Deutschland. Ein Sommermärchen

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Der Begriff „Sommermärchen“ ist längst ein Synonym geworden: für eine heitere Fußballweltmeisterschaft, für die Leistung eines unterschätzten Teams, für die Ausgelassenheit, die Freude, die Weltoffenheit und den Stolz, die ganz Deutschland im Sommer 2006 ergriffen haben. Sönke Wortmann hat die deutsche Mannschaft während dieser Zeit mit der Kamera begleitet und kam den Spielern und Trainern dabei so nah wie es keinem Filmteam zuvor gelang.

Auf diese Weise nimmt er uns Zuschauer mit in das Trainingslager nach Sardinien, ins Berliner Schlosshotel im Grunewald, in die Stadien und in die Kabinen. Wir sehen die Spieler schwitzen, wenn sie mit ungewohnten Trainingsmethoden fit gemacht werden, wir erleben „Poldi“ und „Schweini“, auf ihren Hotelbetten rumlümmelnd wie bei einer Klassenfahrt. Wir werden Zeuge von Jürgen Klinsmanns flammenden Reden, mit denen er seine „Jungs“ motiviert, auch Gegnern wie Polen, Argentinien oder Italien furchtlos entgegenzutreten. Wir erleben die Spannung der Spieler, die Feierlaune nach den Siegen und die unendliche Trauer, als der Traum vom Titel doch platzt.

Und wir nehmen mit den „Klinsmännern“ noch einmal ein Bad in der Menge beim Abschied auf der Berliner Fanmeile. „Deutschland. Ein Sommermärchen“ hat vier Millionen Kinobesucher und mehr als zehn Millionen Fernsehzuschauer begeistert, so viele wie kein Dokumentarfilm vorher – weil sich alle erinnern wollten an den Zauber des Sommers 2006, als „wir“ nicht Weltmeister geworden sind…


Szenenbild: Deutschland. Ein Sommermärchen; Foto: WDR
Szenenbild: Deutschland. Ein Sommermärchen; Foto: WDR
Szenenbild: Deutschland. Ein Sommermärchen; Foto: WDR