Begründung der Jury

Spielshows, Reality Soaps und Castingformate bestimmen das Programmschema von privatem und auch öffentlich-rechtlichem Fernsehen. Programmplätze für Experimente gibt es dort kaum noch. Auch wenn jährlich unzählige Kurzfilme gedreht werden, die neue Erzählformen austesten und neue Bildwelten erschaffen, finden diese im Fernsehen fast nicht statt.

Frischfilm zeigt, dass es auch anders geht.

Talentierte unabhängige Filmemacher und Newcomer, die ohne Millionenbudget Geschichten erzählen, bekommen dort ein Publikum. Das visuelle Konzept der Website macht den Zuschauern zusätzlich Lust, sich auf die frischen Inhalte einzulassen. Ohne detaillierte Inhaltsangaben und Beschreibungen können die Nutzer spielerisch Filme entdecken und sich durch die Handyclips bis hin zu Kurzspielfilmen stöbern. Sie werden aufgerufen das Programm mitzugestalten, indem sie die bewegten und bewegenden Bilder bewerten. Damit geben sie den Filmen die Chance zur Ausstrahlung im Schweizer Fernsehen. Durch diesen Rückkanal können die sehr vielschichtigen Filme ins langverdiente Licht der Öffentlichkeit gerückt werden, und die Schnittstelle zur Entscheidung über das Programm geht zurück zum Benutzer.

Die Jury hält Frischfilm für ein vorbildliches Projekt, das im gesamten deutschsprachigen Raum Schule machen sollte. Nachwuchsförderung, die unterhält und Talenten Chancen gibt.

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