.stoerungsmelder.org


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Screenshot "WDR MEDIATHEK regional"

WDR MEDIATHEK regional

 

Seit Oktober 2007 bündelt die "WDR MEDIATHEK regional" Audios und Videos aus NRW im Netz. Übersichtlich nach Regionen, Themen, Sendungen oder chronologisch sortierbar sind die Beiträge des WDR Fernsehens und Hörfunks online verfügbar und bieten so ein umfassendes Archiv mit NRW-spezifischen Informationen, auf das der User jederzeit Zugriff hat. Die kurzen Inhaltsbeschreibungen und die von der Redaktion gesetzten Themenschwerpunkte erleichtern die Orientierung innerhalb des komplett barrierefreien Angebotes und verschaffen einen schnellen Überblick über die aktuellen Inhalte. Mit Bewertungs- und Kommentarfunktion können sich auch die User zu den Beiträgen äußern.

Anbieter: Westdeutscher Rundfunk Köln
Konzept: Stefan Moll
Realisierung:
Christian Vogg; Marc Pohl, WDR Mediagroup digital; Gregor Dupont, WDR Mediagroup digital
Redaktion:
Julia Lüke, Silke Rehren, Judith Haber, Anja Negendanck, Stephan Lennartz, Christof Höne, Marcus Sambale, Christian Vogg


Internetadresse: www.wdr-mediathek.de


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Nominierte des Grimme Online Award WISSEN UND BILDUNG



Screenshot "einestages"

einestages

 

"einestages", so die Selbstbeschreibung, "ist das neue Zeitgeschichte(n)-Portal von SPIEGEL ONLINE", das die Leser einlädt, ihre eigene(n) Geschichte(n) zu schreiben, und so "dem Aufbau eines kollektiven Gedächtnisses unserer Geschichte" dient. Die interessierten Mitmach-Leser können Texte, Fotos, Videos oder Tondokumente einreichen, sich mit anderen Beteiligten austauschen und alle bereits bestehenden Beiträge kommentieren und bewerten. Es gibt redaktionelle und technische Hilfestellungen, ein umfangreiches Glossar und ein "Fundbüro" zum Aufspüren unbekannter Namen oder Dokumente. Zu über 500 Themen gibt es bereits Beiträge, vom Zweiten Weltkrieg bis zur Love-Parade.


Anbieter:
SPIEGEL ONLINE GmbH
Chefredaktion: Wolfgang Büchner, Rüdiger Ditz
Ressortleitung: Florian Harms, Hans Michael Kloth


Internetadresse: einestages.spiegel.de

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Screenshot "kids-hotline"

kids-hotline

 

"kids-hotline" bietet eine umfangreiche Online-Beratung für Jugendliche. Ein ehrenamtliches Team professioneller Berater, unterstützt von einem fachlich betreuten "Peerteam" jugendlicher Ansprechpartner, steht in vielen offenen, aber auch geschützten Foren für Einzelberatung und Chats den Jugendlichen in allen Fragen Rede und Antwort. Ob Freundschaft, Liebe, Familie oder Schule – über alle Themen gibt es mit großer Offenheit einen regen Austausch. Interessierte Jugendliche können auch selbst zu Mitarbeitern der kids-hotline werden oder sich an gelegentlichen Projekten beteiligen. Die kids-hotline wird vom gemeinnützigen Verein "Kinderschutz e.V." aus München getragen und bietet regionalen Beratungsstellen die Zusammenarbeit im Rahmen eines Netzwerks an.

Anbieter: Kinderschutz e.V. München
Gesamtverantwortung: Norbert Blesch (Geschäftsführer Kinderschutz e.V.),
Emily M. Engelhardt (Leitung kids-hotline)
Gestaltung und Realisierung:    Triz Heider (kids-hotline), Lorenzo Perone und
Christian Rose (Yellowspace Smart Solutions)
Fundraising / Öffentlichkeitsarbeit:     Annette Cieslinski (kids-hotline)

Internetadresse: www.kids-hotline.de

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Screenshot "Kinder-Reiseführer"

Kinder-Reiseführer

 

Beim "Kinder-Reiseführer", einem besonderen Angebot aus dem SWR Kindernetz, können Kinder die Lieblingsplätze ihrer Heimatstadt in Texten, Bildern und Tönen vorstellen. Die Kinder, in der Regel sind es Schulklassen, tun dies in Form von Gedichten, Gemälden, Geschichten, Liedern, Fotografien, Video- und Audio-Beiträgen. Navigiert wird über eine Landkarte oder über einen kleinen Kompass. Zusätzlich werden didaktische Materialien für Lehrer zur Durchführung einer Projektwoche angeboten. Kinder sollen lernen, Medien kreativ zu nutzen und Medienkompetenz zu erwerben, gleichzeitig erforschen sie ihre Heimatregion. Der "Kinder-Reiseführer" wächst stetig und zeigt Deutschland aus den Augen der Kinder.

Anbieter: SWR Kindernetz
Redaktionsleitung: Sabine Stampfel (SWR)
Konzeption und Redaktion: Sandra Goller (SWR), Sabine Stampfel (SWR),
Ursula Zeilinger (SWR)
Gestaltung: Benjamin Voigtländer (Cosmoto)
Technische Umsetzung: Florian Hauser (Cosmoto), Markus Schilling (SWR),
Sliman Bouchareb (SWR)

 

Internetadresse: www.kindernetz.de/reisefuehrer

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Screenshot "neuneinhalb"

neuneinhalb

 

"neuneinhalb" ist die Website zur gleichnamigen WDR-Sendung, die Kindern und Jugendlichen jeden Samstag aktuelle Nachrichtenthemen in neuneinhalb Minuten erklärt. Über das Online-Angebot werden Kinder zusätzlich aufgefordert, ihre Meinungen einzureichen – und ihre eigenen Nachrichten zu produzieren. Dazu gibt es eine eigene "Nachrichtenschule", ein umfangreiches Lexikon, Downloads mit Lernspielen und vielen zusätzlichen Extras, um so umfassend und zielgruppengerecht Medienkompetenz zum Thema Nachrichten zu vermitteln.

Anbieter: Westdeutscher Rundfunk Köln
Redaktion: Matthias Körnich
Konzeption und Projektleitung: Matthias Körnich, Oliver Schwarz
Autoren: Barbara Franck, Sarah Winkenstette
WebTechnik/Realisation: machbar GmbH Kassel, Martin Haberland

 

Internetadresse: www.neuneinhalb.wdr.de

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Screenshot "Weltreligionen"

Weltreligionen

 

Christentum, Islam, Judentum, Buddhismus und Hinduismus stehen als Weltreligionen im Religionsportal des WDR gleichberechtigt nebeneinander. Mit zahlreichen Texten, Fotos, Videos und Tondokumenten, vor allem aus dem WDR-Programm, wird ein umfangreiches multimediales Angebot präsentiert, das zu vergleichenden Querbezügen zwischen den unterschiedlichen Religionen einlädt. Historische Hintergründe werden ebenso verdeutlicht wie der gegenwärtige religiöse Alltag oder Konflikte zwischen oder innerhalb der Religionsgemeinschaften. Ein Glossar, Quiz, Buch- und Linktipps ergänzen die Informationsbeiträge.

Anbieter: Westdeutscher Rundfunk Köln
Gesamtverantwortung: Stefan Moll, Florian Quecke
Redaktion: Kathrin Heßling, Suska Döpp, Sandra Schmitt,
Thomas Drescher
Gestaltung: Camilla Vocke, Philipp Bösel, Birgit Heinzelmann, Nicole Schweda, Dilek Wache, Mahrdad Siavoshi
Technik: Jens von Fintel, Martin Hillen

Internetadresse: www.religion.wdr.de

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Screenshot "zeitzeugengeschichte.de"

zeitzeugengeschichte.de

 

In fast 40 Zeitzeugen-Interviews dokumentiert das Web-Portal "zeitzeugengeschichte.de" persönliche Erfahrungen aus der NS-Vergangenheit. Im Rahmen eines angeleiteten Projekts wurden die Interviews per Video und Audio von Jugendlichen aufgezeichnet und zu Themen-Clips für das Internet verarbeitet. So entstand – chronologisch, thematisch und nach Personen strukturiert – eine einzigartige Dokumentation noch vorhandener Lebenserinnerungen. Weitere interessierte Jugendliche bzw. Jugendgruppen werden zur Beteiligung eingeladen. Eine thematische Ausweitung des Portals ist ebenso geplant wie eine technische Optimierung der Videos.


Anbieter: Metaversa e.V.
Gesamtverantwortung: Birgit Marzinka
Redaktion/Interviews:  Berliner Jugendliche
Gestaltung/Design:  Eike Pierstorff (Shoa.de)
Technik:  Volker Moritz (kanal B)

 

Internetadresse: www.zeitzeugengeschichte.de

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Nominierte des Grimme Online Award KULTUR UND UNTERHALTUNG



Screenshot "F.A.Z. Reading Room – "Die Wohlgesinnten""

F.A.Z. Lesesaal – "Die Wohlgesinnten"

 

Der Fortsetzungsroman in der Tageszeitung ist ein Klassiker. Die FAZ wartet seit jeher mit anspruchsvollen, exklusiv vorabgedruckten Romanen auf, die häufig auch zu Debatten anregen. Diesen Debatten gibt das FAZ-Feuilleton jetzt einen Raum: den frisch umbenannten "Lesesaal". Hier können Leser über den aktuellen Roman diskutieren und miteinander ins Gespräch kommen oder aber die Diskussionen im Expertenforum kommentieren. Der Lesesaal zu Jonathan Littells "Die Wohlgesinnten" steht exemplarisch für das Konzept, das mit anderen Romanen fortgesetzt wird, und bietet neben den Diskussionsforen umfangreiche Informationen zum Autor und zum Buch, mit Rezensionen, Audios, Videos und einer Zeitleiste.

Anbieter: Frankfurter Allgemeine Zeitung
Gesamtverantwortung: Hubert Spiegel (V.i.S.d.P.)
Idee/Konzeption: Uwe Ebbinghaus, Felicitas von Lovenberg, Hubert Spiegel
Redaktion: Uwe Ebbinghaus, Felicitas von Lovenberg, Hubert Spiegel
Projektkoordination: Pierre T. Schramm, Elektronische Medien
Grafische Konzeption/Programmierung: Christiane Wolf, Sascha Mandelkow, Jürgen Axer  (Rubinmedia)

 

Internetadresse: readingroom.faz.net/littell

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Screenshot "Intro.de"

Intro.de

 

Die Website zum monatlich erscheinenden Musikmagazin "Intro" geht weit über die gedruckten Inhalte hinaus. Mit den umfassenden Newsfeatures, dem Newsticker und einem zusätzlichen Redaktionsblog ist der User ständig aktuell informiert. Fast noch schneller reagiert das Forum zur Website – eine gepostete Frage zur Popkultur wird hier meist innerhalb von Minuten beantwortet. Ein Archiv fundierter Musikrezensionen, Interviews mit Akteuren der Indie-Szene, Audios und Videos und Veranstaltungshinweise ergänzen die aktuellen Inhalte zur Musik. Zusätzlich bietet "Intro.de" auch Features und Artikel zur Popkultur abseits der Musik: Film-, Spiele- und Buchtipps, Mode oder Kunstausstellungen sind genauso Thema des zielgruppengerechten Angebotes, das in allen Bereichen zum Mitmachen einlädt.

 

Anbieter: Intro GmbH & Co KG
Gesamtverantwortung: Matthias Fricke
Redaktion: Peter Flore
Realisierung/Programmierung: Sandro Boege, Anna Stiefvater, Thomas Albustin
Gestaltung: Holger Risse ("Jürgen und ich"), Sandy Zukowski

 

 

Internetadresse: www.intro.de

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Screenshot "Literaturport"

Literaturport

 

"Literaturport – Der Literaturhafen im Internet" behandelt die Literatur der Region Berlin / Brandenburg auf und von allen Seiten: Über eine Karte können Orte gefunden werden, an denen Literatur stattfindet und die in der Literatur stattfinden, sowie Informationen zu historischen und zeitgenössischen Autoren. Eine Besonderheit ist hierbei, dass die zeitgenössischen Autoren die Einträge zu ihrer Person selbst verfasst haben. Mit zahlreichen Querverweisen, unter anderem zu O-Tönen von Autoren, eigenen weitergehenden Informationen – etwa zu Zeitgenossen des jeweiligen Autors oder literaturtheoretischen Texten, aber auch zu externen Datenbanken – zeichnet sich die Site als umfangreiches Rechercheinstrument aus. Und als besonderes Bonbon gibt es die "Literatouren", in denen zwölf Berliner Autoren virtuell durch ihre Stadt führen.

Anbieter: Literarisches Colloquium Berlin, Brandenburgisches Literaturbüro
Konzeption, Gesamtverantwortung:    Ulrich Janetzki, Peter Walther, Claudia Schütze
Redaktion: Olga Katharina Schwarz, Pia Wolf, Katarzyna Kaminska-Hoffmann, Sonja Müller, Vera Kludas
Gestaltung: Steffen Kalauch
Realisierung: Christof Rodejohann

 

 

Internetadresse: www.literaturport.de

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Screenshot "Roots&Routes TV "

Roots&Routes TV

 


Kultur, Musik, Lifestyle und Alltag sind die Themen dieses Web-TV-Portals für Jugendliche von Jugendlichen. In regelmäßigen Workshops und Redaktionen, organisiert und fachlich betreut von Jugend- und Medieneinrichtungen in sechs Städten in Nordrhein-Westfalen, treffen sich die Jugendlichen, um Beiträge für das Roots&Routes-Magazin zu produzieren. Das Besondere: Die Jugendlichen haben unterschiedliche Herkünfte (roots) und kooperieren mit Jugendlichen aus zahlreichen anderen europäischen Städten (routes). So ist mit Roots&Routes TV eine mehrsprachige audiovisuelle Plattform für den Dialog über interkulturelle Lebenserfahrungen entstanden, die zudem begleitet wird durch internationale Treffen und ein jährliches Sommerfestival. ROOTS&ROUTES TV wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie vom Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.

Anbieter: JFC Medienzentrum Köln in Kooperation mit Partnern in 6 NRW-Städten und 9 EU-Ländern
Gesamtverantwortung: Gerda Sieben (JFC) und Sascha Düx (JFC)
Idee/Konzeption: Sascha Düx (JFC), Lisette Reuter (JFC) und Aileen Wessely
Gestaltung: Dirk Unger
Realisierung: Aileen Wessely
       

Internetadresse: www.rootsnroutes.tv

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Screenshot "undertube.tv"

undertube.tv

 

Was haben Berlin, Köln und München gemeinsam? Dort gibt es eine
U-Bahn – und dort gibt es undertube.tv, ein Musik-Video-Blog. Die Moderatorenteams interviewen wöchentlich eine Band in der U-Bahn, geben Konzertreviews, stellen eine Platte der Woche vor und präsentieren Konzerttipps. Mit den Beiträgen von jeweils ca. zehn Minuten ist das Format auch Medienpartner für kleinere Festivals und Bands, die abseits des Mainstreams agieren und sich dennoch einem größeren Publikum präsentieren wollen. Die Show widmet sich ausschließlich der deutschen Indie-Szene und fungiert als Stadtmagazin, das das musikalische Angebot für den Zuschauer nachvollziehbar aufbereitet.

 

Idee und Konzeption: Daniel Poli und Peer Göbel
Gesamtverantwortung: Daniel Poli
Redaktion:  Peer Göbel und Mila Haegele (Berlin), Tina Mamczur und
Sebastian Straßburger (Köln), Malte Göbel und Jutta Buck (München)
Gestaltung: Daniel Poli und Marco Medkour
Realisierung: Team undertube


Internetadresse:
www.undertube.de

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Nominierte des Grimme Online Award SPEZIAL



Screenshot "Hobnox.com"

Hobnox.com

 

Das Unterhaltungsportal "Hobnox" befindet sich noch in der Beta-Phase und zeigt schon jetzt, dass es sich hierbei nicht um eine bloße Konzeptidee handelt. Ziel ist es, digitale Medienkultur zu initiieren und zu fördern und weltweit die Kreativen mit ihren Zielgruppen zu verbinden. In verschiedenen Videochannels werden Konzerte, Interviews, Serien, Reportagen, Nachrichten und Informationen angeboten, webgerecht aufbereitet in einem ganz eigenen Stil. Die Community vernetzt Macher und Fans, um sich auszutauschen oder Partner für Projekte zu finden. Und damit sich die User auch selbst kreativ betätigen können, gibt es bereits Demo-Versionen der "Noxtools", Werkzeugen zum Erstellen von eigenen Audios und Videos.

 

Anbieter: Hobnox AG
Vorstand: Alfred Tolle
Idee und Konzeption: Alexander Gorny, Yousef Hammoudah, Andreas Jacobi
Redaktionsleitung: Uwe Viehmann
Realisierung: Hobnox AG, papaya Software GmbH
Design: Oliver Wrede (verantwortl.)
Motion Design: Christoph Bieselt, Sami Gültekin, Ingo Leffin

 

Internetadresse: www.hobnox.com

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Screenshot "Sandra Schadek – ALS"

Sandra Schadek – ALS

 

Sandra Schadek berichtet über die tödlich verlaufende Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) – aus der Sicht einer Betroffenen. Die regelmäßige Aktualisierung ihrer Website kostet sie aufgrund ihrer Erkrankung viel Zeit und Mühe. Und doch gelingt es ihr, Texte zu verfassen, die auch Außenstehende interessieren, Wissen über die seltene Krankheit vermitteln und ihre Lebensfreude ausdrücken. Das klar strukturierte und schlicht gehaltene Web-Angebot steht exemplarisch für die Möglichkeiten, die das Internet bietet, direkt und ohne Mittler Informationen zu verbreiten, die sonst möglicherweise nie den Weg an die Öffentlichkeit gefunden hätten.


Gesamtverantwortung:
Sandra Schadek
Layout und Realisierung: Detlef Soodmann, Wavetool – Internet & Serviceagentur

 

Internetadresse: www.sandraschadek.de

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Screenshot "ZDFmediathek"

ZDFmediathek

 

In zunehmendem Maße stellen Fernsehsender ihre Inhalte als Video-on-Demand im Internet zur Verfügung. Öffentlich-rechtlicher Vorreiter dieser Entwicklung war die Mediathek des ZDF – und ist es noch immer. Eine Vielzahl der Sendungen, von Nachrichten über Gesprächsrunden und Dokumentationen bis hin zu fiktionalen Produktionen, kann der Zuschauer hier abrufen. Die Gestaltung ist klar, die Navigation leicht zu durchschauen und die Technik leicht zu bedienen, fast so einfach wie Fernsehzeitschrift und Fernbedienung. Zu ausgewählten Programmen bietet das ZDF in der Mediathek eine spezielle Aufbereitung an: Der Zuschauer kann selbst Kriminalfälle lösen, die "Gustloff" erkunden oder ergänzende Videoausschnitte zu Dokumentationen finden. Auch den nächsten Schritt ist das ZDF bereits gegangen: Bei einigen Fernsehsendungen gilt inzwischen "online first".

Anbieter:  Zweites Deutsches Fernsehen
Redaktion / Projektleitung: Holger Meier, Markus Haque, Tina Kutscher, Andreas Rother
Konzeption: Zentralredaktion Neue Medien / Pixelpark Köln
Design: Pixelpark Köln / Annika Kersting, Michaela Immel

 
Internetadresse:
mediathek.zdf.de

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Die Nominierungskommission 2008
Die Nominierungskommission 2008: Alexander Svensson, freier Journalist; Katja Busch, Sapient; Michael Schwertel, blurmedia; Dirk von Gehlen, jetzt.de; Ute Diehl, Bildungsklick.de; Prof. Dr. Christoph Neuberger, Universität Münster; Manfred Nousch, Volkshochschule Herten (v.l.)

Statement der Nominierungskommission des Grimme Online Award 2008

Im achten Jahr des Grimme Online Award, nach dem Sichten hunderter Online-Angebote in Text, Bild und Ton, kann die Nominierungskommission vermelden: Das Entdecken qualitativ hochwertiger, innovativer Angebote im Web ist nicht leichter geworden. Oftmals haben sich immerhin Standards bei Technik und Präsentation durchgesetzt, die viele Anbieter erreichen. Und viele Online-Angebote bewegen sich inzwischen auf einem Level, der vor einigen Jahren noch als auszeichnungswürdig diskutiert worden wäre. Selbst für einzelne Personen ist es schon lange keine technische Herausforderung mehr, kontinuierlich Inhalte im Netz zu publizieren, sogar mit bewegten Bildern - die Werkzeuge dafür sind vorhanden. Für die Nominierungen waren wir auf der Suche nach den Angeboten, die aus diesem Durchschnitt herausragen. Besonders spannende Entwicklungen gab es dabei vor allem auf zwei Gebieten zu beobachten: Online-Video und Nutzerbeteiligung.

Wer lediglich Bewertungssternchen aus dem Web-2.0-Baukasten auf bestehende Inhalte montiert und Kommentarfelder anschraubt, darf sich allein davon allerdings keine neue Qualität der Nutzerbeteiligung erhoffen. Mühe und durchdachte Konzepte sind erforderlich, werden aber von den Nutzern entsprechend belohnt: Im Bereich Zeitgeschichte zeigen große Onlinemedien ("einestages") wie kleinere Projekte ("zeitzeugengeschichte.de"), wie sehr sich das Internet auch als Medium der Erinnerung eignet, zum Festhalten von Biografien, zum Sammeln von Dokumenten der kleinen und großen Geschichte und zum Austausch darüber. Auch andere nominierte Angebote setzen in vielfältiger Weise auf Beteiligung. Netznutzer werden zur Fortsetzung von Feuilleton-Debatten über Literatur in den elektronischen Salon eingeladen ("F.A.Z. Lesesaal"); Jugendmedienprojekte schaffen eine Plattform für selbstgedrehte Videos von Jugendlichen und vernetzen sich europaweit ("ROOTS&ROUTES TV"); Kindernachrichten-Programme geben ihre Zuschauern Tipps für eigene Beiträge ("neuneinhalb"); Schulklassen stellen ihren Heimatort im Netz vor ("Kinder-Reiseführer"). So sind wir auch für die kommenden Jahre gespannt auf weitere Angebote, bei denen die Nutzer nicht bloß Publikum bleiben.

Erstmals hatte die Kommission in diesem Jahr die Möglichkeit, in der Kategorie Spezial Angebote zu nominieren, die innovativ und herausragend sind, aber nicht recht in eine der anderen drei thematischen Schubladen passen. Dazu zählt ein öffentlich-rechtliches Online-Videoangebot, das früh gestartet ist und konsequent weiterentwickelt wurde: Die ZDFmediathek stellt bis heute die Messlatte dafür dar, wie TV-Programme dem Nutzer Inhalte über die Sendung hinaus on demand anbieten können. Wie Video-Inhalte und -Navigation passgenau auf das Netz zugeschnitten werden können, lässt sich auf der ebenfalls nominierten Plattform "Hobnox.com" beobachten, die eigene Video-Formate und Videos der Nutzer zusammenbringt. Obwohl sich das Angebot noch in der Beta-Phase befindet, bestätigt es schon jetzt die Ahnung, dass bei Bewegtbild im Netz bislang lediglich ein Bruchteil der kreativen und technischen Möglichkeiten ausgenutzt worden ist. In der Kategorie Spezial ist auch eine persönliche Website als publizistische Einzelleistung nominiert, die auf völlig andere Weise Potenziale des Internets auslotet: Sandra Schadek schreibt über ihr Leben mit einer fortschreitenden Krankheit des motorischen Nervensystems - konkret: Amyotrophe Lateralsklerose. Sie gewährt einen reflektierten Einblick, ohne journalistische Mittler, dafür mit Rückkanal; das Ergebnis ist exemplarisch.

Die Entwicklung im Bereich Online-Video stellt die vor kurzem noch neue Form der Weblogs derzeit in den Schatten: Innerhalb und außerhalb der professionellen Medien wird viel Kreativität auf neue Bewegtbild-Formate verwendet. Dass Blogs im kontinuierlichen Beobachten eine ihrer Stärken haben, zeigen zwei in diesem Jahr nominierte Angebote, die sich mit Politik in Zeiten der Informationsgesellschaft ("netzpolitik.org") und dem Umgang mit Neonazis ("Störungsmelder") beschäftigen.

 

Kreativ und gelungen sind auch einige neuere Versuche von Verlagen, im Netz neue Präsentationsformen einzusetzen. Ein Beispiel unter den Nominierungen: Dass fragwürdige Firmen und Personen auf dem grauen Kapitalmarkt regelrechte Netzwerke bilden, ist nicht neu. Im Internet können aber interaktive Grafiken und eine kontinuierliche Beobachtung dazu beitragen, die komplexen Querverbindungen durchschaubarer zu machen ("graumarktinfo.de"). Ein anderes Angebot zeigt, wie sich die GEO-Expedition zu einem Korallenriff als netzgerechte Multimedia-Reportage umsetzen lässt. Dagegen bleibt es überaus fragwürdig, wenn mitunter publizistische Inhalte und Werbe-Inhalte – so gesehen bei "einestages" - nicht sauber getrennt werden oder bei anderen Anbietern das Verhältnis zu erwähnten "Partnern" nebulös bleibt.

Bei all den schon erwähnten kreativen Möglichkeiten des Internets ist es enttäuschend, dass die Zahl der qualitativ hochwertigen Angebote für Kinder kaum zu wachsen scheint. Während Unternehmen aus den verschiedenen Branchen – gewiss auch zur Markenbindung – auf spezielle Kinderangebote setzen, versäumen es bislang gerade viele Medienhäuser, die Zielgruppe Kinder adäquat anzusprechen. Auch unter den neueren Angeboten sind leider weiterhin viele, die vor allem aus dem Blickwinkel von Erwachsenen konzipiert und gestaltet worden sind. Nutzerorientierung und Usability sind aber Probleme, die nicht auf Websites für Kinder beschränkt sind. Viele Anbieter verwenden nicht genügend Mühe darauf, ihre Inhalte intelligent zu erschließen und nach Nutzerbedürfnissen zu strukturieren.

Die Untersuchung und Bewertung hunderter Websites hat jedoch gezeigt, dass ein sehr hohes Ideen- und Entwicklungspotenzial im Netz vorhanden ist. Es gilt auch weiterhin: Gute Ideen brauchen spannende Inhalte und eine Technik, die die Idee erfolgreich transportiert - nicht umgekehrt. Bestehende Usabilitystandards können dabei ebenso helfen, wie eine Portion Mut, sich von bestehenden Rezeptionsschemata zu lösen und Neues auszuprobieren. Dann wird es auch im nächsten Jahr spannende Entwicklungen zu beobachten und überraschende Neuerungen geben.