Nicht alle waren Mörder

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„Ich hätte dir eine andere Kindheit gewünscht“, sagt die Jüdin Anna Degen zu ihrem elfjährigen Sohn Michael. Es ist März 1943, als für die beiden eine zweijährige Odyssee in und um Berlin beginnt. Die Nachbarn werden zur Deportation abgeholt. Anna und Michael aber gelingt es unterzutauchen. Eine Freundin bringt sie zunächst bei der russischen Emigrantin Ludmilla unter. Ein gefährliches Versteck, weil Ludmilla in ihrem Wohnzimmer Konzerte für Nazi-Größen gibt. Als bei einem Bombenangriff das Haus zerstört wird, vermittelt ihnen der Kommunist Hotze eine Bleibe bei Oma Teuber, die ganz pragmatisch nicht nur ihre Zimmer, sondern auch ihre Töchter vermietet. Doch auch hier sind die Degens nicht auf Dauer sicher, denn Anna wurde auf der Straße als Jüdin erkannt. Sie fliehen aufs Land zu Hotze, seiner Frau Käthe und seiner Schwester Marthchen. Zur Tarnung in eine HJ-Uniform gesteckt, freundet sich Michael mit dem Nachbarjungen Rolf an. Aber auch hier erreichen sie die Schrecken des Krieges. Hotze steht als Kommunist unter Beobachtung der Gestapo. Anna und Michael finden Zuflucht bei Rolf und seinem verschlossenen Vater Redlich. Beinahe entwickelt sich so etwas wie ein Familienleben, bis Rolf bei der Suche nach Granatsplittern ums Leben kommt. Der Vater verzweifelt über den Tod seines Sohnes und begreift ihn als Strafe für die Schuld, die er sich aufgeladen hat, indem er immer nur stillschweigend seine Arbeit verrichtete: als Lokführer, der die Juden zur Vernichtung in die Konzentrationslager transportierte.


Szenenbild: Nicht alle waren Mörder; Foto: SWR/team Worx/Stephan Rabold
Szenenbild: Nicht alle waren Mörder; Foto: SWR/team Worx/Stephan Rabold
Szenenbild: Nicht alle waren Mörder; Foto: SWR/team Worx/Stephan Rabold