Galileo Spezial - Karawane der Hoffnung

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Stab

Produktion: ProSieben Television, Claudia Sayah-Häring, Bettina Wiechmann
Buch / Regie: Bernhard Albrecht und Karsten Scheuren
Kamera: Britta Becker, Ingo Däubner, Björn Lindenblatt, Annette Nehberg, Thomas Reinecke
Schnitt: Anya Schulz
Ton: Abdel Zinell-Abdin, Arthur Weissgerber
Tonmischung final: Alexander Neumann, Wolfgang Ebert, Georg Hackl
Sprecher / Moderation: Christian Rode
Redaktion: Stefan Vaupel, Thomas Zwiessler, Olaf Sauermann, Carina Teutenberg
Erstausstrahlung: Sonntag, 20.12.2009, 19.10 h
Sendelänge: 48 Min.

 

Inhalt

„In meinem Leben gibt es zwei Tage, die alles veränderten...“ erzählt die etwa zehn Jahre alte Eri aus Äthiopien – den Tag, an dem ihr große Schmerzen bereitet wurden, und den Tag, an dem sie gelernt hat, dass ihr eine Sünde angetan wurde. Seit 5000 Jahren gibt es diesen Brauch, unter dessen Folgen das Mädchen auch Jahre später noch zu leiden hat: Als kleines Kind wurde sie beschnitten. Rüdiger und Annette Nehberg kämpfen für ein Ende der Genitalverstümmelung vieler afrikanischer Mädchen. Doch der Kampf ist schwierig, weil die Menschen fälschlicherweise glauben, der Koran schreibe diese Beschneidung vor. Der Glaube und die Tradition werden über die Qualen gestellt, die die Kinder durch missgebildete Genitalien auch noch als Erwachsene durchleiden müssen. Die Nehbergs organisieren im April 2009 eine Konferenz in Addis Abeba. Mit 18 Mädchen aus äthiopischen Dörfern reisen sie in die Hauptstadt – eine Karawane der Hoffnung. Zu der Konferenz sind die Imame aus verschiedenen Ländern geladen. Über die geistlichen Führer wollen die Nehbergs für ein Ende der Mädchenbeschneidungen werben, und das geht nur über den Glauben. Ein „Goldenes Buch“, hinter dem auch die „Fatwa von Kairo“, die höchste theologische Instanz, steht, enthüllt die alte Tradition als Verbrechen. Doch viele Imame weigern sich, dies anzuerkennen. Erst als Eri zu ihnen spricht, gibt es ein wenig Hoffnung...