Begründung der Jury

Terrorcamps, Atomkonflikt, Tote bei Anschlägen: Schlagzeilen wie diese sind es, die hierzulande das Bild vieler orientalischer Länder prägen. In Damaskus sitzt derweil die 24-jährige Fatimah Ahmad al-Hussain, träumt von einem Medizinstudium und wünscht sich, dass die Syrer mehr Bücher lesen. In Kabul trainiert die Sprinterin Robina Muqimyar für Olympia. Und in Bethlehem greift ein palästinensischer Kunststudent lieber zum Pinsel als zu Steinen. Von ihnen erfährt man in den klassischen Medien wenig – für umso wertvoller hält die Jury das „Soukmagazine“, das diese Geschichten erzählt.

Junge Nachwuchsjournalisten schaffen hier eine Plattform für anspruchsvolle Web-Reportagen, die den Alltag, die Träume und Zukunftspläne junger Menschen von Marokko bis Pakistan in den Mittelpunkt stellen. Kenntnisreich, engagiert und auf hohem journalistischem Niveau gelingt es dem Redaktionsteam, den Lesern eine ferne Welt näher zu bringen – ein publizistischer Kontrapunkt zu der Distanz, die die Berichterstattung über diese Regionen häufig hervorruft. Das „Soukmagazine“ bedient sich hierfür einer oft vernachlässigten Erzählform – der Reportage. Mit Text, Fotos, synchronisierten Interview-Ausschnitten, Videos, multimedialen Zeitleisten, Audio-Slideshows und interaktiven Karten schöpfen die Redakteure das Potenzial des Mediums aus. Anerkennung verdient dies vor allem auch vor dem Hintergrund, dass die Beiträge unter oft schwierigen Bedingungen entstehen: Internet und Maildienste sind in den Ländern, aus denen das Team regelmäßig berichtet, nur eingeschränkt zugänglich.

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