Das kurze Leben des José Antonio Gutierrez

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Am 21. März 2003 starb José Antonio Gutierrez als erster US-Soldat im Irak-Krieg. Er war 29 Jahre alt, auch wenn das Geburtsjahr auf seinem Grabstein mit 1980 angegeben ist. Als Greencard-Soldier ging José für ein Land in den Krieg, das ihn erst posthum einbürgerte und als Helden feierte. Der Film macht sich auf die Suche nach den Wurzeln des jungen Mannes: als Straßenkind in Guatemala aufgewachsen, träumt José von einem sorgenfreieren Leben in den USA. 1996 macht sich der damals 22jährige auf eine Monate lange Reise. Er verlässt sein vom Bürgerkrieg gebeuteltes Land, fährt auf Güterzügen als blinder Passagier quer durch Mexiko und jobbt als Erntehelfer. Bei San Diego will er über die Grenze in die USA. Drei Versuche benötigt er, bis er es tatsächlich schafft. Er macht sich ein paar Jahre jünger, weil Minderjährige nicht ausgewiesen werden, und lebt in verschiedenen Pflegefamilien. Ein Zuhause, in dem er wirklich zur Ruhe kommt, findet der stolze Latino nicht. José träumt davon, Architekt zu werden, und verpflichtet sich schließlich bei den Marines. Die Bush-Regierung hat Freiwilligen eine zeitverkürzte Einbürgerung in Aussicht gestellt. So zieht José für ein fremdes Land in einen Krieg, in dem er nur wenige Stunden überlebt. Die filmische Spurensuche bringt Menschen vor die Kamera, die José in seinem kurzen Leben begleitet haben, aber auch solche, die wie er ihre Familien und Freunde zurücklassen – angetrieben von der Hoffnung auf eine bessere Zukunft in den USA...


Szenenbild: Das kurze Leben des Antonio José Gutierrez; Foto: Specogna Film
Foto: Specogna Film
Szenenbild: Das kurze Leben des Antonio José Gutierrez; Foto: Specogna Film
Foto: Specogna Film