Groß und klein, ernsthaft und unterhaltend, einmalig und langfristig - die Jury hat bei ihren Preisentscheidungen zum Grimme Online Award 2016 ein ausgewogenes Urteil gefällt. Acht sehr unterschiedliche Angebote konnten am 24. Juni die Trophäen entgegen nehmen - und auch das Publikum hat seinen Favoriten gekürt.

Die nordrhein-westfälische Bewerbung um das künftige Deutsche Internet-Institut hat die erste Hürde genommen und sich für die Endrunde des Wettbewerbs qualifiziert. Insgesamt sind jetzt noch fünf Konsortien im Rennen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hatte im September 2015 den Startschuss gegeben, eine hochrangig besetzte Jury von Experten traf jetzt die Auswahl der Top 5.  Am nordrhein-westfälischen Konsortium sind fünf Partner beteiligt: die Ruhr-Universität Bochum, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, die Westfälische-Wilhelms-Universität Münster und das Grimme-Institut Marl.

 

 

 

 

Jeder kann heute seine Botschaften direkt und weltweit im Internet veröffentlichen – eine neue Dichte und Dynamik gesellschaftlicher Kommunikation entsteht. Nutzen und Risiken sind jedoch untrennbar miteinander verknüpft. Entstehen durch vermeintliche Anonymität im Netz immer neue Extremformen in der Medienkommunikation? Welche kreativen Antworten bietet die Medienbildung, um z. B. für radikale Botschaften, Cybermobbing oder Spielsucht zu sensibilisieren und Gegenprogramme zu entwickeln? Diese und weitere Fragen diskutieren Bürger(innen), Politiker(innen), Medienbildner(innen) und Expert(inn)en auf dem Tag der Medienkompetenz am 28. November 2016 im Landtag NRW in Düsseldorf.  Der Aktionstag unter dem Motto "Medien extrem...", zu dem der Landtag und die Landesregierung einladen, bietet mehrere Foren und eine Ausstellung mit Informations-, Spiel- und Interaktionsangeboten zu Medienbildungsthemen, Kurzfilmen sowie Diskussionsmöglichkeiten mit den Abgeordneten aller Parteien.

Zum 16. Mal verleiht das Grimme-Institut 2016 den Grimme Online Award an qualitativ herausragende Netz-Angebote. In diesem Jahr unter neuer Leitung: Vera Lisakowski übernimmt für Friedrich Hagedorn, der den Preis im Jahr 2001 ins Leben gerufen hatte. „Schon seit Jahren betreut Frau Lisakowski projektbezogen den Grimme Online Award. Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, sie für die Leitung des Preises nun fest an das Grimme-Institut zu binden“, erklärt die Direktorin des Grimme-Instituts, Frauke Gerlach.

Das Thema „Flucht und Migration“ ist allgegenwärtig. Welchen Beitrag die (Kinder-) Medien für eine gelungene Integration und gegenseitiges Verständnis von geflüchteten Menschen und Einheimischen leisten können, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Fachgesprächs „Sich gegenseitig verstehen – Migration und Medien“, das in Kooperation mit den Medienanstalten und erstmals auch dem Grimme-Institut im Rahmen des Deutschen Kinder-Medien-Festivals GOLDENER SPATZ am 10. Juni in Erfurt stattfand.

 

Schon seit Ende vergangenen Jahres ist Band drei der Schriftenreihe zur digitalen Gesellschaft NRW unter der Creative Commons Lizenz "Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen CC-BY-SA" verfügbar: hier Download als PDF. Neu hinzu gekommen ist die Broschürenreihe IM BLICKPUNKT: Nach rund 50 Ausgaben zu immer wieder neuen Aspekten der zunehmend digitalen Mediengesellschaft ist sie  – ihrem Gegenstand angemessen – gänzlich ins Netz umgezogen und hier ebenfalls kostenlos verfügbar.