TV-Tipps der Woche

6. - 12. September 2010 

 

Montag, 6. September 2010

23.00 Uhr, NDR

Aghet - Ein Völkermord

 

 

Bei Deportationen im osmanischen Reich starben zwischen 1915 und 1917 mehr als eine Million Armenier. Obwohl damals auch Türken über diesen Genozid an den Armeniern empört waren, leugnet die türkische Regierung die Gräuel bis zum heutigen Tag. Ein bemerkenswerter Dokumentarfilm von Eric Friedler, der auf übliche Spielszenen verzichtet und stattdessen von Martina Gedeck, Joachim Król, Axel Milberg u.a. die Augenzeugenberichte quälend authentisch wiedergeben lässt.

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Dienstag, 7. September 2010
22.10 Uhr, ARTE
Die Anthrax-Dealer

 

Die Ermittlungen um eines der weltweit bestgehüteten Geheimnisse, nämlich der Erforschung und Produktion biologischer Waffen, setzten im Jahr 2001 ein. Nur eine Woche nach den Anschlägen vom 11. September wurden in den USA mehrere Anthraxanschläge verübt. Fünf Menschen starben an den Erregern der auch Milzbrand genannten Infektionskrankheit. Das FBI konnte die Verbrechen bis heute nicht aufklären. In den folgenden Monaten starben auch einige Wissenschaftler auf bisher ungeklärte Weise. Alle arbeiteten an biologischen Geheimwaffen für die sogenannte "Bioverteidigungsindustrie" der USA, deren Budget Milliarden von Dollar beträgt. Roberto Coen hat für seine hintergründige Dokumentation recherchiert, wie in Geheimlaboren genetische Forschung und Nanotechnologie schrecklichen Erfindungen den Weg bahnen, darunter antibiotikaresistente Stammzellen und sogenannte "ethnische Waffen", deren bakteriologische Wirkstoffe nur auf bestimmte Volksgruppen abzielen.

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Mittwoch, 8. September 2010
21.45 Uhr, ARD
Kommando Spezialkräfte

 

Nicht nur die amerikanische Armee, sondern auch die Bundeswehr bildet inzwischen geheime Kampfkommandos für den Einsatz in Krisengebieten, wie etwa Afghanistan, aus. Doch vor der Ausbildung müssen die Anwärter erst eine „Höllenwoche“ überstehen, in der die Zeit- und Berufssoldaten eiskalte Flüsse und endlose Streckenüberqueren und eine simulierte Gefangennahme erleben.

Von insgesamt 50Bewerbern schaffen es am Ende nur 12 ihre Aufnahme in die Spezialeinheit. Eine exklusive Reportage von Günter Henel, dieseltene Einblicke in einen sonst streng abgeschirmten Truppenteil der Bundeswehr gewährt. (Um 23.30 Uhr berichtet eine weitere Doku, „Mitten imKrieg“, wie im Norden Afghanistans Verwundete der internationalen Schutztruppe in einer Bundeswehrklinik versorgt werden.)

 

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Donnerstag, 9. September 2010
21.00 Uhr, 3sat
scobel: Abhängt - Armut in Deutschland

 

 

Armut kann heute jeden treffen: den mittelständischen Unternehmer, den habilitierten Dozenten, die alleinerziehende Mutter. Bereits jeder vierte Leipziger und jeder fünfte Berliner bezieht staatliche Unterstützung. Auch ein Arbeitsplatz schützt vor Armut nicht: Jeder sechste Berufstätige in Vollzeit arbeitet heute im Billiglohnsektor. Leidtragende sind auch die Kinder: Jedes sechste deutsche Kind ist laut UNICEF bereits von Armut betroffen und von Bildungsmöglichkeiten weitgehend ausgeschlossen. Gert Scobel befragt seine Gäste, unter ihnen der Politikwissenschaftler und Neoliberalismus-Kritiker Dr.

Christoph Butterwegge,  nach Konzepten und Visionen für Wege aus der Armut.

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Freitag, 10. September 2010
22.55 Uhr, ARTE
Zeugen unerwünscht

 

Seit 45 Jahren leidet die Bevölkerung Kolumbiens unter einem bewaffneten, undurchsichtigen Konflikt um Drogen. Laut Amnesty International hat die Situation im Land seither 70.000 Todesopfer gefordert. Drei bis vier Millionen Menschen wurden gewaltsam vertrieben und etwa 30.000 Kolumbianer verschwanden. Seit

15 Jahren berichtet der Journalist Hollmann Morris über die Konflikte im Land, wobei sein Schwerpunkt auf den Menschenrechten liegt. Seit 2002 produziert er die Fernsehsendung "Contravía", für die er unzählige Augenzeugenberichte der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien gefilmt hat. Er verfügt damit über das wichtigste Videoarchiv der jüngeren Geschichte Kolumbiens.

"Contravía" ist die einzige politische Sendung, die sich im Umfeld der von Shows und Serien geprägten Fernsehlandschaft halten konnte.

Juan José Lozanos Film  zeichnet das Porträt eines mutigen, für Menschenrechte engagierten und für Meinungsfreiheit kämpfenden Mannes mit Überzeugungen, Motiven und Ängsten in einem vom Krieg zerrissenen Land.
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Sonntag, 12. September 2010
20.15 Uhr, ARD
Tatort: Schmale Schulter

Regina Scheffler wurde vom Balkon gestoßen, ihre Wohnung ist verwüstet und mit Graffiti beschmiert worden. Beiseinen Ermittlungen stößt Kommissar Ballauf (Klaus J. Behrendt, Publikumspreisder „Marler Gruppe“ im Rahmen des Adolf-Grimme-Preises für „Mein Vater“) auf bedrückende Verhältnisse.

Regina Schefflers Verlobter, Jens Otten (Pierre Besson), muss für seine geschiedene arbeitslose Ehefrau zahlen und seine Tochter Laura (Michelle Barthel) hat den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen. Als Ballaufs Kollege Schenk (Dietmar Bär) den mutmaßlichen Graffiti-Sprayer verhaftet, ergeben sich merkwürdige Zusammenhänge...

Erneut eher ein alltägliches Familiendrama mit guter Besetzung als ein knallharter Krimi.

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